TSMC kommt bei 2nm-Produktion voran - Start steht nichts mehr im Weg

Die Halbleiterindustrie blickt gespannt auf die nächsten Fortschritte TSMCs in der Produktion von 2nm-Chips. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass der Weltmarktführer seine Ausbaute inzwischen bei über 60 Prozent stabilisieren konnte.
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Erster Kunde wieder Apple

Bereits vor drei Monaten erreichte das Unternehmen eine Ausbeute von 60 Prozent in der Testproduktion - ein bedeutender Meilenstein, der TSMC gegenüber der Konkurrenz einen Vorsprung sichert. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich die Produktionsbedingungen seither verbessert haben und eine Skalierung auf Massenfertigung bald möglich sein könnte - was sich auch mit Informationen deckt, die inoffiziell inzwischen kursieren, wie Wccftech berichtet.

Als einer der ersten Kunden für die 2nm-Chips gilt erneut Apple. Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert, dass das iPhone 18, welches in der zweiten Jahreshälfte 2026 erscheinen soll, mit einem auf diesem Prozess gefertigten Chip ausgestattet sein wird. Zunächst gab es widersprüchliche Berichte darüber, ob Apple weiterhin auf eine 3nm-Technologie setzen wird. Doch Analysten haben ihre Einschätzungen mittlerweile korrigiert und bestätigen, dass Apple voraussichtlich auf die 2nm-Fertigung setzen wird.


Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass alle Modelle des iPhone 18 mit dem neuen Prozessor ausgestattet sein werden, da die Kosten für die fortschrittliche Technologie nach wie vor hoch sind. Dennoch erwartet Kuo, dass TSMC die Produktionsausbeute inzwischen weiter steigern konnte und eine Massenfertigung in greifbare Nähe rückt. Bis Ende 2025 könnte das Unternehmen in der Lage sein, monatlich bis zu 50.000 Wafer im 2nm-Prozess zu verarbeiten.

Kapazität steigt schnell

Mit der vollständigen Inbetriebnahme der Werke in Baoshan und Kaohsiung könnte die Produktionskapazität sogar auf 80.000 Einheiten pro Monat steigen. Dies würde nicht nur den Bedarf von Apple decken, sondern auch weitere Kunden befähigen, auf die neue Fertigungstechnologie zu setzen. TSMC arbeitet zudem an Methoden zur Kostenreduktion der 2nm-Wafer, um die Technologie für eine breitere Kundenbasis attraktiver zu machen.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der Start des sogenannten "CyberShuttle"-Programms im April. Dieses Service-Modell ermöglicht es Kunden, ihre Chips auf einer gemeinsamen Test-Wafer-Struktur zu evaluieren, was die Kosten erheblich senkt. Dadurch könnte die 2nm-Technologie künftig nicht nur Apple, sondern auch weitere Unternehmen anlocken und TSMCs Stellung als Marktführer weiter festigen.

Zusammenfassung
  • TSMC erreicht über 60 Prozent Ausbeute bei 2nm-Chipproduktion
  • Apple plant 2nm-Chips für iPhone 18 in der zweiten Jahreshälfte 2026
  • Bis Ende 2025 könnte TSMC monatlich bis zu 50.000 2nm-Wafer produzieren
  • Produktionskapazität könnte auf 80.000 Einheiten pro Monat steigen
  • TSMC arbeitet an Kostensenkung für breitere Kundenbasis
  • 'CyberShuttle'-Programm ermöglicht kostengünstige Chip-Evaluierung
  • TSMCs Marktführerposition wird durch 2nm-Technologie gefestigt

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