Huawei Mate X7 im Test: Auffälliges Foldable ohne Google-Dienste

Das Huawei Mate X7 zählt zu den auffälligeren Foldables auf dem Markt: Mit hochwertigem Design, sehr hellen Displays und einer ungewöhnlichen Kamera setzt es klare Akzente. Gleichzeitig erschweren der hohe Preis und die fehlenden Google-Dienste den Alltag vieler Nutzer deutlich, wie sich im Test unseres Kollegen Andrzej Tokarski zeigt.

Optisch präsentiert sich das Gerät klar im Premium-Segment. Ein Metallrahmen und eine Rückseite aus Kunstleder sorgen für einen hochwertigen Eindruck, während das auffällige Farbdesign aus der Masse heraussticht. Mit 4,5 mm im aufgeklappten Zustand und 9,5 mm gefaltet gehört es zu den schlankeren Foldables. Auch die IP58/IP59-Zertifizierung ist für diese Geräteklasse ein Pluspunkt.

Das Mate X7 bietet zwei OLED-Displays: innen ein 8-Zoll-Panel mit 120 Hz und bis zu 2.500 Nits, außen ein 6,49-Zoll-Display mit ebenfalls 120 Hz und bis zu 3.000 Nits. Beide Bildschirme überzeugen im Alltag durch hohe Helligkeit und gute Darstellung. Die Falz ist spürbar, fällt im täglichen Gebrauch aber kaum auf. Gerade unterwegs zeigt das große Innendisplay seinen Mehrwert, etwa beim Lesen oder beim Videokonsum.
Huawei Mate X7 Huawei Mate X7 Huawei Mate X7
Bei der Kamera sticht vor allem die Hauptlinse hervor: Sie verfügt über eine variable Blende von f/1.5 bis f/4 - ein seltenes Feature im Smartphone-Bereich. Dadurch sind echte optische Effekte wie Bokeh oder Sonnensterne möglich, ohne sich allein auf Software zu verlassen. Die generelle Bildqualität ist gut, erreicht aber nicht ganz die absolute Spitzenklasse. Tele- und Ultraweitwinkel liefern solide Ergebnisse, während die Frontkameras eher schwach ausfallen.

Im Alltag arbeitet das Gerät trotz schwächerer Benchmark-Werte flüssig. Multitasking funktioniert problemlos, bei längerer Belastung drosselt der Prozessor jedoch spürbar. Für Gaming ist das Mate X7 daher nur eingeschränkt geeignet, während klassische Anwendungen und Mediennutzung gut laufen.

Größter Kritikpunkt bleibt die Software: Aufgrund fehlender Google-Dienste müssen Apps teils umständlich installiert werden. Zwar funktionieren viele Anwendungen über alternative Wege, doch insbesondere für Nutzer mit starker Google-Abhängigkeit ist das ein klarer Nachteil.

Die Akkulaufzeit fällt solide aus, mit deutlichen Unterschieden je nach Nutzung des Innen- oder Außendisplays. Insgesamt zeigt sich das Mate X7 als technisch interessantes Foldable mit besonderen Stärken bei Display und Kamera. Für die breite Masse ist es jedoch aufgrund von Preis und Software-Einschränkungen nur bedingt empfehlenswert.

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