Semi-Solid-State-Akku ab 10.000 Euro:
MG4 EV lässt EU alt aussehen
Günstige E-Autos - und dann auch noch mit moderner Batterietechnik - werden von EU-Herstellern aktuell nicht geboten. In China dagegen wächst das Angebot schnell. Ein extremes Beispiel: der MG4 mit Semi-Solid-State-Akku ab 10.000 Euro.
Ein Beispiel ist der neue MG Motors MG4 - ein Kompaktfahrzeug, das am 5. August in China offiziell vorgestellt wird. Laut Hersteller wird er das erste Serienauto weltweit sein, das mit einer sogenannten Semi-Solid-State-Batterie ausgestattet ist. Diese Batterieform gilt als Zwischenschritt zwischen herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus und den lange ersehnten Festkörperbatterien. Ihr Vorteil: Weniger flüssige Bestandteile bedeuten geringeres Brandrisiko, höhere Energiedichte - und mehr Stabilität bei Kälte.
Der neue MG4
Zur Ausstattung im neuen Modell gehören ein 120-kW-Heckmotor, eine Karosserie von knapp 4,40 Metern Länge und ein Radstand von 2,75 Metern - Größenordnungen, die etwa dem VW ID.3 oder Renault Mégane E-Tech entsprechen. Ob und wann der MG4 mit Semi-Solid-State-Batterie auch in Europa angeboten wird, ist noch unklar. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, wie weit die Batterietechnik in China bereits fortgeschritten ist - während europäische Hersteller noch an günstigen Elektroautos arbeiten.
Das sorgt für Produktionskosten und eine Entwicklungsgeschwindigkeit, die hierzulande schwer vorstellbar sind. Diese Faktoren gehören zum Gesamtbild, wenn man auf die Preise chinesischer E-Autos schaut. Trotzdem bleibt: Mit Modellen wie dem neuen MG4, die moderne Batterietechnik in preisgünstigste Klassen bringen, lässt China Europa aktuell ziemlich alt aussehen.
Siehe auch:
Ab 10.000 Euro mit Next-Gen-Akku gibt es nur in China
Wer auf günstige Elektroautos wartet, muss sich immer noch gedulden - zumindest in Europa. Während viele europäische Hersteller ihre erschwinglichen Elektroautos erst in den kommenden Monaten oder Jahren auf den Markt bringen, füllt sich das Segment in China rasant: Dort erscheinen regelmäßig neue Fahrzeuge, die nicht nur preislich attraktiv sind, sondern zunehmend auch mit Technik aufwarten, die in Europa noch als Zukunft gilt.Ein Beispiel ist der neue MG Motors MG4 - ein Kompaktfahrzeug, das am 5. August in China offiziell vorgestellt wird. Laut Hersteller wird er das erste Serienauto weltweit sein, das mit einer sogenannten Semi-Solid-State-Batterie ausgestattet ist. Diese Batterieform gilt als Zwischenschritt zwischen herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus und den lange ersehnten Festkörperbatterien. Ihr Vorteil: Weniger flüssige Bestandteile bedeuten geringeres Brandrisiko, höhere Energiedichte - und mehr Stabilität bei Kälte.
Der neue MG4
"Der MG4 wird das weltweit erste Serienmodell sein, das mit Semi-Feststoffbatterien ausgestattet ist."Im Fall des MG4 stammen die Zellen vom chinesischen Anbieter QingTao Energy. Die Batterie enthält laut MG nur noch 5 % Flüssigelektrolyt, liefert 70 kWh Speicherkapazität und erreicht laut CLTC-Norm bis zu 537 Kilometer Reichweite - nach in der EU üblichen Messstandards sind das wohl rund 400 Kilometer. Entscheidend ist: Auch bei -7 °C sollen die Werte stabil bleiben. Im Vergleich zu klassischen LFP-Zellen spricht MG von 13,8 % mehr Reichweite bei Kälte. Der Akku sei zudem durch einen 360-Grad-Durchstoßtest geprüft worden - ein Verweis auf mechanische Sicherheit.
Kampfpreis trotz Hightech
Noch bemerkenswerter ist allerdings, in welchem Preissegment diese Technik eingesetzt wird: Der neue MG4 soll zwischen 80.000 und 120.000 Yuan kosten - also umgerechnet rund 10.000 bis 16.500 Euro. Damit liegt er preislich dort, wo in Europa aktuell noch Verbrenner dominieren - und setzt sich gleichzeitig mit einer Batterieform in Szene, die hierzulande bisher fast ausschließlich in Forschungslaboren diskutiert wird. Wichtiger Hinweis: MG verkauft unter dem Namen MG4 bereits das Vorgängermodell in Europa, das technisch komplett anders aufgebaut ist und keine Semi-Solid-State-Batterie nutzt.Zur Ausstattung im neuen Modell gehören ein 120-kW-Heckmotor, eine Karosserie von knapp 4,40 Metern Länge und ein Radstand von 2,75 Metern - Größenordnungen, die etwa dem VW ID.3 oder Renault Mégane E-Tech entsprechen. Ob und wann der MG4 mit Semi-Solid-State-Batterie auch in Europa angeboten wird, ist noch unklar. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, wie weit die Batterietechnik in China bereits fortgeschritten ist - während europäische Hersteller noch an günstigen Elektroautos arbeiten.
EU sieht alt aus
Die niedrigen Preise für Elektroautos aus China kommen nicht nur durch technologische Fortschritte zustande. Arbeitsbedingungen spielen eine große Rolle, die sich teilweise extrem von denen in Europa unterscheidet - etwa durch deutlich längere Arbeitszeiten und geringere Löhne. Zudem profitiert die Industrie von umfangreichen staatlichen Förderungen - von der Rohstoffgewinnung über den Aufbau der Logistikkette bis hin zu einzelnen Modell-Projekten.Das sorgt für Produktionskosten und eine Entwicklungsgeschwindigkeit, die hierzulande schwer vorstellbar sind. Diese Faktoren gehören zum Gesamtbild, wenn man auf die Preise chinesischer E-Autos schaut. Trotzdem bleibt: Mit Modellen wie dem neuen MG4, die moderne Batterietechnik in preisgünstigste Klassen bringen, lässt China Europa aktuell ziemlich alt aussehen.
Wie lange hält ein E-Auto-Akku?
Die Lebensdauer moderner Elektroauto-Batterien beträgt im Durchschnitt zwischen 8 und 10 Jahren oder etwa 160.000 bis 200.000 Kilometer. Diese Werte basieren auf aktuellen Nutzungsdaten und Herstellergarantien.
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass durch verbesserte Batteriechemie und intelligentes Lademanagement künftig Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich sein könnten. Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von Nutzungsverhalten und Umweltbedingungen ab.
Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass durch verbesserte Batteriechemie und intelligentes Lademanagement künftig Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich sein könnten. Die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von Nutzungsverhalten und Umweltbedingungen ab.
Wann ist ein Akkutausch nötig?
Ein Akkutausch wird in der Regel erst erforderlich, wenn die Batteriekapazität auf etwa 70-80 Prozent der ursprünglichen Leistung gesunken ist. Dies macht sich durch eine deutlich reduzierte Reichweite bemerkbar.
Moderne Batteriemanagementsysteme können den Zustand der Batterie kontinuierlich überwachen und frühzeitig auf potenzielle Probleme hinweisen. Die meisten Hersteller bieten eine Garantie von 8 Jahren oder 160.000 Kilometern auf ihre Batteriesysteme.
Moderne Batteriemanagementsysteme können den Zustand der Batterie kontinuierlich überwachen und frühzeitig auf potenzielle Probleme hinweisen. Die meisten Hersteller bieten eine Garantie von 8 Jahren oder 160.000 Kilometern auf ihre Batteriesysteme.
Wie lädt man richtig?
Experten empfehlen, den Akku im Alltag zwischen 20 und 80 Prozent Ladestand zu halten. Häufiges Schnellladen und extreme Temperaturen können die Lebensdauer der Batterie verkürzen.
Besonders schonend für die Batterie ist das regelmäßige Laden mit normaler Geschwindigkeit über Nacht. Vollständiges Entladen oder dauerhaftes Laden auf 100 Prozent sollten vermieden werden.
Besonders schonend für die Batterie ist das regelmäßige Laden mit normaler Geschwindigkeit über Nacht. Vollständiges Entladen oder dauerhaftes Laden auf 100 Prozent sollten vermieden werden.
Was kostet ein neuer Akku?
Die Kosten für einen kompletten Batterietausch liegen derzeit zwischen 4.000 und 20.000 Euro, abhängig von Fahrzeugmodell und Batteriegröße. Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gesunken.
Viele Hersteller ermöglichen mittlerweile auch, einzelne defekte Module auszutauschen, was die Reparaturkosten erheblich senken kann. Zudem entwickelt sich ein Markt für aufbereitete Akkus.
Viele Hersteller ermöglichen mittlerweile auch, einzelne defekte Module auszutauschen, was die Reparaturkosten erheblich senken kann. Zudem entwickelt sich ein Markt für aufbereitete Akkus.
Wie umweltfreundlich sind E-Akkus?
Die Produktion von E-Auto-Batterien ist zunächst energieintensiv und benötigt wichtige Rohstoffe wie Lithium und Kobalt. Der ökologische Fußabdruck wird aber über die Nutzungsdauer ausgeglichen.
Durch verbesserte Recyclingmethoden können bis zu 95 Prozent der Materialien wiederverwendet werden. Zudem werden alte E-Auto-Batterien häufig als stationäre Energiespeicher weitergenutzt.
Durch verbesserte Recyclingmethoden können bis zu 95 Prozent der Materialien wiederverwendet werden. Zudem werden alte E-Auto-Batterien häufig als stationäre Energiespeicher weitergenutzt.
Welche Garantie gibt es?
Die meisten Hersteller bieten eine Garantie von 8 Jahren oder 160.000 Kilometern auf ihre Batteriesysteme. Diese greift in der Regel, wenn die Kapazität unter 70 Prozent des Ursprungswerts fällt.
Einige Premium-Hersteller bieten sogar längere Garantiezeiträume von bis zu 10 Jahren. Die genauen Bedingungen können je nach Hersteller und Modell variieren.
Einige Premium-Hersteller bieten sogar längere Garantiezeiträume von bis zu 10 Jahren. Die genauen Bedingungen können je nach Hersteller und Modell variieren.
Wie winterfest sind die Akkus?
Moderne E-Auto-Batterien sind für Temperaturen von -20 bis +40 Grad Celsius ausgelegt. Bei Kälte kann die Reichweite jedoch um bis zu 30 Prozent sinken, da Energie für die Batterieheizung benötigt wird.
Viele neue Modelle verfügen über ein aktives Thermomanagement, das die Batterie in einem optimalen Temperaturbereich hält. Das Vorheizen des Fahrzeugs während des Ladevorgangs kann die Reichweite im Winter verbessern.
Viele neue Modelle verfügen über ein aktives Thermomanagement, das die Batterie in einem optimalen Temperaturbereich hält. Das Vorheizen des Fahrzeugs während des Ladevorgangs kann die Reichweite im Winter verbessern.
Gibt es neue Akkutechnologien?
Festkörperbatterien gelten als vielversprechende Zukunftstechnologie. Sie sollen höhere Energiedichten, schnelleres Laden und eine bessere Sicherheit bieten. Erste Serienmodelle werden für 2025 erwartet.
Auch an Natrium-Ionen-Batterien und anderen Möglichkeiten wird intensiv geforscht. Diese könnten künftig ohne knappe Rohstoffe wie Lithium auskommen und deutlich günstiger in der Produktion sein.
Auch an Natrium-Ionen-Batterien und anderen Möglichkeiten wird intensiv geforscht. Diese könnten künftig ohne knappe Rohstoffe wie Lithium auskommen und deutlich günstiger in der Produktion sein.
Zusammenfassung
- MG4 aus China bietet moderne Semi-Solid-State-Batterie zum Einstiegspreis
- Preislich zwischen 10.000 und 16.500 Euro positioniert - konkurrenzlos günstig
- Weltweit erstes Serienmodell mit Semi-Solid-State-Batterietechnologie
- Batterie mit 70 kWh ermöglicht bis zu 537 km Reichweite nach CLTC-Norm
- Akkutechnologie verspricht bessere Leistung bei Kälte und höhere Sicherheit
- Kompaktfahrzeug mit 120-kW-Heckmotor und 4,40 Meter Karosserielänge
- Europäische Hersteller bei günstigen E-Autos mit moderner Batterietechnik im Rückstand
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