Vollelektro verschoben: Lamborghini Urus bleibt bei Hybrid-Motor
Lamborghini verschiebt die Elektrifizierung seines SUVs Urus in die Mitte der 2030er Jahre. Stattdessen setzt der italienische Sportwagenhersteller bei der nächsten Generation des erfolgreichen Fahrzeugs weiterhin auf einen Plug-in-Hybrid-Antrieb.
Konzernchef Stephan Winkelmann begründet diese Entscheidung mit der "Unvorhersehbarkeit sich ständig ändernder Vorschriften". Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Einführung des ersten reinen Elektrofahrzeugs der Marke aus - den für 2029 geplanten Lanzador.
Wie das britische Fachmagazin Autocar berichtet, steht Lamborghini mit dieser Strategie nicht alleine da. Die Entscheidung folgt dem Beispiel der Volkswagen-Konzernschwester Porsche, die den aktuellen Verbrenner-Cayenne (ein technischer Verwandter des Urus) parallel zum kommenden Elektromodell weiterproduzieren wird.
Der Urus hat sich seit seiner Markteinführung 2018 als Verkaufsschlager für Lamborghini etabliert. Das SUV machte zeitweise mehr als die Hälfte der Gesamtverkäufe der Marke aus und verhalf dem Unternehmen zu Rekordabsätzen. Der aktuelle Urus SE kombiniert einen 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor mit einem Elektromotor und leistet 789 PS bei einem Drehmoment von 950 Newtonmetern.
Die Hybrid-Technologie ermöglicht es dem Urus SE, rein elektrisch etwa 60 Kilometer zu fahren - ausreichend für den Stadtverkehr. Der V8-Motor stammt aus der Zusammenarbeit mit Audi und wird auch in anderen Volkswagen-Konzernmodellen eingesetzt. Diese Plattformstrategie hilft dabei, die Entwicklungskosten zu senken.
Auf die Frage nach einem möglicherweise früheren Start der elektrischen Urus-Version betonte Winkelmann, dass man nun ausreichend Zeit habe, die Entwicklungen bei der Kundenakzeptanz, Regulierung und Infrastruktur zu beobachten. Anders als beim Cayenne, der im Wesentlichen nur überarbeitet wird, plant Lamborghini für den neuen Urus eine komplett neue Generation.
Die Strategie zeigt, wie selbst traditionelle Sportwagenhersteller ihre Elektrifizierungspläne an die Realitäten des Marktes anpassen müssen. Lamborghini gehört seit 1998 zum Volkswagen-Konzern und profitiert von den Synergien mit anderen Marken wie Audi und Porsche. Die gemeinsame Nutzung von Plattformen und Antriebstechnologien ermöglicht es, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Was haltet ihr von Lamborghinis Strategie? Ist der Hybrid-Fokus beim Urus der richtige Weg oder hätte der Hersteller mutiger auf Elektroantrieb setzen sollen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Hybridantrieb bleibt erste Wahl
Der italienische Luxusautohersteller Lamborghini passt seine Elektrostrategie an die aktuellen Marktbedingungen an. Die nächste Generation des Urus wird entgegen bisherigen Plänen weiterhin mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb ausgestattet sein. Die ursprünglich geplante rein elektrische Variante wird auf Mitte der 2030er Jahre verschoben, also um womöglich ein ganzes Jahrzehnt.Konzernchef Stephan Winkelmann begründet diese Entscheidung mit der "Unvorhersehbarkeit sich ständig ändernder Vorschriften". Diese Entwicklung wirkt sich auch auf die Einführung des ersten reinen Elektrofahrzeugs der Marke aus - den für 2029 geplanten Lanzador.
Wie das britische Fachmagazin Autocar berichtet, steht Lamborghini mit dieser Strategie nicht alleine da. Die Entscheidung folgt dem Beispiel der Volkswagen-Konzernschwester Porsche, die den aktuellen Verbrenner-Cayenne (ein technischer Verwandter des Urus) parallel zum kommenden Elektromodell weiterproduzieren wird.
The Italian Job: Lamborghini stellt den Urus SE in einem Video vor
Der Urus hat sich seit seiner Markteinführung 2018 als Verkaufsschlager für Lamborghini etabliert. Das SUV machte zeitweise mehr als die Hälfte der Gesamtverkäufe der Marke aus und verhalf dem Unternehmen zu Rekordabsätzen. Der aktuelle Urus SE kombiniert einen 4,0-Liter-V8-Biturbo-Motor mit einem Elektromotor und leistet 789 PS bei einem Drehmoment von 950 Newtonmetern.
Die Hybrid-Technologie ermöglicht es dem Urus SE, rein elektrisch etwa 60 Kilometer zu fahren - ausreichend für den Stadtverkehr. Der V8-Motor stammt aus der Zusammenarbeit mit Audi und wird auch in anderen Volkswagen-Konzernmodellen eingesetzt. Diese Plattformstrategie hilft dabei, die Entwicklungskosten zu senken.
Marktumfeld bremst E-Offensive
Die Verschiebung der Elektrifizierung erfolgt vor dem Hintergrund einer stagnierenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im Luxussegment. Viele Premiumhersteller haben ihre ursprünglich ambitionierten Elektropläne bereits angepasst oder verzögert. Auch die Unsicherheit über künftige Emissionsvorschriften in verschiedenen Märkten spielt eine Rolle.Auf die Frage nach einem möglicherweise früheren Start der elektrischen Urus-Version betonte Winkelmann, dass man nun ausreichend Zeit habe, die Entwicklungen bei der Kundenakzeptanz, Regulierung und Infrastruktur zu beobachten. Anders als beim Cayenne, der im Wesentlichen nur überarbeitet wird, plant Lamborghini für den neuen Urus eine komplett neue Generation.
Die Strategie zeigt, wie selbst traditionelle Sportwagenhersteller ihre Elektrifizierungspläne an die Realitäten des Marktes anpassen müssen. Lamborghini gehört seit 1998 zum Volkswagen-Konzern und profitiert von den Synergien mit anderen Marken wie Audi und Porsche. Die gemeinsame Nutzung von Plattformen und Antriebstechnologien ermöglicht es, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Was haltet ihr von Lamborghinis Strategie? Ist der Hybrid-Fokus beim Urus der richtige Weg oder hätte der Hersteller mutiger auf Elektroantrieb setzen sollen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Lamborghini verschiebt Elektro-Urus auf Mitte der 2030er Jahre
- Nächste Generation des Urus behält Plug-in-Hybrid-Antriebstechnik bei
- Winkelmann begründet Entscheidung mit unvorhersehbaren Regulierungen
- Aktueller Urus SE kombiniert V8-Motor mit Elektromotor und leistet 789 PS
- SUV-Modell ist seit Markteinführung 2018 ein wichtiger Verkaufsschlager
- Luxushersteller passen Elektropläne an stagnierende Nachfrage an
- Der Konzern nutzt Synergien mit Audi und Porsche bei Plattformen und Antrieben
Siehe auch:
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