Ladenetz für E-Autos wächst:
Diese Bundesländer haben die Nase vorn

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland macht Fortschritte. Laut aktuellem Ranking kommen inzwischen nur noch 17 E-Autos auf einen öffentlichen Ladepunkt. Doch es gibt weiterhin große regionale Unterschiede und Handlungsbedarf beim Netzausbau.
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Positive Entwicklung beim Ladenetz-Ausbau

Die Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Deutschland wächst schneller als der E-Auto-Bestand. Aktuell kommen im Durchschnitt nur noch 17 Elektrofahrzeuge auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Vor einem Jahr lag dieses Verhältnis noch bei 21 zu 1.

Insgesamt verzeichnet die Bundesnetzagentur zum Stichtag 1. Juli 2024 bundesweit 142.793 öffentliche Ladepunkte, davon 30.048 Schnellladepunkte. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von über 45.000 neuen Lademöglichkeiten. Besonders dynamisch verlief der Ausbau in Großstädten wie Berlin (2.053 neue Ladepunkte), Stuttgart (1.456) und Frankfurt am Main (1.130). VDA E-Ladenetz-RankingDas aktuelle VDA-E-Ladenetz-Ranking mit Stand Juli 2024 Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Auswertung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hervor. Der Verband betont jedoch, dass trotz der positiven Gesamtentwicklung weiterhin deutliche Unterschiede zwischen den Regionen bestehen. So verfügen 35 Prozent der 10.752 deutschen Gemeinden noch immer über keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt. Bei Schnellladepunkten sieht es noch düsterer aus: In 73 Prozent aller Gemeinden fehlt diese Infrastruktur komplett.

Spitzenreiter im Ländervergleich sind Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit den besten Verhältnissen zwischen E-Autos und Ladepunkten. Allerdings ist in diesen Bundesländern der E-Auto-Bestand noch vergleichsweise gering. Am unteren Ende der Skala finden sich Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.


Ausbau der Schnellladeinfrastruktur nimmt Fahrt auf

Ein positiver Trend zeigt sich beim Ausbau von Schnellladepunkten. Deren Anzahl stieg im Jahresvergleich um 62 Prozent - deutlich stärker als bei normalen Ladepunkten (43 Prozent). Besonders rasant war mit 77 Prozent Zuwachs der Ausbau von Hochleistungs-Ladepunkten mit über 149 kW Leistung.

VDA-Präsidentin Hildegard Müller sieht trotz der Fortschritte weiterhin Handlungsbedarf: "Der Ausbau der Ladeinfrastruktur muss vorauslaufend den Erfolg der E-Mobilität unterstützen." Sie verweist auf das geplante Deutschlandnetz, das bis 2026 über 1.000 zusätzliche Schnellladeparks vorsieht.

Netzausbau als Flaschenhals

Neben dem reinen Aufstellen von Ladesäulen mahnt der VDA auch den dringend notwendigen Ausbau der Stromnetze an. "Es ist nicht damit getan, eine Ladesäule aufzustellen, auch die Stromnetze müssen dringend fit für die Zukunft gemacht werden", betont Müller. Der beschleunigte und vorausschauende Netzausbau sei entscheidend für die weitere Verbreitung der Elektromobilität.

Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur in eurer Region aus? Habt ihr schon Erfahrungen mit öffentlichen Ladepunkten gemacht? Teilt eure Eindrücke gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Ladeinfrastruktur wächst schneller als E-Auto-Bestand in Deutschland
  • Durchschnittlich 17 E-Autos pro öffentlichem Ladepunkt, Vorjahr 21
  • Über 142.000 öffentliche Ladepunkte, davon 30.000 Schnellladepunkte
  • Große regionale Unterschiede: 35 % der Gemeinden ohne Ladepunkt
  • Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen sind Spitzenreiter
  • Schnellladepunkte wachsen mit 62 % stärker als normale Ladepunkte
  • VDA fordert weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur und Stromnetze

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