Anker: Weltweiter Rückruf mehrerer Powerbanks wegen Brandgefahr

Nach einem großen Rückruf in den USA zieht Anker nun auch vier Powerbank-Modelle in Deutschland aus dem Verkehr. Grund ist Brandgefahr durch fehlerhafte Lithium-Ionen-Akkus. Betroffene Geräte sollten sofort außer Betrieb genommen werden.
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WinFuture / KI-generiert

Anker weitet Rückruf weltweit aus

Immer wieder kommt es zu Problemen bei Batterien und Powerbanks. So hatte Google erst kürzlich etliche Pixel 4a-Smartphones aufgrund von Überhitzungsproblemen zurückgerufen. Aus einem ähnlichen Grund zog letzten Juli IKEA die Powerbank "Varmfront" aus dem Verkehr. Und auch der bekannte chinesische Hersteller Anker bleibt nicht verschont.

Nachdem die Firma vor gut einer Woche in den USA bereits eine millionenfach verkaufte Powerbank zurückgerufen hatte, weitet das Unternehmen die Aktion jetzt auch auf Deutschland und den Rest der Welt aus. Zudem wird der Rückruf auf zusätzliche Modelle ausgeweitet. Bei den betroffenen Geräten besteht aufgrund eines Herstellungsfehlers bei den verbauten Lithium-Ionen-Akkus Brandgefahr. Besitzer werden aufgefordert, die Verwendung der Powerbanks sofort einzustellen und sich über die Rückrufseite des Unternehmens zu informieren.

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Betroffene Modelle

Insgesamt sind vier verschiedene Modelle betroffen, die Anker in einem deutschsprachigen Informationsbeitrag auf seiner Webseite auflistet:

  • Anker Powerbank (10.000 mAh, 22,5 W) - Modellnummer A1257,
  • Anker Powerbank (20.000 mAh, 22,5 W, integriertes USB-C-Kabel) - Modellnummer A1647
  • Anker Zolo Powerbank (20.000 mAh, 30 W, integriertes USB-C- und Lightning-Kabel) - Modellnummern A1681
  • Anker Zolo Powerbank (20.000 mAh, 30 W, integriertes USB-C-Kabel) - Modellnummer A1689
Anker: Weltweiter Rückruf von Powerbanks (Juni 2025)Die vom Rückruf betroffenen Powerbank-Modelle von Anker
Die Modellnummer zur Identifikation der problematischen Modelle befindet sich in der Regel auf der Unterseite oder an der Seite der Powerbank. Dabei muss zwischen der Modellnummer und der Seriennummer unterschieden werden. Anker: Weltweiter Rückruf von Powerbanks (Juni 2025)An diesen Stellen befinden sich Modell- und Seriennummern

Problematische Batteriezellen von Zulieferer

Wie Anker in seiner offiziellen Mitteilung erklärt, hatte der Hersteller zu Beginn des Jahres eine Reihe erweiterter Qualitätssicherungsmaßnahmen eingeführt. Diese hätten es ermöglicht, ein potenzielles Problem mit gängigen Lithium-Ionen-Zellen eines bestimmten Zulieferers zu identifizieren. Bei den Akkuzellen könne es zu einem Ausfall der Membranisolierung kommen, was zu Sicherheitsrisiken durch Überhitzung und sogar Verbrennung führen könne.

Die neue Rückrufwelle schwappt mit etwas Verzug nun nach Deutschland. Der Hersteller hatte bereits am 20. Juni bei mehreren Modellen seiner Powerbanks Sicherheitsrisiken vermeldet. Obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Fehlfunktion laut Anker als gering eingeschätzt wird, hat sich das Unternehmen als reine Vorsichtsmaßnahme zu einem weltweiten "freiwilligen Rückruf" entschlossen.

Ersatz oder Gutschein

Besitzer der betroffenen Modelle können auf der Webseite von Anker ein Rückrufformular ausfüllen. Dann stellt der Hersteller je nach Region und Produkt entweder eine Ersatz-Powerbank oder einen Gutschein für den hauseigenen Online-Shop zur Verfügung. Die defekten Powerbanks dürfen keinesfalls im Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen bei Einrichtungen abgegeben werden, die Lithiumbatterien annehmen, wie Wertstoffhöfen oder Händlern, die Batterien verkaufen.

Wechsel des Batterielieferanten

Nahezu zeitgleich zu Ankers weltweiter Rückrufaktion hat der Zubehörhersteller einen neuen Zulieferer für Akkuzellen an Bord geholt. Laut South China Morning Post (via Heise) habe sich Anker vom bisherigen Lieferanten Apex Wuxi getrennt, einer Tochtergesellschaft des amerikanischen Batterieherstellers Amprius Technologies. Auf Nachfrage der Zeitung wollte Anker nicht bestätigen, dass Apex-Batterien die Ursache des Problems waren, erklärte aber, dass man die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen eingestellt habe.

Neuer Partner ist Amperex Technology Limited (ATL), der etwa Apple und Samsung mit Batteriezellen beliefert. Wie Anker auf der hauseigenen Webseite schreibt, möchte der Hersteller zunächst 45 Millionen Lithium-Ionen-Batterien mit hoher Energiedichte von ATL zu beziehen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen das Vertrauen der Kunden schnellstmöglich zurückgewinnen.

Weitere Hersteller betroffen

Das Problem beschränkt sich nicht nur auf Anker, sondern betrifft auch andere chinesische Unternehmen. In China wurden unter anderem Powerbanks von Ugreen, Baseus, Xiaomi und Romoss zurückgerufen. Anker ist jedoch bisher der einzige Hersteller, der auch in Deutschland einen offiziellen Rückruf gestartet hat.

Was haltet ihr von dem weltweiten Rückruf bei Anker? Habt ihr selbst eine der betroffenen Powerbanks im Einsatz und wie geht ihr mit dem Thema Akkusicherheit um? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Anker ruft vier Powerbank-Modelle in Deutschland wegen Brandgefahr zurück
  • Fehlerhafte Lithium-Ionen-Akkuzellen eines bestimmten Zulieferers betroffen
  • Betroffene Geräte können anhand der Modellnummer identifiziert werden
  • Anker bietet Ersatz-Powerbanks oder Gutscheine für betroffene Kunden an
  • Defekte Powerbanks müssen bei speziellen Einrichtungen entsorgt werden
  • Auch andere chinesische Hersteller von ähnlichen Rückrufen betroffen
  • Anker wechselt zu neuem Batteriezulieferer ATL für künftige Produkte

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