Shitstorm gegen Mode-Zeitschrift Vogue wegen eines KI-Models

Die Modewelt steht Kopf: Erstmals nutzt die US-Ausgabe der Vogue KI-generierte Models, wenn auch "nur" in einer Anzeige. Für die traditionsreiche Modeinstitution ist das dennoch ein Tabubruch, der heftige Kritik und Abo-Kündigungen zur Folge hat.
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Seraphinne Vallora

KI-Model sorgt für Aufruhr in der Modewelt

Erstmals in der Geschichte der Vogue ist ein KI-generiertes Model in der August-Ausgabe des US-Magazins zu sehen - und die Reaktionen sind heftig. Die Anzeige der Modemarke Guess zeigt eine blonde Frau mit makelloser Haut und perfekten Proportionen, die verschiedene Outfits der Marke trägt. Im Kleingedruckten findet sich der entscheidende Hinweis auf den KI-Ursprung: "Produced by Seraphinne Vallora on AI".

Die Verwendung des KI-Models hat bereits zu Kritik in den sozialen Medien geführt. Nutzer bezeichneten die Entscheidung als problematisch und forderten einen Boykott der Zeitschrift. Das hat natürlich vor allem mit dem Ansehen und dem Ruf der Vogue zu tun.

Wie das britische Nachrichtenportal Metro und die BBC berichten, markiert dieser Schritt einen regelrechten Tabubruch für das traditionsreiche Modemagazin, das seit seiner Gründung 1892 als Trendsetter der Branche gilt. Die Vogue US, die seit 1909 erscheint, hat sich über Jahrzehnte als Hüterin klassischer Modewerte etabliert und auch Supermodels wie Naomi Campbell, Kate Moss und Gisele Bündchen zu Ikonen der Popkultur gemacht. KI-Model von Seraphinne ValloraDas umstrittene KI-Model von Seraphinne Vallora Hinter der kontroversen Anzeige steht die Agentur Seraphinne Vallora, die sich auf "KI-gesteuerte Marketingkampagnen und filmische Videos auf redaktioneller Ebene" spezialisiert hat. Die Gründerinnen Valentina Gonzalez und Andreea Petrescu wurden direkt von Guess-Mitgründer Paul Marciano über Instagram kontaktiert - ein ungewöhnlicher Weg für eine so bedeutende Kampagne.

Das Unternehmen bewirbt seine Dienste mit Versprechen wie "die unglaubliche Kraft der KI, Marketingbilder zu revolutionieren" und einem "kostengünstigen, unkomplizierten Weg zu brillantem Design" - ohne teure Reisen oder komplizierte Arrangements.

Tatsächlich ist das aber nicht das erste Mal, dass Vogue-Ausgaben KI nutzen - bereits 2023 erschienen KI-generierte Cover in Vogue China, Vogue Italia und Vogue Portugal. Diese internationalen Ausgaben testeten bereits vorsichtig die Grenzen zwischen Technologie und traditioneller Mode-Ästhetik.

Kritik an Schönheitsidealen

Die Kritik geht allerdings weit über die reine Verwendung von KI hinaus. Experten warnen vor den Auswirkungen auf das Körperbild und unrealistischen Schönheitsstandards. Diese Bedenken sind nicht unbegründet - die Modeindustrie kämpft seit Jahren mit Vorwürfen bezüglich überzogener Schönheitsideale sowie deren Auswirkungen auf das Selbstbild junger Menschen.

Was haltet ihr von KI-Models in Modemagazinen? Seht ihr darin eine kreative Innovation oder den Untergang authentischer Mode? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Erstmaliger Einsatz eines KI-generierten Models in einer Anzeige der US-Vogue
  • Die Anzeige der Marke Guess löste heftige Kritik und Abo-Kündigungen aus
  • Das KI-Model wurde von der Agentur Seraphinne Vallora für Guess erstellt
  • Internationale Vogue-Ausgaben experimentierten bereits 2023 mit KI-Covern
  • Experten warnen vor negativen Auswirkungen auf das Körperbild und die Schönheitsideale
  • Guess-Mitgründer kontaktierte die KI-Agentur ungewöhnlicherweise über Instagram
  • Die 1892 gegründete Vogue gilt traditionell als Trendsetter der Modebranche

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