Noch einmal gut gegangen:
Voyager 1 funkt wieder Daten zur Erde
Eine gute Nachricht aus einer Entfernung von beeindruckenden 24,9 Milliarden Kilometern: Die über 46 Jahre alte Raumsonde Voyager 1 hat den regulären Betrieb wieder aufgenommen und sendet erneut wissenschaftliche Daten zur Erde.
Auch technische Probleme häuften sich. So sendete Voyager 1 im vergangenen Jahr sechs Monate lang fehlerhafte Daten, bevor das Problem behoben werden konnte. Am 19. Oktober 2023 kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Die Sonde hörte auf, Signale zur Erde zu übertragen.
Erstaunlicherweise gelang es dem Bordcomputer der Sonde, die Störung selbst zu beheben. Voyager 1 schaltete von ihrem üblichen X-Band-Sender auf einen S-Band-Sender um - ein System, das seit 1981 nicht mehr genutzt worden war, aber noch immer funktioniert.
"Das Team vermutete, dass das Fehlerschutzsystem der Sonde ausgelöst wurde und den X-Band-Sender abschaltete", erklärte NASA-Sprecher Tony
Greicius im Voyager-Blog. "Der S-Band-Sender benötigt zwar weniger Energie, sendet jedoch ein schwächeres Signal auf einer anderen Frequenz. Angesichts der enormen Entfernung waren wir uns nicht sicher, ob die Erde das Signal überhaupt empfangen könnte. Doch Ingenieure des Deep Space Network konnten es schließlich lokalisieren."
Die Raumsonde, die ursprünglich für eine Mission von fünf Jahren ausgelegt war, könnte mit etwas Glück noch einige Jahre wertvolle Daten aus den Tiefen des Weltraums liefern. Das wäre insbesondere auch deshalb wünschenswert, da sich in absehbarer Zeit kein anderes Forschungs-Objekt so weit von der Erde entfernen wird wie die Voyager-Sonden.
Siehe auch:
X-Band wieder aktiv
Die 1977 gestarteten Voyager-Sonden haben über Jahrzehnte hinweg Meilensteine in der Raumfahrt gesetzt. Sie durchquerten das Sonnensystem, passierten Planeten und lieferten wegweisende Erkenntnisse. Doch die Belastungen der Zeit und der begrenzte Treibstoffvorrat setzen den alternden Sonden zunehmend zu. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, musste die NASA in den letzten Jahren mehrere wissenschaftliche Instrumente abschalten.Auch technische Probleme häuften sich. So sendete Voyager 1 im vergangenen Jahr sechs Monate lang fehlerhafte Daten, bevor das Problem behoben werden konnte. Am 19. Oktober 2023 kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Die Sonde hörte auf, Signale zur Erde zu übertragen.
Erstaunlicherweise gelang es dem Bordcomputer der Sonde, die Störung selbst zu beheben. Voyager 1 schaltete von ihrem üblichen X-Band-Sender auf einen S-Band-Sender um - ein System, das seit 1981 nicht mehr genutzt worden war, aber noch immer funktioniert.
"Das Team vermutete, dass das Fehlerschutzsystem der Sonde ausgelöst wurde und den X-Band-Sender abschaltete", erklärte NASA-Sprecher Tony
Greicius im Voyager-Blog. "Der S-Band-Sender benötigt zwar weniger Energie, sendet jedoch ein schwächeres Signal auf einer anderen Frequenz. Angesichts der enormen Entfernung waren wir uns nicht sicher, ob die Erde das Signal überhaupt empfangen könnte. Doch Ingenieure des Deep Space Network konnten es schließlich lokalisieren."
Mission geht weiter
Inzwischen konnte die NASA durch den so entstandenen Kontakt den X-Band-Sender wieder reaktivieren. Voyager 1 hat den Betrieb seiner verbliebenen vier wissenschaftlichen Instrumente wieder aufgenommen. Das Team arbeitet daran, die Sonde vollständig in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen, einschließlich eines Neustarts des Systems zur Synchronisierung der Bordcomputer.Die Raumsonde, die ursprünglich für eine Mission von fünf Jahren ausgelegt war, könnte mit etwas Glück noch einige Jahre wertvolle Daten aus den Tiefen des Weltraums liefern. Das wäre insbesondere auch deshalb wünschenswert, da sich in absehbarer Zeit kein anderes Forschungs-Objekt so weit von der Erde entfernen wird wie die Voyager-Sonden.
Zusammenfassung
- Voyager 1 sendet nach Störung wieder wissenschaftliche Daten zur Erde
- Raumsonde wechselte selbstständig auf S-Band-Sender aus dem Jahr 1981
- NASA konnte X-Band-Sender reaktivieren und vier Instrumente einschalten
- Team arbeitet an vollständiger Wiederherstellung des Ursprungszustands
- 46 Jahre alte Sonde könnte noch Jahre wertvolle Daten aus dem All liefern
- Voyager-Missionen lieferten über Jahrzehnte wegweisende Erkenntnisse
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