Windows 11: Task-Manager berechnet CPU-Auslastung bald 'richtig'

Mit seinem neuesten Update für Windows 11 im Beta- und Dev-Kanal verändert Microsoft die Art, wie der Task-Manager die CPU-Auslastung berechnet. Das neue Verfahren soll sich näher an den "Industriestandards" orientieren und einheitliche Ergebnisse liefern.

Insider-Build verbessert Task-Manager

Der Task-Manager ist seit Ewigkeiten ein integraler Bestandteil von Windows. Er ist so alt, dass der ursprüngliche Erfinder Mitte letztes Jahr sogar den über 30 Jahre alten Original-Quellcode veröffentlichte. Die Anwendung hat sich seither natürlich stark verändert. Mittlerweile liefert sie nicht nur einen Überblick über alle laufenden Prozesse, sondern gibt gleichzeitig detaillierten Aufschluss über die Auslastung der einzelnen Komponenten des Systems wie der GPU und CPU.

Auch zuletzt arbeitete Microsoft wieder an den Anzeigen des Task-Managers. So wird im entsprechenden Reiter in Zukunft etwa auch der Typ der verbauten Festplatte und die Art der Kontaktschnittstelle angezeigt. Mit der Vorschauversion 26120.3360 (KB5052090) von Windows 11, die kürzlich im Dev- und Beta-Kanal veröffentlicht wurde, ändert sich nun eine grundlegende Funktion des Task-Managers, wie Microsoft im dazugehörigen Windows-Blog schreibt.


Verbesserung bei Berechnung der Auslastung

So passt man in Redmond die Art an, wie das Tool die Auslastung des Prozessors berechnet und im Prozess-, Leistungs- und Benutzer-Tab anzeigt. Bisher unterscheiden sich die angezeigten Werte auf den einzelnen Seiten des Programms nämlich. Das liegt daran, dass unterschiedliche Formeln genutzt werden. Je nachdem, an welcher Stelle man im Task-Manager also nach der CPU-Auslastung sieht, bekommt man einen anderen Wert angezeigt. Mit dem Update soll sich das endlich ändern.

Der Task-Manager verwendet jetzt die Standardmetriken, um die CPU-Auslastung auf allen Seiten einheitlich anzuzeigen und sich an Industriestandards und Tools von Drittanbietern zu orientieren.
Microsoft
Die Anzeige wird also nicht nur vereinheitlicht, sondern entspricht auch eher der tatsächlichen Auslastung. Um die Rückwärtskompatibilität zu gewährleisten, wird es fortan einen zusätzlichen Tab namens "CPU Utility" in der Detailansicht geben, der die Werte noch nach der alten Formel ausrechnet und anzeigt. Diese Spalte wird aber standardmäßig ausgeblendet und muss bei Bedarf manuell aktiviert werden.

Zeitplan und weitere Anpassungen

Bis diese Änderung alle Nutzer erreicht, dürfte es aber noch etwas dauern. Nach dem Test im Dev- bzw. Beta-Kanal folgt für gewöhnlich noch ein Probedurchlauf im Release-Preview-Kanal von Windows. Erst, wenn dort keine Probleme mehr auftreten, werden neue Funktionen in die Release-Version des Betriebssystems übernommen und mit einem der nächsten offiziellen Updates an die breite Nutzerschaft ausgeliefert.

Neben den Veränderungen am Task-Manager liefert das Insider-Update auch erweiterte Möglichkeiten für Sperrbildschirm-Widgets und neue Optionen, um Dateien über das Kontextmenü zu teilen. Zu guter Letzt werden auch einige Fehler wie z.B. ein Problem beim Laden des Datei-Explorers und falsche Anzeigen auf der Taskleiste behoben.

Zusammenfassung
  • Insider-Preview bringt neue Berechnung der CPU-Auslastung im Task-Manager
  • Anpassung an Industriestandards und Drittanbieter-Tools
  • Einheitliche Anzeige der CPU-Auslastung auf allen Task-Manager-Seiten
  • Zusätzlicher 'CPU Utility'-Tab für alte Berechnungsmethoden
  • Weitere Updates: Sperrbildschirm-Widgets und Datei-Sharing-Optionen
  • Fehlerbehebungen für Datei-Explorer und Taskleiste-Anzeigen
  • Aktuell nur in Beta- und Dev-Kanal, breite Einführung steht noch aus

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