Rätselhafte Mars-Wolken:
NASA-Rover macht seltene Entdeckung

Der Mars-Rover Curiosity hat Aufnahmen von schillernden Wolken über dem Roten Planeten gemacht. Die seltenen rötlichen und grünlich schimmernden Wolkenformationen ge­ben Wissenschaftlern Rätsel auf und liefern Einblicke in die At­mos­phäre des Mars.
Wissenschaft, Weltraum, Raumfahrt, Mars, Planet, rover, Curiosity

Schillernde Wolken über dem Mars

Bei den beobachteten Wolken handelt es sich um sogenannte noctilucente (leuchtende Nachtwolken). Sie bestehen aus gefrorenem Kohlendioxid, auch als Trockeneis bekannt, und befinden sich in einer Höhe von etwa 60 bis 80 Kilometern über der Marsoberfläche. Das Sonnenlicht wird von den Eiskristallen gestreut, was zu den Farbeffekten führt. Aufgrund ihres perlmuttartigen Schimmers werden die Wolken auch als "Perlmuttwolken" bezeichnet.

Obwohl die Atmosphäre des Mars zu 95 Prozent aus Kohlendioxid besteht, sind Wolken aus gefrorenem CO2 selten. Die meisten Marswolken bestehen aus Wassereis. Die von Curiosity fotografierten Wolken sind nur in bestimmten Regionen des südlichen Mars zu beobachten. Der Rover Perseverance, der sich in der nördlichen Hemisphäre befindet, hat bisher keine vergleichbaren Wolkenformationen gesichtet.

Kohlendioxid sollte hier eigentlich nicht zu Eis kondensieren. Irgendetwas kühlt es also so weit ab, dass es passieren kann.
Mark Lemmon, Atmosphärenforscher am Space Science Institute in Boulder, Colorado
Er vermutet, dass Gravitationswellen in der Marsatmosphäre eine Rolle bei der Entstehung der Wolken spielen könnten. "Aber Gravitationswellen auf dem Mars sind nicht vollständig verstanden und wir sind uns nicht ganz sicher, was dazu führt, dass sich Dämmerungswolken an einem Ort bilden, aber nicht an einem anderen", so Lemmon.

Vorhersagbares Phänomen

Die Wolkenformationen sind inzwischen so vorhersehbar geworden, dass die Forscher ihre Beobachtungen im Voraus planen können. Lemmon berichtet: "Ich werde mich immer an das erste Mal erinnern, als ich diese schillernden Wolken sah und zunächst dachte, es sei ein Farbfehler. Jetzt treten sie so zuverlässig auf, dass wir unsere Aufnahmen im Voraus planen können."


Die regelmäßige Beobachtung der Wolken liefert den Wissenschaftlern Daten über die Partikelgröße und das Wachstum der Wolken auf dem Mars. Diese Informationen tragen dazu bei, das Verständnis der Marsatmosphäre zu verbessern.

Curiosity: Vielseitiger Erforscher des Roten Planeten

Der Rover Curiosity, der 2012 auf dem Mars landete, erforscht also nicht nur den Boden des Planeten, sondern richtet seine Kameras auch regelmäßig zum Himmel. Neben der Beobachtung atmosphärischer Phänomene hat der Rover kürzlich einen Einschlagkrater namens "Rustic Canyon" untersucht. Der 20 Meter breite Krater ist aufgrund von Erosion nur noch flach und könnte vor Millionen von Jahren entstanden sein.

Die NASA-Wissenschaftler sind besonders an Kratern interessiert, da der Einschlagprozess lange vergrabene Materialien freilegen kann. Diese könnten organische Moleküle besser konserviert haben als Gesteine an der Oberfläche, die der Strahlung ausgesetzt sind. Die Untersuchung dieser Moleküle gibt Aufschluss über die frühe Umgebung des Mars und mögliche Voraussetzungen für mikrobielles Leben.

Was haltet ihr von diesen Entdeckungen auf dem Mars? Glaubt ihr, dass die Erforschung dieser Wolkenformationen wichtige Erkenntnisse über den Roten Planeten liefern wird? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • Mars-Rover Curiosity fotografiert schillernde CO2-Wolken über Mars
  • Seltene 'Perlmuttwolken' aus Trockeneis in 60-80 km Höhe beobachtet
  • Wolken treten nur in bestimmten Regionen der südlichen Hemisphäre auf
  • Die Entstehung der Wolken gibt Wissenschaftlern noch Rätsel auf
  • Regelmäßige Beobachtungen liefern Daten zur Marsatmosphäre
  • Curiosity untersucht auch Einschlagkrater 'Rustic Canyon'
  • Krater könnten Hinweise auf frühe Umgebung und mögliches Leben geben

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