Apple: Regierungen fordern tausendfach Zugang zu Push-Nachrichten
Apple hat erstmals konkrete Zahlen veröffentlicht, wie häufig Regierungen weltweit Daten zu Push-Benachrichtigungen anfordern - und teilweise auch erhalten. Demnach hat Apple in Tausenden Fällen entsprechende Informationen bereitgestellt.
Besonders brisant ist demnach ein bislang unbeantworteter Antrag aus Israel: Die dortige Regierung forderte im Rahmen einer einzigen Anfrage Daten zu fast 700 Push-Benachrichtigungen. Zwar reagierte Apple darauf nicht mit einer Datenlieferung, doch der Umfang der Anfrage verdeutlicht das Interesse von Staaten an dieser Art von Metadaten.
Erstmals bekannt wurde diese Praxis 2023, als der US-Senator Ron Wyden das US-Justizministerium in einem Schreiben darauf aufmerksam machte. Neben Apple sei auch Google betroffen. Den Unternehmen würden dabei Metadaten wie der Empfänger einer Benachrichtigung, der Zeitpunkt sowie das zugeordnete Konto übermittelt. In bestimmten Fällen erhielten sie auch unverschlüsselte Inhalte, etwa den Text einer Benachrichtigung oder interne Anweisungen an eine App.
Die von Apple nun veröffentlichten Daten umfassen Zeiträume von jeweils sechs Monaten - von Juli 2022 bis Juni 2024. Sie zeigen unter anderem, dass die USA zwischen Juli und Dezember 2023 insgesamt 99 Anfragen zu 345 Push-Tokens stellten und in 65 Fällen Daten erhielten. Großbritannien stellte 123 Anfragen und erhielt in 111 Fällen Informationen. Auch Deutschland bekam in fünf Fällen Daten zugesendet, während die Niederlande und Frankreich leer ausgingen.
Apple erklärte in dem Bericht, dass sogenannte Push-Token-Anfragen sich auf ein eindeutiges Identifikationsmerkmal des Benachrichtigungssystems beziehen. Diese Anfragen zielen meist darauf ab, personenbezogene Daten wie Name, Adresse oder E-Mail des zugehörigen Apple-Kontos zu ermitteln. Seit Dezember 2023 verlangt Apple für die Herausgabe solcher Daten eine richterliche Anordnung - zuvor reichte eine einfache Vorladung aus.
Siehe auch:
Teils auch Inhalte
Die übermittelten Daten können zur Identifizierung einzelner Geräte führen. In manchen Fällen könnten sogar unverschlüsselte Inhalte wie der tatsächliche Text der Benachrichtigung enthalten sein, berichtete das US-Magazin 404media.Besonders brisant ist demnach ein bislang unbeantworteter Antrag aus Israel: Die dortige Regierung forderte im Rahmen einer einzigen Anfrage Daten zu fast 700 Push-Benachrichtigungen. Zwar reagierte Apple darauf nicht mit einer Datenlieferung, doch der Umfang der Anfrage verdeutlicht das Interesse von Staaten an dieser Art von Metadaten.
Erstmals bekannt wurde diese Praxis 2023, als der US-Senator Ron Wyden das US-Justizministerium in einem Schreiben darauf aufmerksam machte. Neben Apple sei auch Google betroffen. Den Unternehmen würden dabei Metadaten wie der Empfänger einer Benachrichtigung, der Zeitpunkt sowie das zugeordnete Konto übermittelt. In bestimmten Fällen erhielten sie auch unverschlüsselte Inhalte, etwa den Text einer Benachrichtigung oder interne Anweisungen an eine App.
Die von Apple nun veröffentlichten Daten umfassen Zeiträume von jeweils sechs Monaten - von Juli 2022 bis Juni 2024. Sie zeigen unter anderem, dass die USA zwischen Juli und Dezember 2023 insgesamt 99 Anfragen zu 345 Push-Tokens stellten und in 65 Fällen Daten erhielten. Großbritannien stellte 123 Anfragen und erhielt in 111 Fällen Informationen. Auch Deutschland bekam in fünf Fällen Daten zugesendet, während die Niederlande und Frankreich leer ausgingen.
Zugang wird schwerer
Im darauffolgenden Halbjahr (Januar bis Juni 2024) erhielt Großbritannien in 127 Fällen und die USA in 36 Fällen Daten. Deutschland war erneut erfolgreich, Singapur hingegen nicht.Apple erklärte in dem Bericht, dass sogenannte Push-Token-Anfragen sich auf ein eindeutiges Identifikationsmerkmal des Benachrichtigungssystems beziehen. Diese Anfragen zielen meist darauf ab, personenbezogene Daten wie Name, Adresse oder E-Mail des zugehörigen Apple-Kontos zu ermitteln. Seit Dezember 2023 verlangt Apple für die Herausgabe solcher Daten eine richterliche Anordnung - zuvor reichte eine einfache Vorladung aus.
Zusammenfassung
- Apple veröffentlicht erstmals Zahlen zu Regierungsanfragen bei Push-Daten
- Tausende Fälle dokumentiert, in denen Behörden Zugriff auf Metadaten erhielten
- Israelische Regierung forderte Daten zu fast 700 Push-Benachrichtigungen
- USA und Großbritannien stellten die meisten erfolgreichen Anfragen
- Deutschland erhielt in mehreren Fällen Zugang zu angeforderten Push-Daten
- Push-Token ermöglichen die Identifikation von Geräten und Apple-Konten
- Seit Dezember 2023 verlangt Apple für Datenherausgabe richterliche Anordnung
Siehe auch:
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