Intel-Mitarbeiter warnt: Verkauf an TSMC wäre 'furchtbarer Fehler'
Intel geht es nach wie vor schlecht, wobei zuletzt auch bekannt wurde, dass der taiwanische Vertragsfertiger TSMC auf Drängen der neuen US-Regierung unter Trump und Musk einsteigen oder gar die Fertigungssparte übernehmen könnte. Intel-Mitarbeiter laufen gegen diese Idee Sturm.
Joseph Bonetti, der bei Intel als Principal Engineering Program Manager tätig ist, schrieb in einem LinkedIn-Post, dass das Unternehmen derzeit dabei sei, seine Führungsrolle im Bereich der Halbleiterfertigung zurückzuerobern und damit auch bald wieder neue Kunden für die Auftragsproduktion zu gewinnen. Die Kontrolle über die Fertigung nun an TSMC abzugeben, sei daher äußerst kontraproduktiv.
Bonetti begründet seinen dringenden Aufruf damit, dass Intel, anders als vielleicht Gerüchte behaupten würden, deutliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung seiner Fertigungstechnologien machen soll. So laufe die Fertigung im 3nm-Maßstab aktuell bereits, während man schneller als TSMC beginnen werde, Chips mit nur noch zwei Nanometern Strukturbreite bzw. deren Äquivalent (Intel 18A) zu produzieren.
Mit Intel 18A habe man die technisch weiterentwickelte Lösung und verfüge bereits jetzt als einziger Hersteller weltweit über die von ASML aus den Niederlanden gelieferten Fertigungsanlagen für die Produktion noch fortschrittlicherer Chips. Schließlich habe Intel die gesamten Kapazitäten für diese ASML-Anlagen für das Jahr 2024 aufgekauft. Aktuell profitiere also nicht Intel, sondern nur TSMC von einer Übernahme.
TSMC werde keineswegs der Retter von Intel sein, sollte der derzeit führende Halbleiterfertiger aus Taiwan bei dem US-Konzern einsteigen, so Bonetti. Die Annahme, dass TSMC mit seinen Technologien wirklich die angeblichen Probleme bei der Fertigung bei Intel lösen könne, sei aufgrund der oben genannten Entwicklungen schlicht falsch.
Stattdessen fordert Bonetti vor allem eines: Geduld. Intel habe aufgrund der massiven Investitionen für die Rückeroberung der Technologieführerschaft zwar derzeit finanzielle Probleme, doch der Durchbruch ist nicht mehr weit entfernt.
Siehe auch:
Intel-Mitarbeiter sieht Konzern kurz vor dem Durchbruch
Geht es nach Intel-Mitarbeitern, wäre der Verkauf des "Tafelsilbers" in Form der Fertigungssparte natürlich ein kapitaler Fehler. Zuletzt waren Spekulationen aufgekommen, laut denen der weltweit größte Chipvertragsfertiger TSMC eine Übernahme prüfen soll. Dahinter steckt angeblich Druck vonseiten der neuen US-Regierung.Joseph Bonetti, der bei Intel als Principal Engineering Program Manager tätig ist, schrieb in einem LinkedIn-Post, dass das Unternehmen derzeit dabei sei, seine Führungsrolle im Bereich der Halbleiterfertigung zurückzuerobern und damit auch bald wieder neue Kunden für die Auftragsproduktion zu gewinnen. Die Kontrolle über die Fertigung nun an TSMC abzugeben, sei daher äußerst kontraproduktiv.
Verkauf an TSMC wäre ein 'furchtbarer Fehler'
"Intel-Führungskräfte, Intel-Vorstand, Trump-Administration, bitte verkaufen Sie nicht und/oder geben Sie nicht die Kontrolle über Intel Foundry an TSMC ab, gerade jetzt, wo Intel einen technischen Vorsprung hat und aus dem ersten Gang herauskommt. Das wäre ein furchtbarer, demoralisierender Fehler", schrieb Bonetti in seinem Beitrag.Bonetti begründet seinen dringenden Aufruf damit, dass Intel, anders als vielleicht Gerüchte behaupten würden, deutliche Fortschritte bei der Weiterentwicklung seiner Fertigungstechnologien machen soll. So laufe die Fertigung im 3nm-Maßstab aktuell bereits, während man schneller als TSMC beginnen werde, Chips mit nur noch zwei Nanometern Strukturbreite bzw. deren Äquivalent (Intel 18A) zu produzieren.
Mit Intel 18A habe man die technisch weiterentwickelte Lösung und verfüge bereits jetzt als einziger Hersteller weltweit über die von ASML aus den Niederlanden gelieferten Fertigungsanlagen für die Produktion noch fortschrittlicherer Chips. Schließlich habe Intel die gesamten Kapazitäten für diese ASML-Anlagen für das Jahr 2024 aufgekauft. Aktuell profitiere also nicht Intel, sondern nur TSMC von einer Übernahme.
TSMC werde keineswegs der Retter von Intel sein, sollte der derzeit führende Halbleiterfertiger aus Taiwan bei dem US-Konzern einsteigen, so Bonetti. Die Annahme, dass TSMC mit seinen Technologien wirklich die angeblichen Probleme bei der Fertigung bei Intel lösen könne, sei aufgrund der oben genannten Entwicklungen schlicht falsch.
Stattdessen fordert Bonetti vor allem eines: Geduld. Intel habe aufgrund der massiven Investitionen für die Rückeroberung der Technologieführerschaft zwar derzeit finanzielle Probleme, doch der Durchbruch ist nicht mehr weit entfernt.
Zusammenfassung
- Intel-Mitarbeiter warnen vor Verkauf der Fertigungssparte an TSMC
- US-Regierung unter Trump und Musk drängt angeblich auf TSMC-Einstieg
- Intel-Manager betont Fortschritte in der Halbleiterfertigung
- Technologischer Vorsprung und Investitionen sprechen gegen Verkauf
- Intel verfügt über fortschrittliche ASML-Fertigungsanlagen für 2024
- TSMC-Übernahme wird als kontraproduktiv und demoralisierend angesehen
- Geduld gefordert: Finanzieller Durchbruch sei nicht mehr weit entfernt
Siehe auch:
- Trump-Pläne: Intel vor Zerschlagung zugunsten von TSMC & Broadcom?
- PlayStation 6: Intel verliert Rennen um PS6-CPU an AMD & TSMC
- Intel 'auf Droge': TSMCs 3nm-Fertigung macht Chipgiganten abhängig
- Intel, TSMC und Co: Förderung steht nach Haushaltsstreit auf der Kippe
- Intel: 3nm-Produktion bei TSMC auf Ende 2024 verschoben?
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