Wer braucht schon den Westen? Huawei baut komplette Chip-Industrie
Der chinesische Konzern Huawei baut laut eines US-Medienberichts derzeit mit gigantischem Aufwand eine vollkommen neue Lieferkette für die Produktion von leistungsfähigen Prozessoren ohne Verwendung ausländischer Technologie in China auf.
Huawei habe einen bisher noch nie erlebten Versuch unternommen, sämtliche für die Fertigung von relativ modernen Chips nötigen Bausteine unter seine Kontrolle zu bringen und auszubauen, heißt es. Hintergrund sei die Unzufriedenheit des Konzerns mit den niedrigen Ausbeuten bei der Fertigung von Chips auf 7-Nanometer-Niveau beim staatseigenen chinesischen Vertragsfertiger SMIC.
Unterstützung erhalte Huawei dabei von anderen chinesischen Staatsfirmen wie den Halbleiterfertigern SMIC und SMEE, die ihrerseits Personal für den Aufbau der Produktion bereitgestellt hätten. Gleichzeitig habe man begonnen, ergänzende Produkte aus chinesischer Produktion zu beziehen, darunter auch Beschichtungs- und Belichtungsanlagen, Ätzsysteme und diverse weitere Erzeugnisse.
Während der Aufbau der eigenen chinesischen Lieferkette für die Fertigung von 7nm-Chips ohne ausländische Technologie durch Huawei sich allmählich auf der Zielgrade befinde, gibt es noch immer einen entscheidenden Schwachpunkt. Huawei und seine Partner hätten bisher noch keine Möglichkeit, Chips mit Strukturbreiten unter sieben Nanometern zu bauen. Allerdings testet Huawei seit einiger Zeit eine neue EUV-Belichtungsanlage, die bei der man eine neuartige Quelle EUV-Strahlung (Extreme Ultra Violet) verwendet.
Für Huawei ist der Aufbau einer vollständigen Lieferkette für High-End-Chips ein extrem wichtiger Schritt beim Versuch, die Produktion von leistungsfähigen Chips für KI-Systeme und andere Geräte in großem Maßstab zu ermöglichen. Bisher hinkt die chinesische Chipindustrie im Hinblick auf Fertigung noch immer Jahre hinter den Fähigkeiten von Firmen aus den USA oder Taiwan her, die mittlerweile mit Strukturbreiten von nur noch drei Nanometern arbeiten.
Siehe auch:
Satellitenaufnahmen zeigen Baufortschritt bei Shenzhen
Bei der Financial Times hat man Angaben aus der Chipindustrie zusammengetragen und Satellitenbilder ausgewertet, um nachzuvollziehen, wie es um Huaweis Bemühungen für den Aufbau einer eigenständigen Lieferkette für die Chipproduktion bestellt ist. Auf Basis dieser Informationen kamen die Kollegen zu dem Schluss, dass Huawei in der Stadt Guanlan in der Nähe der Millionenmetropole Shenzhen eine eigene Fertigung für Prozessoren mit sieben Nanometern Strukturbreite aufbaut.Huawei habe einen bisher noch nie erlebten Versuch unternommen, sämtliche für die Fertigung von relativ modernen Chips nötigen Bausteine unter seine Kontrolle zu bringen und auszubauen, heißt es. Hintergrund sei die Unzufriedenheit des Konzerns mit den niedrigen Ausbeuten bei der Fertigung von Chips auf 7-Nanometer-Niveau beim staatseigenen chinesischen Vertragsfertiger SMIC.
Huawei holt alle Teile der Lieferkette unter sein Dach
Huawei habe deshalb begonnen, die Beschaffung von Materialien, Chemikalien, Wafer-Fertigungsanlagen, Systemen für die Chip-Produktion und das eigentliche Design von Chips selbst durchzuführen oder zumindest von Tochterfirmen vornehmen zu lassen. Ziel sei es, eine komplett eigene Lieferkette für den Bau von Chips für KI-Aufgaben zu schaffen, wird ein Analyst aus der Halbleiterbranche zitiert.Unterstützung erhalte Huawei dabei von anderen chinesischen Staatsfirmen wie den Halbleiterfertigern SMIC und SMEE, die ihrerseits Personal für den Aufbau der Produktion bereitgestellt hätten. Gleichzeitig habe man begonnen, ergänzende Produkte aus chinesischer Produktion zu beziehen, darunter auch Beschichtungs- und Belichtungsanlagen, Ätzsysteme und diverse weitere Erzeugnisse.
Während der Aufbau der eigenen chinesischen Lieferkette für die Fertigung von 7nm-Chips ohne ausländische Technologie durch Huawei sich allmählich auf der Zielgrade befinde, gibt es noch immer einen entscheidenden Schwachpunkt. Huawei und seine Partner hätten bisher noch keine Möglichkeit, Chips mit Strukturbreiten unter sieben Nanometern zu bauen. Allerdings testet Huawei seit einiger Zeit eine neue EUV-Belichtungsanlage, die bei der man eine neuartige Quelle EUV-Strahlung (Extreme Ultra Violet) verwendet.
Für Huawei ist der Aufbau einer vollständigen Lieferkette für High-End-Chips ein extrem wichtiger Schritt beim Versuch, die Produktion von leistungsfähigen Chips für KI-Systeme und andere Geräte in großem Maßstab zu ermöglichen. Bisher hinkt die chinesische Chipindustrie im Hinblick auf Fertigung noch immer Jahre hinter den Fähigkeiten von Firmen aus den USA oder Taiwan her, die mittlerweile mit Strukturbreiten von nur noch drei Nanometern arbeiten.
Zusammenfassung
- Huawei baut eigenständige Lieferkette für 7nm-Chip-Produktion in China
- Gigantisches Projekt zur Unabhängigkeit von ausländischer Technologie
- Fertigung in Guanlan nahe Shenzhen mit Unterstützung staatlicher Firmen
- Beschaffung von Materialien und Systemen durch Huawei und Tochterfirmen
- Ziel: Komplette Lieferkette für KI-Chips ohne ausländische Komponenten
- Schwachpunkt: Noch keine Fertigung unter 7nm-Strukturbreite möglich
- Test neuartiger EUV-Belichtungsanlage für kleinere Strukturbreiten
Siehe auch:
- DeepSeek plus Huawei-Chips sollen China an KI-Spitze katapultieren
- Huawei arbeitet an Konkurrenz-Chip zu Nvidia - Tests laufen jetzt an
- Milliardenstrafe droht: TSMC-Technik in Huawei-Prozessor gefunden
- Ergibt das mehr Sinn? Neues Huawei Flip-Phone löst es einfach anders
- BMW geht eigene Wege: China-Modelle erhalten Huawei-Betriebssystem
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