Licht an, Netz an: O2 versteckt 5G in Deutschlands Straßenlaternen
O2 verwandelt gewöhnliche Straßenlaternen in 5G-Sendemasten. In den 25 größten deutschen Städten sollen die "Smart Poles" für besseren Empfang in belebten Innenstädten sorgen. Was besonders ist: Die Antennen sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
Die Tarnkappen-Sender - intern "Smart Poles" genannt - würden von Passanten kaum als Mobilfunkmasten erkannt werden. Äußerlich fast unverändert verbergen die modernen Leuchtmasten ausgereifte Mobilfunktechnik in ihrem Inneren. Bei der Umrüstung tauscht 5G Synergiewerk die herkömmliche Laterne komplett gegen einen Zwilling mit digitalem Herzen aus.
Das Hauptziel dieser stadtmöblierten Digitalisierung: Datenautobahnen schaffen, wo die Netze besonders belastet sind. O2 visiert primär die Innenstädte und Touristenmagneten an, wo sich Menschenmassen und damit Datennutzer konzentrieren. Die erste Welle der leuchtenden Mobilfunkhelfer rollt noch in diesem Jahr durch die 25 größten deutschen Metropolen.
Neue 5G Straßenleuchte von O2 Telefónica an der Frankfurter Messe
Neue Mega SIM-Tarife
Von 100 GB bis Unlimited ab 14,99 Euro
Im Wettlauf der Mobilfunkanbieter ist O2 mit diesem Konzept nicht allein: Auch die Konkurrenz hat das Potenzial der unsichtbaren Netzknoten erkannt. Vodafone setzte bereits 2022 in Köln auf leuchtende 5G-Verstärker, während die Deutsche Telekom in Berlin sogar Litfaßsäulen zu digitalen Informationsträgern im doppelten Sinne umrüstet. Infografik Mobilfunk: 5G-Lebenszyklus noch in der Anfangsphase
Gerade beim Münchner Oktoberfest, wo Hunderttausende Smartphones gleichzeitig nach Netz lechzen, sollen die getarnten Helfer in etwa 10 Metern Höhe für Entlastung sorgen. Direkt unter der energiesparenden LED-Beleuchtung sitzen die aktiven 5G-Antennen, die im schnellen High-Band bei 3,6 GHz funken - Telefónicas bevorzugtem Frequenzbereich für den 5G-Ausbau.
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Die Bewährungsprobe haben die Technik-Laternen bereits bestanden: In Köln transportieren die bestehenden 5G-Leuchten täglich rund 300 Gigabyte mobiles Datenvolumen durch O2s digitale Adern - eine beachtliche Menge, besonders angesichts des jährlichen Datenwachstums von etwa 30 Prozent.
Matthias Sauder, Director Networks von O2 Telefónica, erklärt den strategischen Ansatz: "Wir wollen eine nachhaltige digitale Vernetzung für Verbraucher und Unternehmen in den Städten fördern. Dazu verwandeln wir urbane Lichtquellen in digitale Knotenpunkte, die das Leben smarter und effizienter machen. Als Telekommunikationsanbieter helfen uns diese innovativen Funkzellen an der Straße dabei, den stetig wachsenden Datenverkehr in Großstädten optimal zu bewältigen."
Die zweifache Nutzung vorhandener Infrastruktur bietet neben der verbesserten Netzperformance auch städteplanerische Vorteile: Kein zusätzlicher Flächenverbrauch, keine umstrittenen Mobilfunkmasten im Stadtbild. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die aufwendige Glasfaseranbindung jeder einzelnen Hightech-Laterne - ein Faktor, der die ambitionierten Ausbaupläne ausbremsen könnte.
Was meint ihr: Geniale Ressourcennutzung oder versteckte "Strahlenquellen"? Begrüßt ihr den unsichtbaren 5G-Ausbau in eurer Stadt oder seid ihr skeptisch? Lasst uns eure Gedanken in den Kommentaren wissen.
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Siehe auch:
O2 baut bundesweit 5G-Masten aus
O2 Telefónica greift zu einem überraschenden Kniff im Rennen um die beste Mobilfunkabdeckung: Statt neue Funkmasten zu errichten, sollen tausende unscheinbare Alltagshelfer die 5G-Revolution tragen. Der Netzbetreiber verwandelt in Kooperation mit dem Spezialisten 5G Synergiewerk ganz normale Straßenlaternen in getarnte Hightech-Mobilfunkstationen - und das bundesweit.Die Tarnkappen-Sender - intern "Smart Poles" genannt - würden von Passanten kaum als Mobilfunkmasten erkannt werden. Äußerlich fast unverändert verbergen die modernen Leuchtmasten ausgereifte Mobilfunktechnik in ihrem Inneren. Bei der Umrüstung tauscht 5G Synergiewerk die herkömmliche Laterne komplett gegen einen Zwilling mit digitalem Herzen aus.
Das Hauptziel dieser stadtmöblierten Digitalisierung: Datenautobahnen schaffen, wo die Netze besonders belastet sind. O2 visiert primär die Innenstädte und Touristenmagneten an, wo sich Menschenmassen und damit Datennutzer konzentrieren. Die erste Welle der leuchtenden Mobilfunkhelfer rollt noch in diesem Jahr durch die 25 größten deutschen Metropolen.
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Pionierarbeit in Frankfurt, Köln und Würzburg
Die Idee der Straßenlaternen-Netzwerker ist bereits über das Experimentierstadium hinaus. Erste leuchtende 5G-Stationen funken schon erfolgreich in Frankfurt am Main, Köln und Würzburg. Das Projekt soll nun massiv ausgeweitet werden - bis Ende 2025 plant O2 mindestens 50 weitere digitale Lichtspender. In Frankfurt werden bereits im Mai zusätzliche Exemplare am Kornmarkt, Nibelungenplatz und der Mainzer Landstraße ihren Dienst aufnehmen.Im Wettlauf der Mobilfunkanbieter ist O2 mit diesem Konzept nicht allein: Auch die Konkurrenz hat das Potenzial der unsichtbaren Netzknoten erkannt. Vodafone setzte bereits 2022 in Köln auf leuchtende 5G-Verstärker, während die Deutsche Telekom in Berlin sogar Litfaßsäulen zu digitalen Informationsträgern im doppelten Sinne umrüstet. Infografik Mobilfunk: 5G-Lebenszyklus noch in der Anfangsphase
Datenschub für Volksfeste und Urlaubsregionen
In München entstehen rund um die Theresienwiese neue digitale Leuchttürme - rechtzeitig zur nächsten Wiesn. In Düsseldorf werden die 5G-Strahlungsquellen an den Rheinbrücken während der Rheinkirmes für reibungslose WhatsApp-Grüße sorgen, während Hamburg rund um das Heiligengeistfeld mit verstärkter Digitalpower ausgestattet wird.Gerade beim Münchner Oktoberfest, wo Hunderttausende Smartphones gleichzeitig nach Netz lechzen, sollen die getarnten Helfer in etwa 10 Metern Höhe für Entlastung sorgen. Direkt unter der energiesparenden LED-Beleuchtung sitzen die aktiven 5G-Antennen, die im schnellen High-Band bei 3,6 GHz funken - Telefónicas bevorzugtem Frequenzbereich für den 5G-Ausbau.
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Einfaches Konzept, anspruchsvolle Umsetzung
Das Erfolgsrezept der smarten Laternen basiert auf zwei simplen Voraussetzungen: Erstens ist der Stromanschluss bereits vorhanden - ein enormer Kostenvorteil. Zweitens benötigt jede digitale Laterne eine Glasfaseranbindung für die Datenweiterleitung.Die Bewährungsprobe haben die Technik-Laternen bereits bestanden: In Köln transportieren die bestehenden 5G-Leuchten täglich rund 300 Gigabyte mobiles Datenvolumen durch O2s digitale Adern - eine beachtliche Menge, besonders angesichts des jährlichen Datenwachstums von etwa 30 Prozent.
Vom Großstadtdschungel zur Küstenpromenade
O2s digitale Beleuchtungsoffensive soll aber nicht an den Stadtgrenzen haltmachen. Auch an Nord- und Ostsee sowie am Bodensee sollen Urlauber bald von strahlenden 5G-Punkten profitieren. Gerade in der Hochsaison, wenn die Küstenregionen von Touristen überquellen, werden die zusätzlichen digitalen Kapazitäten dringend benötigt.Matthias Sauder, Director Networks von O2 Telefónica, erklärt den strategischen Ansatz: "Wir wollen eine nachhaltige digitale Vernetzung für Verbraucher und Unternehmen in den Städten fördern. Dazu verwandeln wir urbane Lichtquellen in digitale Knotenpunkte, die das Leben smarter und effizienter machen. Als Telekommunikationsanbieter helfen uns diese innovativen Funkzellen an der Straße dabei, den stetig wachsenden Datenverkehr in Großstädten optimal zu bewältigen."
Die zweifache Nutzung vorhandener Infrastruktur bietet neben der verbesserten Netzperformance auch städteplanerische Vorteile: Kein zusätzlicher Flächenverbrauch, keine umstrittenen Mobilfunkmasten im Stadtbild. Die größte Herausforderung bleibt jedoch die aufwendige Glasfaseranbindung jeder einzelnen Hightech-Laterne - ein Faktor, der die ambitionierten Ausbaupläne ausbremsen könnte.
Was meint ihr: Geniale Ressourcennutzung oder versteckte "Strahlenquellen"? Begrüßt ihr den unsichtbaren 5G-Ausbau in eurer Stadt oder seid ihr skeptisch? Lasst uns eure Gedanken in den Kommentaren wissen.
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Zusammenfassung
- O2 verwandelt Straßenlaternen in versteckte 5G-Mobilfunkstationen
- Tarnkappen-Sender 'Smart Poles' sollen Netzabdeckung verbessern
- Erste 5G-Laternen bereits in Frankfurt, Köln und Würzburg im Einsatz
- Bis Ende 2025 plant O2 mindestens 50 weitere digitale Lichtspender
- Auch Konkurrenten Vodafone und Telekom setzen auf ähnliche Konzepte
- Straßenlaternen bieten Stromanschluss und benötigen Glasfaseranbindung
- Nachhaltige Lösung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch in Städten
Siehe auch:
- iPhone 18 Pro wird vermutlich neues hauseigenes 5G-Modem erhalten
- Meilenstein von O2: Deutschlands erstes virtualisiertes 5G-Netz geht live
- 5G aus dem All: Starlink-Alternative aus der EU schafft Meilenstein
- Das teure AVM-Gerät für Innen und Außen: FritzBox 6860 5G verfügbar
- FritzOS 8 für weitere Geräte: Das ändert sich für FritzBoxen mit 5G/LTE
Thema:
Videos zum Thema Mobilfunk
- Vodafone: 5G-Ausbau entlang der Wasserstraßen ist angelaufen
- 5G-Module für PCs und Notebooks sind auch schon im Anmarsch
- Nubia Mini 5G: Kleinstes 5G-Gerät des MWC - das gar nicht so mini ist
- ZTE präsentiert sein erstes 5G-Smartphone für Europa
- "Wir sind vorn!" - Samsung zeigt auf CES schon ein 5G-Smartphone
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