Kolumbien: Polizei stoppt Drogen-U-Boot mit Starlink-Fernsteuerung
Die kolumbianische Marine hat erstmals ein über Elon Musks Starlink ferngesteuertes Drogen-U-Boot aufgebracht. Offenbar wollte ein Drogenkartell aus dem südamerikanischen Land die Steuerung des Drohnenboots per Satelliteninternet testen.
Das mit einfachen Mitteln konstruierte "Halb-U-Boot", bei dem der Großteil unter der Wasseroberfläche fährt, hatte keinen menschlichen Steuermann an Bord. Stattdessen fand man eine Starlink-Einheit vor. Die "Sat-Schüssel" war mit dem Steuersystem des Drogenboots gekoppelt, sodass es aus der Ferne über das Internet ferngesteuert werden konnte.
Eigentlich wurden die oft einfach konstruierten Boote, die meist fast vollständig ins Wasser eintauchen, für den Drogentransport zwischen Süd- und Nordamerika entwickelt, seit einiger Zeit tauchten sie aber auch auf Routen über den Atlantik oder den Pazifik auf hoher See auf. Starlink bietet sich als leicht verfügbares Mittel für die Steuerung der Drogenboote an, weil so das Risiko für eine menschliche Besatzung wegfällt.
So kostet der Dienst in der Variante für die Verwendung auf hoher See mit beinahe vollständiger globaler Abdeckung nur etwa 50 Dollar pro Monat, wenn man mit 250 Gigabyte Datenvolumen auskommt. Die teuerste Variante mit zwei Terabyte Inklusivvolumen wird für gut 2000 Euro pro Monat angeboten. Für die Steuerung eines einfachen Schmuggelbootes werden allerdings nicht sonderlich große Datenmengen übertragen, zumal die Gewinne beim Drogenschmuggel potenziell gigantisch sind.
Ein weiterer Vorteil für die Schmuggler besteht darin, dass man mit einem kleinen Team gleich mehrere Boote steuern kann. Die Behörden haben bei den Starlink-gesteuerten Drogenbooten vor allem eine Option, den Betreibern auf die Schliche zu kommen. Sofern Musks Starlink kooperiert, lassen sich die Satelliten-Terminals an Bord jeweils bestimmten Nutzern zuordnen. Gegebenenfalls kann man mit diesen Informationen die Täter beim Entladen der Boote auf frischer Tat ertappen.
Siehe auch:
Kein menschlicher Steuermann an Bord
Laut einem Bericht des französischen Nachrichtensenders France24 hat die Marine von Kolumbien in der letzten Woche bekannt gegeben, dass man vor der Küste des Landes erstmals ein sogenanntes "Semi-Submersible" abgefangen hat, mit dem künftig Drogen in die Vereinigten Staaten transportiert werden sollten. Was an sich eine bewährte Technik ist, unterscheidet sich jedoch in einem wichtigen Detail - es war keine Besatzung an Bord.Das mit einfachen Mitteln konstruierte "Halb-U-Boot", bei dem der Großteil unter der Wasseroberfläche fährt, hatte keinen menschlichen Steuermann an Bord. Stattdessen fand man eine Starlink-Einheit vor. Die "Sat-Schüssel" war mit dem Steuersystem des Drogenboots gekoppelt, sodass es aus der Ferne über das Internet ferngesteuert werden konnte.
Schmuggler wollten wohl einen Test starten
Die Behörden vermuten, dass es sich um eine Art Testlauf handelte, da das Boot keine Fracht an Bord hatte. Schon im November 2024 gab es einen ersten ähnlichen Fall, als die indische Polizei etwa 700 Seemeilen vor der Küste des Landes ebenfalls eine über Starlink-Internet gesteuerte selbstgebaute Drohne in Form eines Bootes vorfand.Eigentlich wurden die oft einfach konstruierten Boote, die meist fast vollständig ins Wasser eintauchen, für den Drogentransport zwischen Süd- und Nordamerika entwickelt, seit einiger Zeit tauchten sie aber auch auf Routen über den Atlantik oder den Pazifik auf hoher See auf. Starlink bietet sich als leicht verfügbares Mittel für die Steuerung der Drogenboote an, weil so das Risiko für eine menschliche Besatzung wegfällt.
So kostet der Dienst in der Variante für die Verwendung auf hoher See mit beinahe vollständiger globaler Abdeckung nur etwa 50 Dollar pro Monat, wenn man mit 250 Gigabyte Datenvolumen auskommt. Die teuerste Variante mit zwei Terabyte Inklusivvolumen wird für gut 2000 Euro pro Monat angeboten. Für die Steuerung eines einfachen Schmuggelbootes werden allerdings nicht sonderlich große Datenmengen übertragen, zumal die Gewinne beim Drogenschmuggel potenziell gigantisch sind.
Ein weiterer Vorteil für die Schmuggler besteht darin, dass man mit einem kleinen Team gleich mehrere Boote steuern kann. Die Behörden haben bei den Starlink-gesteuerten Drogenbooten vor allem eine Option, den Betreibern auf die Schliche zu kommen. Sofern Musks Starlink kooperiert, lassen sich die Satelliten-Terminals an Bord jeweils bestimmten Nutzern zuordnen. Gegebenenfalls kann man mit diesen Informationen die Täter beim Entladen der Boote auf frischer Tat ertappen.
Zusammenfassung
- Kolumbianische Marine entdeckt erstmals Drogen-U-Boot mit Starlink-Steuerung
- Das unbemannte 'Halb-U-Boot' konnte aus der Ferne über Satelliten-Internet bedient werden
- Die Behörden vermuten einen Testlauf, da keine Drogen an Bord gefunden wurden
- Bereits im November 2024 gab es einen ähnlichen Fall vor der indischen Küste
- Starlink ermöglicht Drogenkartellen risikofreien Transport ohne menschliche Besatzung
- Die Satelliten-Technologie ist mit 50 Dollar pro Monat für Schmuggler erschwinglich
- Behörden könnten durch Kooperation mit Starlink die Nutzer der Terminals identifizieren
Siehe auch:
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Thema:
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