Asteroid 2024 YR: Einschlagswahrscheinlichkeit jetzt fast verdoppelt
Die Astronomen haben die letzten Tage damit verbracht, die Flugbahn des Asteroiden 2024 YR4 genauer zu untersuchen. Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags auf der Erde hat sich mit den neuen Daten fast verdoppelt.
Auch die Größe wurde aufgrund der neueren Beobachtungen nach oben korrigiert: Mit rund 90 Metern entspricht der Asteroid in etwa der Größe des legendären Tunguska-Objekts, das 1908 einen sibirischen Wald mit einer Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern verwüstete. Diese Dimensionen haben bei Experten Alarmglocken ausgelöst, weshalb der Asteroid aktuell auf beiden Seiten des Atlantiks ganz oben auf den offiziellen Risikolisten steht.
Trotz dieser beunruhigenden Zahlen mahnen Wissenschaftler zur Ruhe. "Solche Schwankungen in den Einschlagwahrscheinlichkeiten sind bei Vorhersagen, die weit in der Zukunft liegen, durchaus üblich", erklärte die NASA-Planetary-Defense-Abteilung. Forscherin Molly Wasser betonte, dass frühere Objekte, die kurzfristig auf Risikolisten aufgestiegen sind, nach weiteren Beobachtungen oft als ungefährlich eingestuft wurden.
Ein weiterer Grund zur Beruhigung ist die erfolgreiche Demonstration von Abwehrtechnologien. Die NASA-DART-Mission aus dem Jahr 2022, bei der ein Raumfahrzeug absichtlich in einen Asteroiden von Fußballstadiongröße gesteuert wurde, um dessen Bahn zu verändern, hat gezeigt, dass derartige Objekte prinzipiell abgewehrt werden können. Snodgrass führt an, dass 2024 YR4 in einem Größenbereich liegt, in dem ein DART-ähnlicher Eingriff effektiv sein könnte, sollte sich das Risiko eines Einschlags tatsächlich bestätigen.
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Objekt ist größer als gedacht
Die Wahrscheinlichkeit eines direkten Einschlags des kürzlich entdeckten Asteroiden mit der Katalognummer 2024 YR4 wurde neu eingeschätzt. Laut des Centers for Near Earth Object Studies (CNEOS) der NASA liegt das Risiko nun bei etwa 2,3 Prozent, was 1:43 entspricht, berichtet der Guardian. Diese Neubewertung stellt einen deutlichen Anstieg dar, wenn man bedenkt, dass die Europäische Weltraumorganisation (ESA) erst von einer Einschlagswahrscheinlichkeit von 1,3 Prozent ausging.Auch die Größe wurde aufgrund der neueren Beobachtungen nach oben korrigiert: Mit rund 90 Metern entspricht der Asteroid in etwa der Größe des legendären Tunguska-Objekts, das 1908 einen sibirischen Wald mit einer Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern verwüstete. Diese Dimensionen haben bei Experten Alarmglocken ausgelöst, weshalb der Asteroid aktuell auf beiden Seiten des Atlantiks ganz oben auf den offiziellen Risikolisten steht.
Trotz dieser beunruhigenden Zahlen mahnen Wissenschaftler zur Ruhe. "Solche Schwankungen in den Einschlagwahrscheinlichkeiten sind bei Vorhersagen, die weit in der Zukunft liegen, durchaus üblich", erklärte die NASA-Planetary-Defense-Abteilung. Forscherin Molly Wasser betonte, dass frühere Objekte, die kurzfristig auf Risikolisten aufgestiegen sind, nach weiteren Beobachtungen oft als ungefährlich eingestuft wurden.
(Noch) keine Panik
Auch Colin Snodgrass, Professor für planetare Astronomie an der University of Edinburgh, sieht derzeit keine akute Gefahr: "Wahrscheinlich wird dieser Asteroid harmlos vorbeiziehen. Wir müssen ihn nur noch etwas länger mit Teleskopen beobachten, um seine Bahn genauer vorhersagen zu können." Die größte Annäherung an die Erde - oder eben ein Einschlag - erfolgt voraussichtlich am 22. Dezember 2032.Ein weiterer Grund zur Beruhigung ist die erfolgreiche Demonstration von Abwehrtechnologien. Die NASA-DART-Mission aus dem Jahr 2022, bei der ein Raumfahrzeug absichtlich in einen Asteroiden von Fußballstadiongröße gesteuert wurde, um dessen Bahn zu verändern, hat gezeigt, dass derartige Objekte prinzipiell abgewehrt werden können. Snodgrass führt an, dass 2024 YR4 in einem Größenbereich liegt, in dem ein DART-ähnlicher Eingriff effektiv sein könnte, sollte sich das Risiko eines Einschlags tatsächlich bestätigen.
Zusammenfassung
- Asteroid 2024 YR4: Einschlagswahrscheinlichkeit auf 2,3 Prozent gestiegen
- Größe des Asteroiden auf 90 Meter korrigiert, ähnlich Tunguska-Objekt
- Experten mahnen zur Ruhe trotz Anstieg auf offiziellen Risikolisten
- Annäherung oder möglicher Einschlag am 22. Dezember 2032 erwartet
- NASA-DART-Mission zeigt Möglichkeit zur Abwehr solcher Asteroiden
- Weitere Beobachtungen nötig für genauere Bahnvorhersagen
- Wissenschaftler erwarten harmlosen Vorbeiflug des Asteroiden
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