Neues Outlook: Juni-Update mit massiven Verbesserungen - Das ist neu

Offline-Modus, PST-Dateien, Copilot-Kontrolle: Diese drei Bereiche verbessert Microsoft mit dem neuen Outlook-Update drastisch. Nach monatelanger Kritik reagiert der Konzern auf die wichtigsten Nutzer­beschwerden und erweitert die Funktionen erheblich.
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Offline-Funktionen deutlich erweitert

Die Offline-Funktionalität wurde deutlich verbessert: Der Standard-Synchronisierungszeitraum für E-Mails im Offline-Modus wurde von sieben auf 30 Tage erweitert. Nutzer können nun auch im Offline-Modus auf Suchordner zugreifen und versehentlich gesendete E-Mails zurückholen. Diese Verbesserungen dürften besonders für Vielreisende und Nutzer mit instabiler Internetverbindung von Bedeutung sein.

Die erweiterte Offline-Funktionalität war eine der meistgewünschten Funktionen seit der Einführung der neuen Outlook-Version. Ursprünglich war das neue Outlook als reine Web-Anwendung konzipiert, was bei vielen Nutzern für Kritik sorgte, da sie gewohnt waren, ihre E-Mails auch ohne Internetverbindung bearbeiten zu können. Mit der Erweiterung auf 30 Tage nähert sich Microsoft den Erwartungen der Nutzer an, die von der klassischen Outlook-Version eine umfassende Offline-Verfügbarkeit gewohnt sind.

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PST-Unterstützung wird ausgebaut

Ein weiterer Fortschritt betrifft die PST-Dateiunterstützung. Mit dem Update können Nutzer E-Mails in PST-Dateien beantworten und weiterleiten. Microsoft hat angekündigt, die PST-Unterstützung in künftigen Updates weiter auszubauen. Für Nutzer mit umfangreichen E-Mail-Archiven ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung Kompatibilität mit der klassischen Outlook-Version.

PST-Dateien (Personal Storage Table) sind seit Jahrzehnten das Standard-Archivformat für Outlook-Nutzer. Viele Unternehmen und Privatpersonen haben über Jahre hinweg umfangreiche E-Mail-Archive in diesem Format aufgebaut. Die eingeschränkte PST-Unterstützung in der neuen Outlook-Version war daher ein erhebliches Hindernis für den Umstieg. Mit der schrittweisen Verbesserung der PST-Funktionalität zeigt Microsoft, dass das Unternehmen die Bedenken der Nutzer ernst nimmt.

Copilot-Kontrolle und KI-Features

Wer die KI-Funktionen von Microsofts Copilot in Outlook nicht nutzen möchte, kann diese vollständig deaktivieren. Hierfür muss man lediglich die Einstellungen öffnen, zu "Copilot > Copilot-Steuerung" navigieren und den Schalter "Copilot aktivieren" ausschalten. Dies dürfte Nutzer freuen, die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes haben oder die Benutzeroberfläche schlanker halten möchten.

Für Inhaber einer Copilot-Pro-Lizenz oder AI-Credits durch ein Microsoft 365 Personal- oder Family-Abonnement gibt es eine Verbesserung: Die Copilot-Funktionen stehen inzwischen für alle verbundenen E-Mail-Konten zur Verfügung - nicht nur für das Konto mit dem Copilot-Zugang. Dies gilt für Microsoft-Konten wie Outlook.com, Hotmail.com, Live.com und MSN.com, aber auch für Drittanbieter wie Gmail, Yahoo und iCloud.

Eine neue E-Mail-Coaching-Funktion mit Copilot hilft zudem bei der Formulierung wichtiger Nachrichten. Die KI gibt Vorschläge zu Tonfall, Klarheit und vermutlicher Wirkung auf den Empfänger, bevor die E-Mail abgeschickt wird. Diese Funktion basiert auf Microsofts bzw. OpenAIs (ChatGPT) Sprachmodellen und soll besonders bei geschäftlicher Kommunikation helfen.

Organisatorische Verbesserungen

Privatnutzer können jetzt E-Mails nahtlos zwischen verschiedenen Konten verschieben. Für Unternehmensnutzer ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert und kann von Administratoren entsprechend den Unternehmensrichtlinien konfiguriert werden. Diese Unterscheidung trägt den verschiedenen Sicherheitsanforderungen von Privat- und Geschäftsnutzern Rechnung.

Eine weitere Neuerung betrifft die Favoritenliste: Gemeinsam genutzte Ordner können jetzt zu den Favoriten hinzugefügt werden, was den Zugriff auf wichtige geteilte Inhalte erleichtert. Außerdem werden externe Kontakte in der Autovervollständigung jetzt mit einem "Extern"-Tag gekennzeichnet, was besonders in Unternehmensumgebungen die Übersicht verbessert und versehentliche Datenlecks verhindern kann.

Trotz der umfangreichen Verbesserungen bleibt abzuwarten, ob Microsoft mit diesem Update die zahlreichen Kritiker der webbasierten Outlook-Version überzeugen kann.

Was haltet ihr von den neuen Funktionen? Nutzt ihr bereits die neue Outlook-Version, oder bleibt ihr beim klassischen Outlook? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Erweiterung des Offline-Modus von sieben auf 30 Tage für E-Mails
  • Verbesserte PST-Unterstützung mit Antwort- und Weiterleitungsfunktion
  • Möglichkeit zur vollständigen Deaktivierung der Copilot-KI-Funktionen
  • Copilot-Funktionen nun für alle verbundenen E-Mail-Konten verfügbar
  • Neue E-Mail-Coaching-Funktion mit KI für bessere Formulierungen
  • Nahtloses Verschieben von E-Mails zwischen verschiedenen Konten
  • Gemeinsam genutzte Ordner können zu Favoriten hinzugefügt werden

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