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Sonderzeichen helfen nicht:
1 Mrd. Passwörter von Malware gestohlen

Obwohl immer wieder Alternativen angeschoben werden, beruhen Sicherheits-Konzepte weiterhin vor allem auf Passwörtern. Und diese werden in einem immer größeren Umfang von Kriminellen gestohlen, wie aktuelle Daten für das letzte Jahr zeigen.
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Alternativen sind nur Nische

Laut eines Berichts des Forschungsteams von Specops Software wurden 2024 über eine Milliarde Passwörter durch Malware gestohlen. Der "2025 Breached Password Report" analysiert die massive Anzahl kompromittierter Zugangsdaten, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten gesammelt wurden. Die Erkenntnisse sind alarmierend und unterstreichen die anhaltende Unsicherheit rund um das Thema Passwörter - trotz der zunehmenden Verbreitung moderner Alternativen wie Passkeys.

Insgesamt wurden demnach 1.089.342.532 gestohlene Passwörter untersucht. Besonders beunruhigend: Rund 230 Millionen dieser Passwörter erfüllten die üblichen Komplexitätsanforderungen, wie sie von vielen Organisationen vorgeschrieben werden. Sie haben also eine Mindestlänge von acht Zeichen, die Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Doch wie der Bericht zeigt, sind solche Richtlinien allein kein ausreichender Schutz mehr.


"Selbst die stärkste Passwortpolitik schützt nicht vor Malware, die Passwörter stiehlt", erklärte Darren James, Senior Product Manager bei Specops Software. Die Analyse zeigte außerdem, dass über 350 Millionen der kompromittierten Passwörter länger als zehn Zeichen waren, darunter 92 Millionen mit einer Länge von zwölf Zeichen. Infografik: Ein sicheres Passwort wählenEin sicheres Passwort wählen Die gestohlenen Passwörter wurden überwiegend durch Schadsoftware wie Redline, Vidar und Raccoon Stealer abgegriffen. Diese Malware ist nicht nur leicht für Angreifer zugänglich, sondern auch profitabel auf dem Schwarzmarkt handelbar. Die Wiederverwendung von Passwörtern macht die Situation noch kritischer, da Kriminelle gestohlene Zugangsdaten gezielt nutzen können, um weitere Konten zu kompromittieren.

Passwortmanager helfen

Die Forscher raten dringend dazu, Passwortmanager zu verwenden. Diese Tools ermöglichen eine Sicherheitsüberprüfung bestehender Passwörter und unterstützen die Erstellung einzigartiger, zufällig generierter Zugangsdaten. Nutzer sollten unverzüglich alle wiederverwendeten oder unsicheren Passwörter durch neue ersetzen.

Der Bericht unterstreicht aber auch die Notwendigkeit, traditionelle Ansätze zur Passwortsicherheit zu überdenken, und ruft Organisationen und Verbraucher dazu auf, ihre Sicherheitsstrategien angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Malware anzupassen. Nur durch den Einsatz moderner Tools und Praktiken können Nutzer verhindern, dass ihre Daten Teil der nächsten großen Daten-Raubzüge werden.

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Zusammenfassung
  • Über 1 Mrd. Passwörter wurden 2024 durch Malware gestohlen
  • 230 Mio. gestohlene Passwörter erfüllten übliche Komplexitätsregeln
  • Über 350 Mio. kompromittierte Passwörter waren länger als 10 Zeichen
  • Malware wie Redline, Vidar und Raccoon Stealer waren hauptverantwortlich
  • Wiederverwendung von Passwörtern erhöht das Risiko weiterer Kompromittierung
  • Experten empfehlen dringend die Nutzung von Passwortmanagern
  • Traditionelle Ansätze zur Passwortsicherheit müssen überdacht werden

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