Open-Source-Plattform Codeberg kämpft gegen 'rechte Hass-Kampagne'
Die Open-Source-Plattform Codeberg wurde Ziel einer Hasskampagne. Rechtsextreme versenden mithilfe einer Lücke massenweise beleidigende E-Mails an Nutzer. Die Betreiber reagierten prompt, entschuldigten sich und kündigten Verbesserungen an.
Der Angriff erfolgte in mehreren Wellen. Zunächst wurden einzelne Projekte auf Codeberg ins Visier genommen, die sich für Toleranz und Gleichberechtigung einsetzen. Die Angreifer fluteten deren Issue-Tracker mit beleidigenden Nachrichten. Als die Moderatoren darauf reagierten, eskalierte die Situation am 12. Februar 2025. Die Täter missbrauchten eine Funktion, mit der sich bis zu 100 Nutzer gleichzeitig in einem Beitrag erwähnen lassen. So konnten sie innerhalb kurzer Zeit tausende Benachrichtigungs-E-Mails mit missbräuchlichen Inhalten verschicken.
Die Betreiber räumen ein, dass ihre technischen Schutzmaßnahmen in diesem Fall unzureichend waren. Man arbeitet bereits an Verbesserungen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Unter anderem soll mit Unterstützung der Organisation NLnet ein neues Moderations-Tool entwickelt werden.
Die Plattform ruft dazu auf, gemeinsam gegen jede Form von Diskriminierung vorzugehen. Man werde sich nicht einschüchtern lassen und weiterhin für eine offene und inklusive Entwickler-Community einstehen. Codeberg ermutigt seine Nutzer, sich ebenfalls aktiv gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Codeberg wurde 2019 als Alternative zu kommerziellen Code-Hosting-Plattformen wie GitHub gegründet. Die Organisation setzt sich für die Prinzipien der freien Software ein und wird durch Spenden finanziert.
Siehe auch:
Cyberattacke auf Open-Source-Community
Das in Berlin ansässige Open-Source-Repository Codeberg wurde kürzlich Opfer einer großangelegten Hasskampagne. Rechtsextreme nutzten eine Schwachstelle im Benachrichtigungssystem aus, um massenhaft beleidigende Inhalte an Nutzer zu versenden. Die Betreiber der Non-Profit-Organisation reagierten prompt und entschuldigten sich bei den betroffenen Nutzern.Der Angriff erfolgte in mehreren Wellen. Zunächst wurden einzelne Projekte auf Codeberg ins Visier genommen, die sich für Toleranz und Gleichberechtigung einsetzen. Die Angreifer fluteten deren Issue-Tracker mit beleidigenden Nachrichten. Als die Moderatoren darauf reagierten, eskalierte die Situation am 12. Februar 2025. Die Täter missbrauchten eine Funktion, mit der sich bis zu 100 Nutzer gleichzeitig in einem Beitrag erwähnen lassen. So konnten sie innerhalb kurzer Zeit tausende Benachrichtigungs-E-Mails mit missbräuchlichen Inhalten verschicken.
Reaktion und Maßnahmen von Codeberg
Wie Codeberg in einem Blogbeitrag erklärt (via The Verge), wurden die entsprechenden Nutzerkonten schnell gesperrt und die verwendete Funktion deaktiviert. Dennoch konnten zahlreiche E-Mails das System verlassen, bevor die Administratoren eingreifen konnten. Die Organisation betont allerdings, dass keine privaten Nutzerdaten kompromittiert wurden. Alle E-Mails seien über die Server von Codeberg selbst generiert worden.Die Betreiber räumen ein, dass ihre technischen Schutzmaßnahmen in diesem Fall unzureichend waren. Man arbeitet bereits an Verbesserungen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Unter anderem soll mit Unterstützung der Organisation NLnet ein neues Moderations-Tool entwickelt werden.
Bedrohung für die Open-Source-Gemeinschaft
Codeberg sieht in dem Vorfall mehr als nur einen technischen Angriff. Die Organisation warnt vor der Bedrohung durch Extremisten für die gesamte Open-Source-Gemeinschaft:Extreme rechte Kräfte diskriminieren aktiv Mitglieder unserer Communitys aufgrund von Ethnie und Geschlecht, politischem Hintergrund, sexueller Orientierung, Behinderungen, Nationalität und Glauben.Dies gefährde die Vielfalt, die für produktive Entwicklungen im Open-Source-Bereich unerlässlich ist, so Codeberg weiter.
Die Plattform ruft dazu auf, gemeinsam gegen jede Form von Diskriminierung vorzugehen. Man werde sich nicht einschüchtern lassen und weiterhin für eine offene und inklusive Entwickler-Community einstehen. Codeberg ermutigt seine Nutzer, sich ebenfalls aktiv gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Codeberg wurde 2019 als Alternative zu kommerziellen Code-Hosting-Plattformen wie GitHub gegründet. Die Organisation setzt sich für die Prinzipien der freien Software ein und wird durch Spenden finanziert.
Zusammenfassung
- Open-Source-Plattform Codeberg wurde Ziel einer rechtsextremen Hasskampagne
- Angreifer nutzten Sicherheitslücke für massenhafte Beleidigungen per E-Mail
- Betreiber reagierten schnell mit Entschuldigung und technischen Maßnahmen
- Codeberg warnt vor Bedrohung der Open-Source-Gemeinschaft durch Extremisten
- Organisation ruft zu gemeinsamem Vorgehen gegen Diskriminierung auf
- Entwicklung neuer Moderations-Tools mit Unterstützung von NLnet geplant
- Codeberg will sich weiterhin für offene und inklusive Community einsetzen
Siehe auch:
- Microsoft: Hacker stehlen E-Mails bei Gerätecode-Phishing-Angriffen
- Cloudflare: Anzahl der DDoS-Angriffe stieg zuletzt massiv an
- Fieser Ransomware-Angriff gegen Nutzer der Amazon-Cloud
- Neue Angriffsmethode missbraucht die Word-Wiederherstellung
- Medion mit massiver "IT-Störung" - oder war es ein Hacker-Angriff?
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