Pixel 4a-Rückruf: Google hat nur halbe Wahrheit zu Überhitzung gesagt

Google ruft das Pixel 4a in Australien zurück. Grund ist ein Über­hit­zungs­risiko der Batterie, das durch ein kürzliches Update behoben werden sollte. Nun darf man sich fragen, ob Google die ganze Wahr­heit zum Ausmaß des Problems verschwiegen hat.
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Unerwartetes Ende eines Smartphone-Klassikers

Das Google Pixel 4a steht vor einem unrühmlichen Ende seiner "Karriere". Bei seiner Markteinführung 2020 erhielt das Gerät durchwegs positive Bewertungen, doch zuletzt hat sich das Blatt gewendet: Ein kürzlich von Google veröffentlichtes Update im Rahmen des "Pixel 4a Battery Performance Program" hat die Batterielaufzeit drastisch reduziert und das Gerät für viele Nutzer praktisch unbrauchbar gemacht. Nun folgt der nächste Schlag: In Australien wird das Modell komplett zurückgerufen.

Das Update sollte laut Google neue Funktionen beim Batteriemanagement einführen und die Stabilität der Batterieleistung verbessern. In der Praxis führte es jedoch dazu, dass sich die Akkulaufzeit auf wenige Minuten verkürzte - ein Detail, das in der ursprünglichen Ankündigung des Unternehmens kaum Erwähnung fand. Technisch gesehen reduzierte Google die maximale Spannung der Batterien von 4,45 Volt auf 3,95 Volt, was einem massiven Kapazitätsverlust von 56 Prozent entspricht.

Wie Android Authority berichtet, hat die Australian Competition & Consumer Commission jetzt eine Rückrufaktion für das Pixel 4a eingeleitet. Als Reaktion auf die Probleme bietet Google betroffenen Nutzern weltweit eine Kompensation in Form einer teilweisen Rückerstattung, eines Store-Guthabens oder eines kostenlosen Batterieaustauschs an.


Die australische Behörde warnt, dass eine "überhitzte Batterie ein Feuer- und Verbrennungsrisiko für den Nutzer darstellen könnte". Diese Gefahr wurde in Googles ursprünglicher Ankündigung mit keinem Wort erwähnt und so mancher vermutet nun, dass Google hier wissentlich nicht die ganze Wahrheit gesagt hat und wusste, dass die Batterieprobleme wesentlich schwerwiegender sind. Denn das Unternehmen sprach lediglich von einer Verbesserung der Batteriestabilität und einer möglichen Reduzierung der verfügbaren Kapazität.

Nutzer in Australien werden aufgefordert, zu überprüfen, ob ihr Gerät das Firmware-Update erhalten hat. Gleichzeitig betont die Behörde, dass nicht alle Pixel 4a-Geräte von dem Problem betroffen sind. Betroffene Nutzer können prüfen, ob sie Anspruch auf eine Entschädigung von Google haben.

Experten ziehen aufgrund der bereits Parallelen zu Apples "Batterygate"-Skandal von 2017, bei dem das Unternehmen die Leistung älterer iPhones drosselte, um unerwartete Abschaltungen zu verhindern. Apple musste daraufhin Hunderte Millionen Dollar in Folge von Sammelklagen zahlen. Googles Entschädigungsprogramm könnte ein Versuch sein, ähnlichen rechtlichen Konsequenzen proaktiv zuvorzukommen.

Was haltet ihr von Googles Umgang mit der Situation? Hättet ihr euch eine offenere Kommunikation gewünscht? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
  • Google ruft Pixel 4a in Australien wegen Überhitzungsrisiko zurück
  • Australische Behörde warnt vor Feuer- und Verbrennungsrisiko
  • Google bietet eine Kompensation in Form von Rückerstattung oder Austausch an
  • Experten ziehen Parallelen zu Apples 'Batterygate'-Skandal von 2017
  • Kritik an Googles mangelnder Transparenz bezüglich des Batterieproblems
  • Nicht alle Pixel 4a-Geräte sind von dem Problem betroffen

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