Intel meldet sich bereit:
Kundenaufträge für Sub-2-nm-Chips gesucht

Intel zufolge ist man jetzt in der Lage, die Vermark­tung seiner 2-Nanometer-Fertigung gegenüber Kunden zu beginnen. Ab sofort sei die "Intel 18A" genannte Node "bereit für Kundenpro­jek­te", wobei das sogenannte Tape-Out erster Chips noch in der ersten Jahreshälfte 2025 erfolgen kann.
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Intel

Externe Kunden können jetzt ihre Designs einreichen

Der weltweit größte Anbieter von x86-Prozessoren und aufstrebende Vertragsfertiger Intel hat seine Website mit neuen Informationen zur "Intel 18A"-Node aktualisiert. Letztere ist Intels Variante einer Fertigung von hochmodernen Halbleiterprodukten, die mit einer etwa zwei Nanometern entsprechenden Strukturbreite daherkommen.

Intel gibt die Strukturbreite seiner Produkte im Bereich unter drei Nanometern seit einiger Zeit nur noch in "Ångström", die Intel A18-Node soll also eine Strukturbreite von 18 Ångström haben. Gemeint ist damit ein Äquivalent zu 1,8 bzw. knapp 2 Nanometern.

Auf der Intel-Website heißt es nun laut TechPowerUp, dass "Intel 18A jetzt für Projekte von externen Kunden bereit ist", wobei Tape-Outs - also die Fertigung erster funktionsfähiger Samples der neuen Chips - noch in der ersten Jahreshälfte 2025 erfolgen kann. Sollte die Fertigung der neuen Chips erfolgreich anlaufen, könnte Intel innerhalb kürzester Zeit eine große Zahl von Auftraggebern anziehen.

Kommt jetzt endlich der ersehnte Aufwind für Intel?

Intel behauptet, dass man mit herausragenden neuen Features wie dem sogenannten SRAM Density Scaling auf dem gleichen Niveau liegt wie der weltweit größte Vertragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC aus Taiwan mit seiner 2-Nanometer-Fertigung. Durch die Möglichkeit zur Nutzung der als "PowerVia" bezeichneten sogenannte Backside Power Delivery, bei der die Transistoren von der Rückseite mit Energie versorgt werden, will man zudem eine höhere Transistordichte bieten können.

Insgesamt verspricht Intel eine um 15 Prozent höhere Leistung pro Watt und eine um 30 Prozent höhere Strukturdichte auf dem Chip. Als Vergleich dient dabei die hauseigene 3-Nanometer-Node, bei der es aber nach wie vor große Problem bei der Ausbeute in der Fertigung gab. Mit Intel 18A sollen all diese Schwierigkeiten hinfällig sein, beteuerte Intel immer wieder.

Intel selbst wird die 18A-Node, bei der man die bisher üblichen FinFET-Transistoren durch RibbonFET-Transistoren ablösen will, zuerst bei seinen ab 2026 erwarteten "Panther Lake"-CPUs für Client-PCs und den "Clearwater Forest" genannten Xeon-Chips für Server einsetzen. Zu den externen Kunden, die Intel für die 18A-Node gewonnen hat, gehören schon jetzt Amazon Web Services, Microsoft und Broadcom, die allesamt Chips auf dieser Basis bauen wollen - mit einem Fokus auf Datacenter-Anwendungen.

Noch bedeutet ein baldiges Tape-Out erster 18A-Chips von Großkunden nicht, dass Intel "aus dem Gröbsten raus" ist. Sollten die Chips von Firmen wie Amazon und Microsoft aber mit einer guten Ausbeute und weitestgehend fehlerfrei von den Bändern laufen, könnten mittelfristig aber mehr Kunden davon überzeugt werden, ihre Chips in Intels 2-nm-Äquivalent bauen lassen - und so den langersehnten Erfolg als Auftragsproduzent und somit den Turn-Around bringen.

Zusammenfassung
  • Intel startet Vermarktung der 2-Nanometer-Fertigung 'Intel 18A'
  • Erste 'Tape-Outs' für Kundenprojekte in der ersten Jahreshälfte 2025
  • Intel verspricht 15 % mehr Leistung pro Watt und 30 % höhere Dichte
  • Neue Technologien: RibbonFET-Transistoren und 'PowerVia'-Energieversorgung
  • Intel plant Einsatz in 'Panther Lake'-CPUs und 'Clearwater Forest'-Xeons
  • Große Kunden wie Amazon, Microsoft und Broadcom bereits an Bord
  • Erfolgreiche Produktion könnte Intel als Auftragsfertiger etablieren

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