ESA korrigiert kosmischen "Fehler", schickt den "Donauwalzer" ins All
Der "Donauwalzer" von Johann Strauss II wird am 31. Mai ins All gesendet. Die ESA markiert damit den 200. Geburtstag des Komponisten und korrigiert einen "kosmischen Fehler" - denn der Walzer fehlte 1977 auf der berühmten Golden Records der Voyager-Sonden.
Obwohl die Musik theoretisch in Echtzeit in Radiosignale umgewandelt werden könnte, wird eine vorab aufgezeichnete Version der Orchesterprobe vom Vortag übertragen, um technische Probleme zu vermeiden. Die Live-Aufführung liefert dazu die Begleitung. Die Übertragung erfolgt über die große Radioantenne der ESA in Spanien, die Teil des Tiefraumnetzwerks der Weltraumagentur ist. Die Antenne wird in Richtung der Voyager 1 ausgerichtet, damit die "Blaue Donau" in diese Richtung reist - damit wird auch symbolisch ein historischer "Fehler" korrigiert, denn auf den beiden Golden Records der beiden Voyager-Missionen fehlte der Donauwalzer, so eine Seite des Wien-Tourismus.
Die goldenen Schallplatten enthielten Klänge und Bilder der Erde sowie 90 Minuten Musik. Der verstorbene Astronom Carl Sagan leitete das Komitee, das Stücke von Bach, Beethoven, Mozart und Strawinsky sowie moderne und indigene Musikstücke auswählte. Unter den nicht berücksichtigten Komponisten war Johann Strauss II, dessen "Blaue Donau" in Kubricks Film zu sehen war.
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Die Europäische Weltraumorganisation erklärt, dass die Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit reisen werden - mit etwa einer Milliarde km/h. Das bedeutet, dass die Musik in nur 1,5 Sekunden den Mond passiert, in 4,5 Minuten den Mars, in 37 Minuten den Jupiter und in vier Stunden den Neptun. Innerhalb von 23 Stunden werden die Signale so weit von der Erde entfernt sein wie die Voyager 1, das am weitesten entfernte Raumfahrzeug der Menschheit, das sich in mehr als 24 Milliarden Kilometern im interstellaren Raum befindet.
Die Radioantenne in Spanien, über die das Stück gesendet wird, hat einen Durchmesser von etwa 35 Metern und wird von der ESA betrieben. Sie unterstützt normalerweise unbemannte europäische Missionen zur Erforschung der Marsoberfläche, zur Erstellung einer Sternenkarte und zur Aufnahme von Nahaufnahmen der Sonne. Für die Übertragung des Walzers wird sie eine Pause von dieser Arbeit einlegen.
"Musik verbindet uns alle durch Zeit und Raum auf eine ganz besondere Weise", erklärte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. "Die Europäische Weltraumorganisation freut sich, die Bühne mit Johann Strauss II zu teilen und die Fantasie zukünftiger Weltraumwissenschaftler und Entdecker anzuregen, die eines Tages zur Hymne des Weltraums reisen könnten."
Dies ist nicht das erste Mal, dass Menschen Musik tief in den Weltraum senden. Im vergangenen Jahr schickte die NASA den Song "The Rain (Supa Dupa Fly)" von Missy Elliott zur Venus. Und 2008 feierte die NASA ihr 50-jähriges Bestehen, indem sie "Across the Universe" von den Beatles in den tiefen Weltraum sendete.
Was haltet ihr von dieser kosmischen Musikübertragung? Welches Musikstück würdet ihr ins Weltall senden? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
"An der schönen blauen Donau" auf kosmischer Reise
Der vielleicht berühmteste Walzer der Welt, also "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauss II, wird Ende Mai ins All geschickt, um den 200. Geburtstag des "Walzerkönigs" zu feiern. Das klassische Stück wird in den Kosmos gesendet, während es von den Wiener Symphonikern aufgeführt wird. Die Übertragung am 31. Mai - per Livestream mit kostenlosen öffentlichen Vorführungen in Wien, Madrid und New York - feiert gleichzeitig das 50-jährige Bestehen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).Obwohl die Musik theoretisch in Echtzeit in Radiosignale umgewandelt werden könnte, wird eine vorab aufgezeichnete Version der Orchesterprobe vom Vortag übertragen, um technische Probleme zu vermeiden. Die Live-Aufführung liefert dazu die Begleitung. Die Übertragung erfolgt über die große Radioantenne der ESA in Spanien, die Teil des Tiefraumnetzwerks der Weltraumagentur ist. Die Antenne wird in Richtung der Voyager 1 ausgerichtet, damit die "Blaue Donau" in diese Richtung reist - damit wird auch symbolisch ein historischer "Fehler" korrigiert, denn auf den beiden Golden Records der beiden Voyager-Missionen fehlte der Donauwalzer, so eine Seite des Wien-Tourismus.
Der Donauwalzer "fliegt" bald doch noch in den Weltraum
Die goldenen Schallplatten enthielten Klänge und Bilder der Erde sowie 90 Minuten Musik. Der verstorbene Astronom Carl Sagan leitete das Komitee, das Stücke von Bach, Beethoven, Mozart und Strawinsky sowie moderne und indigene Musikstücke auswählte. Unter den nicht berücksichtigten Komponisten war Johann Strauss II, dessen "Blaue Donau" in Kubricks Film zu sehen war.
Vom Filmklassiker ins echte All
Der Walzer von Johann Strauss II ist seit seiner Verwendung in Stanley Kubricks Science-Fiction-Klassiker "2001: Odyssee im Weltraum" von 1968 untrennbar mit der Raumfahrt verbunden. In dem Film erklingt die "Blaue Donau" während der berühmten Sequenz am Anfang des Filmes, in der ein Raumschiff an einer Raumstation andockt.
Auf YouTube ansehenDie Europäische Weltraumorganisation erklärt, dass die Radiosignale mit Lichtgeschwindigkeit reisen werden - mit etwa einer Milliarde km/h. Das bedeutet, dass die Musik in nur 1,5 Sekunden den Mond passiert, in 4,5 Minuten den Mars, in 37 Minuten den Jupiter und in vier Stunden den Neptun. Innerhalb von 23 Stunden werden die Signale so weit von der Erde entfernt sein wie die Voyager 1, das am weitesten entfernte Raumfahrzeug der Menschheit, das sich in mehr als 24 Milliarden Kilometern im interstellaren Raum befindet.
Die Radioantenne in Spanien, über die das Stück gesendet wird, hat einen Durchmesser von etwa 35 Metern und wird von der ESA betrieben. Sie unterstützt normalerweise unbemannte europäische Missionen zur Erforschung der Marsoberfläche, zur Erstellung einer Sternenkarte und zur Aufnahme von Nahaufnahmen der Sonne. Für die Übertragung des Walzers wird sie eine Pause von dieser Arbeit einlegen.
"Musik verbindet uns alle durch Zeit und Raum auf eine ganz besondere Weise", erklärte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. "Die Europäische Weltraumorganisation freut sich, die Bühne mit Johann Strauss II zu teilen und die Fantasie zukünftiger Weltraumwissenschaftler und Entdecker anzuregen, die eines Tages zur Hymne des Weltraums reisen könnten."
Dies ist nicht das erste Mal, dass Menschen Musik tief in den Weltraum senden. Im vergangenen Jahr schickte die NASA den Song "The Rain (Supa Dupa Fly)" von Missy Elliott zur Venus. Und 2008 feierte die NASA ihr 50-jähriges Bestehen, indem sie "Across the Universe" von den Beatles in den tiefen Weltraum sendete.
Was haltet ihr von dieser kosmischen Musikübertragung? Welches Musikstück würdet ihr ins Weltall senden? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- ESA sendet Donauwalzer am 31. Mai ins All zum 200. Geburtstag von Strauss
- Liveübertragung der Wiener Symphoniker aus Wien, Madrid und New York
- Symbolische Korrektur eines Fehlers: Der Walzer fehlte auf den Voyager-Platten
- Seit Kubricks Film '2001: Odyssee im Weltraum' mit Raumfahrt verbunden
- Radiosignale erreichen den Mond in 1,5 Sekunden und Voyager 1 in 23 Stunden
- 35-Meter-Radioantenne in Spanien unterbricht normale Mission für Übertragung
- Nicht die erste kosmische Musikübertragung: NASA sendete bereits andere Stücke
Siehe auch:
- Voyager 1: Verloren geglaubte Triebwerke springen nochmal an
- Notreserve im roten Bereich: Neue Maßnahmen für Voyager 1 & 2 nötig
- Kontakt hergestellt: Uralt-Radioteleskop empfängt Voyager 1-Signale
- Voyager-Sonden: Es wird langsam eng - Stromversorgung macht Sorgen
- Noch einmal gut gegangen: Voyager 1 funkt wieder Daten zur Erde
Themen:
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