'Golf von Amerika': Google Maps löscht Bewertungen & blockt Feedback

Als Reaktion auf die Umbenennung des Golfs von Mexiko zum "Golf von Amerika" durch die neue US-Regierung unter Donald Trump gab es einige Kritik. Auch bei Google wurde die Umbenennung rasch vorgenommen. Jetzt geht Google aktiv gegen negatives Feedback der Google-Maps-User vor.
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Google verweist auf Nutzungsbedingungen

Wie das Nachrichtenportal Forbes berichtet, hat Google zugegeben, dass man aktiv gegen negative Bewertungen für den jüngst zum "Golf von Amerika" umbenannten Golf von Mexiko vorgeht. Außerdem hat Google nach eigenen Angaben die Möglichkeit deaktiviert, für den Bereich eine Bearbeitung vorzuschlagen oder Ungenauigkeiten zu melden.

Google sieht in den zahlreich eingehenden Meldungen diverser User aus aller Welt und den massenhaft aufgelaufenen negativen Bewertungen für den von den Nutzern aufrufbaren "Golf von Amerika" als Verstoß gegen die Nut­zungs­be­din­gun­gen von Google Maps und den darin enthaltenen Richtlinien für den Umgang mit Fake-Inhalten.

Maps-User fluten Kartendienst mit Negativ-Feedback

Google erklärte gegenüber Forbes, dass man regelmäßig Schutzmaßnahmen ergreife, wenn es zu einer erhöhten Zahl von Rückmeldungen der Nutzer komme, die man als "abseits des Themas" betrachtet oder die nicht im Kontext der di­rek­ten Erfahrungen eines Nutzers mit einem Ort stehen. Der Konzern verwies zu­dem auf einen Blog-Eintrag von 2023, in dem man "Echt­zeit-Miss­brauch" be­schreibt und wie man dagegen vorgeht.

Als Reaktion auf die von Trump wie üblich per Dekret erlassene Umbenennung des Golfs von Mexiko nach seinem Gutdünken hatten viele Nutzer von Google Maps begonnen, ihren Protest mit schlechten Bewertungen und Um­be­nen­nungs­vor­schlä­gen für den bei dem Kartendienst markierten Ort aus­zu­drü­cken. Der Konzern hatte bereits wenige Tage nach dem Erlass Ende Januar er­klärt, dass man sich bei der Kennzeichnung von Orten auf Google Maps stets nach den "offiziellen Quellen" richtet.

Wie alle anderen großen US-Tech­no­lo­gie­kon­zer­ne sucht auch Google seit einiger Zeit die Nähe der neuen US-Regierung unter Trump. Das Unternehmen spendete unter anderem Geld für die Feier zum Amtsantritt von Trump, und CEO Sundar Pichai war neben anderen CEOs wie Mark Zuckerberg (Meta/Facebook), Tim Cook (Apple) und Amazon-Gründer Jeff Bezos bei der Amtseinführung anwesend.

Einer der Gründe dafür dürfte auch die prominente Rolle von Tesla-Chef Elon Musk in der Trump-Regierung sein, der direkt mit dem Amtsantritt des wieder zum US-Präsidenten gewählten Republikaners begann, diverse Regierungs­behörden aktiv zu zerstören.

Zusammenfassung
  • Google Maps löscht negative Bewertungen für den kürzlich umbenannten Golf von Amerika
  • Nutzer können keine Bearbeitungsvorschläge oder Ungenauigkeiten mehr melden
  • Der Konzern sieht massenhafte negative Bewertungen als Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
  • Google richtet sich bei Ortsbezeichnungen nach offiziellen Quellen und Vorgaben
  • Technologiekonzern Google sucht verstärkt die Nähe zur neuen Trump-Regierung
  • Elon Musk beginnt nach Trumps Amtsantritt mit der Zerstörung von Regierungsbehörden

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