100 Lichtjahre weg: Webb-Teleskop fotografiert erstmals Exoplaneten
Ein bedeutender wissenschaftlicher Durchbruch ist dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA gelungen: Zum ersten Mal hat das Teleskop ein direktes Bild eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems aufgenommen.
Wie auch unsere heimischen Planeten geben diese Objekte kein eigenes Licht ab, sondern reflektieren nur einen Teil des Lichts ihres Sterns - sie sind also ausnahmslos schwer sichtbar zu machen. Daher wurden quasi alle bisher erforschten Exoplaneten durch indirekte Beobachtungen ausfindig gemacht: Entweder, weil sie bei einem Transit vor ihrem Stern vorbei dessen Helligkeit kurz absenkten, oder weil sie mit ihrer eigenen Masse einen Gravitations-Einfluss auf ihren Stern ausüben und diesen zum Wackeln bringen.
Eine direkte Beobachtung über die gigantischen Distanzen ist daher eine Besonderheit und funktionierte bisher nur mit riesigen Planeten. TWA 7 b ähnelt in seiner Größe aber etwa dem Saturn und ist damit der kleinste Exoplanet, der je direkt mit einem Teleskop abgebildet wurde. Er umkreist seinen Stern in großem Abstand, was auf eine Umlaufzeit von mehreren hundert Jahren schließen lässt. Das gesamte Planetensystem ist nur etwa sechs Millionen Jahre alt - ein kosmisches Frühstadium im Vergleich zu unserem rund 4,6 Milliarden Jahre alten Sonnensystem.
Obwohl ein geringes Restrisiko besteht, dass es sich bei dem Lichtpunkt um eine Hintergrundgalaxie handeln könnte, sprechen laut Lagrange alle Hinweise stark für einen neu entdeckten Exoplaneten.
Seit der ersten Entdeckung eines Exoplaneten im Jahr 1992 wurden fast 6000 weitere identifiziert - nur wenige davon durch direkte Bildgebung. Der Fund von TWA 7 b zeigt erneut die beeindruckenden Möglichkeiten des James-Webb-Teleskops, das zuletzt auch ein sogenanntes "Einstein-Ring"-Phänomen und die bislang entfernteste bekannte Galaxie dokumentiert hat.
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Relativ kleines Objekt
Das Objekt trägt den Namen TWA 7 b und befindet sich rund 100 Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit demonstriert das Teleskop seine Fähigkeit, auch sehr lichtschwache Himmelskörper sichtbar zu machen. Die Arbeit mit dem neuen Weltraumteleskop kann daher ein Meilenstein in der Erforschung von Exoplaneten werden.Wie auch unsere heimischen Planeten geben diese Objekte kein eigenes Licht ab, sondern reflektieren nur einen Teil des Lichts ihres Sterns - sie sind also ausnahmslos schwer sichtbar zu machen. Daher wurden quasi alle bisher erforschten Exoplaneten durch indirekte Beobachtungen ausfindig gemacht: Entweder, weil sie bei einem Transit vor ihrem Stern vorbei dessen Helligkeit kurz absenkten, oder weil sie mit ihrer eigenen Masse einen Gravitations-Einfluss auf ihren Stern ausüben und diesen zum Wackeln bringen.
Eine direkte Beobachtung über die gigantischen Distanzen ist daher eine Besonderheit und funktionierte bisher nur mit riesigen Planeten. TWA 7 b ähnelt in seiner Größe aber etwa dem Saturn und ist damit der kleinste Exoplanet, der je direkt mit einem Teleskop abgebildet wurde. Er umkreist seinen Stern in großem Abstand, was auf eine Umlaufzeit von mehreren hundert Jahren schließen lässt. Das gesamte Planetensystem ist nur etwa sechs Millionen Jahre alt - ein kosmisches Frühstadium im Vergleich zu unserem rund 4,6 Milliarden Jahre alten Sonnensystem.
Stern verdeckt
Ermöglicht wurde die Aufnahme durch ein spezielles Teleskop-Zubehör, das von dem Forschungsteam unter Leitung der Astrophysikerin Anne-Marie Lagrange entwickelt wurde. Es simuliert eine Sonnenfinsternis, indem es das Licht des Sterns gezielt abschirmt. So konnte der schwache Lichtpunkt von TWA 7 b sichtbar gemacht werden - umgeben von einem schmalen Ring aus Staub und Trümmern.Obwohl ein geringes Restrisiko besteht, dass es sich bei dem Lichtpunkt um eine Hintergrundgalaxie handeln könnte, sprechen laut Lagrange alle Hinweise stark für einen neu entdeckten Exoplaneten.
Seit der ersten Entdeckung eines Exoplaneten im Jahr 1992 wurden fast 6000 weitere identifiziert - nur wenige davon durch direkte Bildgebung. Der Fund von TWA 7 b zeigt erneut die beeindruckenden Möglichkeiten des James-Webb-Teleskops, das zuletzt auch ein sogenanntes "Einstein-Ring"-Phänomen und die bislang entfernteste bekannte Galaxie dokumentiert hat.
Zusammenfassung
- Webb-Teleskop fotografiert erstmals den Exoplaneten TWA 7 b in 100 Lichtjahren Entfernung
- Der Saturn-große Planet ist der kleinste, je direkt abgebildete Exoplanet im All
- Spezielle Technik simuliert Sonnenfinsternis und blendet Sternenlicht gezielt aus
- Das erst sechs Millionen Jahre junge Planetensystem befindet sich im kosmischen Frühstadium
- Seit 1992 wurden fast 6000 Exoplaneten entdeckt, die meisten durch indirekte Methoden
- Direktaufnahmen wie diese gelten als Meilenstein für die Erforschung ferner Welten
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