Xiaomi entwickelt eigenen Prozessor:
Xring 01 greift Qualcomm & Co. an
Xiaomi steigt in die Liga der Smartphone-Hersteller mit eigenen Chips auf. Der chinesische Technologieriese kündigt seinen neuen Prozessor Xring 01 an, der noch diesen Monat vorgestellt werden soll. Damit folgt das Unternehmen dem Trend zur vertikalen Integration in der Mobilfunkbranche.
Wie Android Authority unter Berufung auf einen Weibo-Post von Xiaomi-Mitgründer Lei Jun, der den Chip offiziell bestätigt hat, berichtet, deuten frühere Leaks darauf hin, dass der neue Prozessor eine Leistung auf dem Niveau des Snapdragon 8 Gen 1 aus dem Jahr 2022 erreichen könnte. Das würde Xiaomi zwar nicht an die Spitze der Leistungstabelle katapultieren, wäre aber ein beachtlicher erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit von externen Chip-Lieferanten.
Die Entwicklung eigener Chips ist für Xiaomi kein Neuland. Bereits 2014 startete das Unternehmen mit der Chip-Entwicklung und brachte 2017 seinen ersten Mobilprozessor, den 28-Nanometer Pengpai S1, im Xiaomi 5C auf den Markt. Dieser frühe Versuch war jedoch nicht besonders erfolgreich und konnte sich gegen etablierte Lösungen von Qualcomm und MediaTek nicht durchsetzen.
Mit dem Xring 01 unternimmt Xiaomi nun einen neuen, ambitionierteren Anlauf. Der Name "Xring" könnte eine Anspielung auf den "X-Ring" sein, einen Begriff aus der Halbleiterindustrie, der für besonders leistungsfähige Chip-Designs steht. Für die Entwicklung des Xring 01 hat Xiaomi etwa 1000 Mitarbeiter eingestellt. Die Abteilung wird von einem ehemaligen Qualcomm-Direktor geleitet, der direkt an CEO Lei Jun berichtet. Diese Personalstruktur unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für das Unternehmen.
Das Unternehmen plant, den Chip in seinen Premium-Elektronikprodukten einzusetzen, darunter Smartphones und Tablets. Mit eigenen Chips könnte Xiaomi nicht nur die Abhängigkeit von Zulieferern reduzieren, sondern auch die Hardware- und Software-Integration verbessern - ein Vorteil, den Apple mit seinen hauseigenen Prozessoren seit Jahren demonstriert. Zudem könnte Xiaomi durch die Eigenentwicklung langfristig Kosten sparen und sich besser von der Konkurrenz differenzieren.
Der Schritt folgt einem branchenweiten Trend: Nach Apple mit seinen A-Series und M-Series Chips, Samsung mit den Exynos-Prozessoren und Google mit den Tensor-Chips versucht nun auch Xiaomi, mehr Kontrolle über seine Technologie-Lieferkette zu erlangen. Dies könnte besonders angesichts geopolitischer Spannungen und potenzieller Handelsbeschränkungen vor allem aus den USA von strategischer Bedeutung sein.
Was haltet ihr von Xiaomis Vorstoß in die Chip-Entwicklung? Glaubt ihr, dass der Xring 01 mit etablierten Prozessoren mithalten kann? Teilt eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Eigener Chip soll Xiaomi unabhängiger machen
Xiaomi hat offiziell bestätigt, dass ein neuer hauseigener Smartphone-Prozessor namens Xring 01 noch Ende Mai präsentiert wird. Damit reiht sich der chinesische Hersteller in die exklusive Liste der Smartphone-Produzenten ein, die ihre eigenen Chips entwickeln.Wie Android Authority unter Berufung auf einen Weibo-Post von Xiaomi-Mitgründer Lei Jun, der den Chip offiziell bestätigt hat, berichtet, deuten frühere Leaks darauf hin, dass der neue Prozessor eine Leistung auf dem Niveau des Snapdragon 8 Gen 1 aus dem Jahr 2022 erreichen könnte. Das würde Xiaomi zwar nicht an die Spitze der Leistungstabelle katapultieren, wäre aber ein beachtlicher erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit von externen Chip-Lieferanten.
Technische Spezifikationen und Leistung
Der neue Prozessor soll auf TSMCs 4-Nanometer-Technologie basieren, wobei Xiaomi bereits an einer 3-Nanometer-Version für die Zukunft arbeitet. Der Chip wird mit ARMs aktuellen CPU-Designs arbeiten, wobei der schnellste Kern, der Cortex-X925, mit 3,20 GHz takten soll.Die Entwicklung eigener Chips ist für Xiaomi kein Neuland. Bereits 2014 startete das Unternehmen mit der Chip-Entwicklung und brachte 2017 seinen ersten Mobilprozessor, den 28-Nanometer Pengpai S1, im Xiaomi 5C auf den Markt. Dieser frühe Versuch war jedoch nicht besonders erfolgreich und konnte sich gegen etablierte Lösungen von Qualcomm und MediaTek nicht durchsetzen.
Mit dem Xring 01 unternimmt Xiaomi nun einen neuen, ambitionierteren Anlauf. Der Name "Xring" könnte eine Anspielung auf den "X-Ring" sein, einen Begriff aus der Halbleiterindustrie, der für besonders leistungsfähige Chip-Designs steht. Für die Entwicklung des Xring 01 hat Xiaomi etwa 1000 Mitarbeiter eingestellt. Die Abteilung wird von einem ehemaligen Qualcomm-Direktor geleitet, der direkt an CEO Lei Jun berichtet. Diese Personalstruktur unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für das Unternehmen.
Das Unternehmen plant, den Chip in seinen Premium-Elektronikprodukten einzusetzen, darunter Smartphones und Tablets. Mit eigenen Chips könnte Xiaomi nicht nur die Abhängigkeit von Zulieferern reduzieren, sondern auch die Hardware- und Software-Integration verbessern - ein Vorteil, den Apple mit seinen hauseigenen Prozessoren seit Jahren demonstriert. Zudem könnte Xiaomi durch die Eigenentwicklung langfristig Kosten sparen und sich besser von der Konkurrenz differenzieren.
Der Schritt folgt einem branchenweiten Trend: Nach Apple mit seinen A-Series und M-Series Chips, Samsung mit den Exynos-Prozessoren und Google mit den Tensor-Chips versucht nun auch Xiaomi, mehr Kontrolle über seine Technologie-Lieferkette zu erlangen. Dies könnte besonders angesichts geopolitischer Spannungen und potenzieller Handelsbeschränkungen vor allem aus den USA von strategischer Bedeutung sein.
Was haltet ihr von Xiaomis Vorstoß in die Chip-Entwicklung? Glaubt ihr, dass der Xring 01 mit etablierten Prozessoren mithalten kann? Teilt eure Einschätzungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Xiaomi kündigt eigenen Smartphone-Prozessor Xring 01 für Ende Mai an
- Leistung soll mit Snapdragon 8 Gen 1 aus dem Jahr 2022 vergleichbar sein
- Prozessor basiert auf TSMCs 4-Nanometer-Technologie mit ARM-CPU-Designs
- Bereits 2017 brachte Xiaomi den wenig erfolgreichen Pengpai S1 Chip heraus
- Etwa 1000 Mitarbeiter unter Leitung eines Ex-Qualcomm-Direktors entwickeln
- Xiaomi folgt dem Trend zur vertikalen Integration nach Apple, Samsung, Google
- Eigene Chips könnten Abhängigkeit von Zulieferern reduzieren
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