Harte Zeit: Intel will 20 % der Produktions-Mitarbeiter rausschmeißen
Der Chiphersteller Intel wird schon bald umfangreiche Entlassungen in seiner Produktionssparte beginnen. Laut einer internen Mitteilung an die Belegschaft werden weltweit bis zu 20 Prozent der Arbeitsplätze in den Fabriken wegfallen.
Intel äußerte sich nicht direkt zu dem internen Schreiben, betonte jedoch in einer Stellungnahme, man wolle die Betroffenen "mit Respekt und Fürsorge" behandeln. Die Umstrukturierungen seien nötig, um das Unternehmen langfristig zu stärken und die Effizienz zu erhöhen. Bereits im April hatte Intel angekündigt, dass Entlassungen bevorstehen - wie tiefgreifend sie ausfallen würden, blieb jedoch bislang unklar.
Besonders betroffen ist voraussichtlich der Bundesstaat Oregon, wo sich das Herzstück der Intel-Fertigung befindet. Dort beschäftigt das Unternehmen rund 20.000 Menschen - mehr als jedes andere Unternehmen im Staat. Schon im vergangenen Jahr hatte Intel weltweit 15.000 Stellen gestrichen, davon 3000 in Oregon. Damals geschah dies teils durch freiwillige Abfindungsangebote oder Frühverrentung - diesmal sollen gezielte Kündigungen erfolgen, basierend auf Leistung und strategischer Relevanz.
Obwohl Intel 2024 von der US-Regierung 7,9 Milliarden Dollar an Subventionen zugesprochen bekam - darunter auch eine Milliarde aus dem CHIPS Act - bleibt die Zukunft vieler geplanter Investitionen ungewiss. Der Ausbau einer Fabrik in Ohio wurde bereits auf 2030 verschoben, da der Bedarf nicht ausreiche, um die Kosten zu rechtfertigen.
Intels neuer Chef Lip-Bu Tan strebt eine Verschlankung der Unternehmensstruktur an, betont aber zugleich die Bedeutung qualifizierter Ingenieure. Ob sich dieser Spagat zwischen Sparmaßnahmen und Innovationsdruck bewältigen lässt, bleibt abzuwarten.
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Die zweite Welle
Unter den Beschäftigten dürften damit nun Wochen des Bangens beginnen. Die meisten Entlassungen beabsichtigt das Intel-Management, den Betroffenen im Juli mitzuteilen. "Diese Entscheidungen sind schmerzhaft, aber notwendig, um unsere wirtschaftliche Lage zu stabilisieren", sagte Naga Chandrasekaran, Leiter der Fertigung bei Intel, in einer E-Mail an die Mitarbeitenden. Die Nachricht wurde von mehreren Beschäftigten gegenüber der US-Zeitung The Oregonian bestätigt.Intel äußerte sich nicht direkt zu dem internen Schreiben, betonte jedoch in einer Stellungnahme, man wolle die Betroffenen "mit Respekt und Fürsorge" behandeln. Die Umstrukturierungen seien nötig, um das Unternehmen langfristig zu stärken und die Effizienz zu erhöhen. Bereits im April hatte Intel angekündigt, dass Entlassungen bevorstehen - wie tiefgreifend sie ausfallen würden, blieb jedoch bislang unklar.
Besonders betroffen ist voraussichtlich der Bundesstaat Oregon, wo sich das Herzstück der Intel-Fertigung befindet. Dort beschäftigt das Unternehmen rund 20.000 Menschen - mehr als jedes andere Unternehmen im Staat. Schon im vergangenen Jahr hatte Intel weltweit 15.000 Stellen gestrichen, davon 3000 in Oregon. Damals geschah dies teils durch freiwillige Abfindungsangebote oder Frühverrentung - diesmal sollen gezielte Kündigungen erfolgen, basierend auf Leistung und strategischer Relevanz.
Investitionen unsicher
Der Konzern steht unter starkem Wettbewerbsdruck und hat auch mit gravierenden strategischen Fehlern aus der Vergangenheit zu kämpfen. Zugleich belasten rückläufige Verkaufszahlen und verpasste technologische Entwicklungen das Unternehmen. Die jetzt angekündigten Maßnahmen könnten über 10.000 Stellen betreffen, glauben Mitarbeitende.Obwohl Intel 2024 von der US-Regierung 7,9 Milliarden Dollar an Subventionen zugesprochen bekam - darunter auch eine Milliarde aus dem CHIPS Act - bleibt die Zukunft vieler geplanter Investitionen ungewiss. Der Ausbau einer Fabrik in Ohio wurde bereits auf 2030 verschoben, da der Bedarf nicht ausreiche, um die Kosten zu rechtfertigen.
Intels neuer Chef Lip-Bu Tan strebt eine Verschlankung der Unternehmensstruktur an, betont aber zugleich die Bedeutung qualifizierter Ingenieure. Ob sich dieser Spagat zwischen Sparmaßnahmen und Innovationsdruck bewältigen lässt, bleibt abzuwarten.
Zusammenfassung
- Intel plant Entlassung von bis zu 20 Prozent der Produktionsmitarbeiter
- Betroffene Mitarbeiter sollen im Juli über ihre Kündigung informiert werden
- Besonders stark betroffen ist der Bundesstaat Oregon mit 20.000 Beschäftigten
- Trotz Subventionen von 7,9 Milliarden Dollar bleibt die Zukunft ungewiss
- Die Entlassungen erfolgen aufgrund von Wettbewerbsdruck und strategischen Fehlern
- Der neue Intel-Chef Lip-Bu Tan strebt eine schlankere Unternehmensstruktur an
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