Stadt ist zu schmutzig und unsicher:
Microsoft Build verlässt Seattle

Microsoft zieht seine Build-Entwicklerkonferenz aus Seattle ab. Ab 2026 wird die Veranstaltung an einem neuen Ort stattfinden. Als Gründe werden Sicherheitsbedenken und Probleme mit Obdachlosigkeit und Drogen in der Stadt genannt.
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Seattle verliert die große Microsoft-Entwicklerkonferenz

Microsoft wird seine renommierte Build-Entwicklerkonferenz 2026 bzw. wohl auch ab diesem Jahr nicht mehr in Seattle veranstalten. Der Softwaregigant hat alle Reservierungen für das Seattle Convention Center "für alle zukünftigen Jahre" storniert. Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära für die seit 2017 in der Stadt beheimatete Veranstaltung und bedeutet einen erheblichen wirtschaftlichen Verlust für Seattle.

Unsere Pläne für Build 2026 haben sich geändert, aber unsere Vision, Entwickler und Builder bei einer großen Veranstaltung im nächsten Jahr zu stärken, bleibt unverändert
Microsoft-Sprecher
Das Unternehmen dankte der Stadt und der Gemeinschaft für ihre Unterstützung über die Jahre hinweg, gab jedoch selbst keine konkreten Gründe für den Umzug bekannt.

Laut The Seattle Medium, das über die Entscheidung berichtete, könnten jedoch Erfahrungen der Konferenzteilnehmer in der Innenstadt von Seattle eine entscheidende Rolle gespielt haben. In einer internen E-Mail wurden "die allgemeine Unsauberkeit der Straßen, sichtbarer Drogenkonsum und die Präsenz von obdachlosen Personen" als Faktoren genannt, die zur Entscheidung beigetragen haben sollen. Microsoft hatte diese Bedenken bereits früher geäußert, und die Tourismus-Organisation Visit Seattle arbeitete aktiv mit der Polizei und anderen Organisationen zusammen, um diese Probleme anzugehen.

Wandernde Konferenz mit bewegter Geschichte

Die Build-Konferenz hat eine bewegte Standortgeschichte hinter sich. Die erste Ausgabe fand 2011 in Anaheim, Kalifornien, statt und konzentrierte sich stark auf Windows 8, Windows Server 2012 und Visual Studio 2012. Ein Jahr später wurde die Konferenz auf den Microsoft-Campus in Redmond verlegt, bevor sie von 2013 bis 2016 im Moscone Center in San Francisco stattfand.

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2017 holte Microsoft die Veranstaltung schließlich nach Seattle. Die Nähe zum Microsoft-Hauptcampus in Redmond ermöglichte eine stärkere Beteiligung der eigenen Ingenieure und Führungskräfte und bot den Teilnehmern ein integriertes Erlebnis. Die Konferenz entwickelte sich zu einem Aushängeschild für Seattles Innovation und globale Technologiepräsenz.

Rückläufige Teilnehmerzahlen

Interne Dokumente zeigen, dass Microsoft ursprünglich mindestens 4500 Teilnehmer für Build 2026 erwartete. An der diesjährigen Veranstaltung nahmen jedoch nur knapp 3000 Personen teil, was eine Preissenkung der Tickets zur Folge hatte, um das interne Ziel von 3000 Teilnehmern zu erreichen. Diese rückläufigen Zahlen dürften ebenfalls zur Entscheidung beigetragen haben, den Standort zu wechseln.

Die Microsoft-Führung glaubt offenbar, dass sie das Programm durch den Umzug aus Seattle besser neu beleben und die Teilnehmerzahlen steigern kann. Als wahrscheinliche neue Standorte gelten San Francisco oder Las Vegas, wobei Microsoft bereits die Ignite 2025 im November in San Francisco abhalten wird. Allerdings hat San Francisco seine eigenen Probleme mit Obdachlosigkeit und öffentlichem Drogenkonsum, die mindestens so ausgeprägt sind wie in Seattle - wenn nicht sogar mehr.

Was haltet ihr von Microsofts Entscheidung, die Build-Konferenz aus Seattle abzuziehen? Sind die genannten Gründe nachvollziehbar oder stecken andere Faktoren dahinter? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft verlegt Build-Konferenz ab 2026 aus Seattle an neuen Ort
  • Sicherheitsbedenken und Probleme mit Obdachlosigkeit als Hauptgründe
  • Unsaubere Straßen und sichtbarer Drogenkonsum trüben Konferenzerlebnis
  • Rückläufige Teilnehmerzahlen spielten vermutlich ebenso eine Rolle
  • San Francisco oder Las Vegas gelten als wahrscheinliche neue Standorte
  • Konferenz hat bewegte Geschichte mit verschiedenen früheren Standorten
  • Ende einer Ära für die seit 2017 in Seattle beheimatete Veranstaltung

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