Microsoft: Hacker stehlen E-Mails bei Gerätecode-Phishing-Angriffen

Microsoft 365-Nutzer stehen derzeit im Visier einer besonders raf­fi­nierten Phishing-Kampagne. Die Angreifer nutzen eine Technik na­mens "Gerätecode-Phishing", um sich unbemerkt Zugang zu sen­sib­len Daten zu verschaffen.
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Gerätecode-Phishing: Neue Bedrohung für Microsoft 365

Besonders betroffen sind Organisationen aus den Bereichen Regierung, Verteidigung, IT, Telekommunikation und Gesundheitswesen. Die Attacken erstrecken sich über Europa, Nordamerika, Afrika und den Nahen Osten. Microsoft führt die Angriffe auf eine Gruppe namens "Storm-2372" zurück, die mit "mittlerer Sicherheit" mit russischen Akteuren in Verbindung steht. Microsoft stellt dazu jetzt umfangreiche Informationen zur Verfügung.

Wie funktioniert Gerätecode-Phishing?

Sobald das Opfer den Gerätecode zur Authentifizierung verwendet, erhält der Bedrohungsakteur das gültige Zugangstoken
Microsoft Sicherheitsblog

Vorgehensweise der Angreifer

Die Kampagne läuft offenbar seit August 2024 und setzt gezielt auf Social Engineering. Die Opfer erhalten täuschend echt aussehende E-Mails mit Einladungen zu Microsoft Teams-Meetings oder anderen Online-Services.


Wer dem Link folgt, ge­langt auf eine ver­meint­lich offi­zielle Microsoft-Anmelde­seite, wo er einen Geräte­code ein­geben soll. Dieser Code gibt den An­grei­fern direkten Zu­griff auf das Microsoft 365-Konto - ohne dass die Opfer ein klass­isches Pass­wort preis­geben müssen. Microsoft warnt in einem aktuellen Sicher­heits­bericht, dass die Hacker nach erfolg­reicher Konto­über­nahme ge­zielt nach sensiblen Informationen suchen.

Dabei nutzen sie Schlüsselwörter wie "Benutzername", "Passwort", "Admin" oder "geheim", um relevante E-Mails und Dokumente zu identifizieren. Die gefundenen Daten werden anschließend über die Microsoft Graph API exfiltriert. Infografik Computerkriminalität: Wo Cyberattacken ihren Ursprung habenComputerkriminalität: Wo Cyberattacken ihren Ursprung haben

Das rät Microsoft

Um sich gegen diese Bedrohung zu schützen, empfiehlt Microsoft verschiedene Maßnahmen: Unternehmen sollten den Gerätecode-Flow auf das Nötigste beschränken, Mitarbeiter regelmäßig über Phishing-Methoden schulen und konsequent auf Multifaktor-Authentifizierung (MFA) setzen. Auch die Nutzung von Conditional Access Policies in Microsoft Entra ID sowie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen sind entscheidende Schutzmaßnahmen.

Schutzmaßnahmen gegen Gerätecode-Phishing

Um sich vor solchen Angriffen zu schützen, empfiehlt Microsoft verschiedene Maßnahmen:

  • Beschränkung des Gerätecode-Flows auf das Notwendigste
  • Schulung der Nutzer zu Phishing-Techniken
  • Implementierung von Multifaktor-Authentifizierung (MFA)
  • Einsatz von Conditional Access Policies in Microsoft Entra ID
  • Regelmäßige Überprüfung und Audit von Zugriffsrechten

Was haltet ihr von dieser neuen Phishing-Methode? Habt ihr in eurem Unternehmen schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Teilt eure Gedanken und Erlebnisse in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft 365-Nutzer von raffinierter Phishing-Kampagne betroffen
  • 'Gerätecode-Phishing' ermöglicht unbemerkt Zugriff auf sensible Daten
  • Angriffe seit August 2024 durch russische Gruppe 'Storm-2372'
  • Opfer erhalten gefälschte E-Mails mit Links zu Microsoft-Anmeldeseiten
  • Hacker suchen gezielt nach sensiblen Informationen in kompromittierten Konten
  • Microsoft empfiehlt Schulungen und Multifaktor-Authentifizierung als Schutz
  • Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und Zugriffskontrollen sind wichtig

Siehe auch:


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