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Milliardenstrafe droht: TSMC-Technik in Huawei-Prozessor gefunden
Dem weltgrößten Halbleiterhersteller TSMC könnte wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Exportkontrollen eine Geldstrafe in Milliardenhöhe drohen. Der Konzern soll zumindest einen Teil eines neuen KI-Prozessors von Huawei hergestellt haben.
Huawei steht seit Jahren auf einer US-Handelsbeschränkungsliste, die den Export von Gütern mit US-Technologie an das Unternehmen untersagt. Da TSMCs Fertigungsanlagen in Taiwan auch US-Technologie enthalten, unterliegen sie diesen Exportkontrollen. Eine Lieferung solcher Chips an Huawei - direkt oder über Mittelsmänner wie Sophgo - könnte daher gegen geltende Vorschriften verstoßen haben. Der mögliche Strafrahmen beläuft sich auf bis zu dem Doppelten des Wertes der beanstandeten Transaktionen - was im vorliegenden Fall einer Milliarde Dollar entsprechen könnte.
Nach Angaben des US-Thinktanks RAND Research Center habe TSMC fast drei Millionen Chips mit einem Design produziert, das mit dem der Huawei-KI-Einheit übereinstimmt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe stellte TSMC die Lieferungen an Sophgo ein und betonte, seit September 2020 keine Geschäfte mehr mit Huawei gemacht zu haben. Die Ermittlungen gegen den Auftragshersteller wurden unter anderem durch eine Analyse des kanadischen Unternehmens TechInsights ausgelöst, das in einem Huawei-Prozessor eine von TSMC gefertigte Komponente identifizierte.
Weder das US-Handelsministerium noch TSMC wollten sich konkret zu dem Stand der Untersuchungen äußern. Ein Sprecher des Ministeriums betonte jedoch, dass künftig mit deutlich strengeren Maßnahmen bei Exportverstößen zu rechnen sei. In der Vergangenheit wurden bereits empfindliche Strafen gegen andere Unternehmen wie Seagate verhängt, das vor zwei Jahren 300 Millionen Dollar für Lieferungen an Huawei zahlen musste.
Siehe auch:
Untersuchung läuft
Laut mit der Angelegenheit vertrauten Quellen untersucht das US-Handelsministerium, ob TSMC wissentlich oder unwissentlich einen Chip für das chinesische Unternehmen Sophgo produziert hat, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dieser soll schließlich im Hochleistungs-KI-Prozessor Ascend 910B von Huawei zum Einsatz gekommen sein.Huawei steht seit Jahren auf einer US-Handelsbeschränkungsliste, die den Export von Gütern mit US-Technologie an das Unternehmen untersagt. Da TSMCs Fertigungsanlagen in Taiwan auch US-Technologie enthalten, unterliegen sie diesen Exportkontrollen. Eine Lieferung solcher Chips an Huawei - direkt oder über Mittelsmänner wie Sophgo - könnte daher gegen geltende Vorschriften verstoßen haben. Der mögliche Strafrahmen beläuft sich auf bis zu dem Doppelten des Wertes der beanstandeten Transaktionen - was im vorliegenden Fall einer Milliarde Dollar entsprechen könnte.
Nach Angaben des US-Thinktanks RAND Research Center habe TSMC fast drei Millionen Chips mit einem Design produziert, das mit dem der Huawei-KI-Einheit übereinstimmt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe stellte TSMC die Lieferungen an Sophgo ein und betonte, seit September 2020 keine Geschäfte mehr mit Huawei gemacht zu haben. Die Ermittlungen gegen den Auftragshersteller wurden unter anderem durch eine Analyse des kanadischen Unternehmens TechInsights ausgelöst, das in einem Huawei-Prozessor eine von TSMC gefertigte Komponente identifizierte.
Washington droht
Die Entwicklungen kommen zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt: Die USA und Taiwan stehen am Beginn neuer Handelsgespräche, nachdem Donald Trump kürzlich auch neue Importzölle auf Waren aus Taiwan verhängt hatte. Halbleiter waren davon zwar ausgenommen, jedoch kündigte Trump an, auch in diesem Bereich Maßnahmen zu prüfen.Weder das US-Handelsministerium noch TSMC wollten sich konkret zu dem Stand der Untersuchungen äußern. Ein Sprecher des Ministeriums betonte jedoch, dass künftig mit deutlich strengeren Maßnahmen bei Exportverstößen zu rechnen sei. In der Vergangenheit wurden bereits empfindliche Strafen gegen andere Unternehmen wie Seagate verhängt, das vor zwei Jahren 300 Millionen Dollar für Lieferungen an Huawei zahlen musste.
Zusammenfassung
- TSMC droht Milliardenstrafe wegen möglicher Verstöße gegen US-Sanktionen
- Verdacht: TSMC fertigte Chip für Huaweis KI-Prozessor Ascend 910B
- US-Handelsministerium untersucht mögliche Umgehung von Exportkontrollen
- TSMC stoppte Lieferungen an Sophgo nach Bekanntwerden der Vorwürfe
- Analyse von TechInsights löste Ermittlungen gegen TSMC aus
- Politisch brisanter Zeitpunkt: Neue Handelsgespräche zwischen USA und Taiwan
- US-Handelsministerium kündigt strengere Maßnahmen bei Exportverstößen an
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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