Kompakt-SUV ab 2027: Tesla-Konkurrent Polestar will in Europa bauen

Der schwedische Elektroautohersteller plant die Produktion seines neu­en Modells Polestar 7 in Europa. Mit dieser Strategie will das Un­ter­neh­men Kosten senken, Zölle umgehen und bis 2025 die Gewinnzone er­rei­chen. Gleichzeitig soll das Vertriebsnetz ausgebaut werden.
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Polestar

Polestar setzt auf europäische Produktion

Der schwedische Elektroautohersteller Polestar hat Pläne für die kommenden Jahre vorgestellt. Im Zentrum steht dabei die Ankündigung, das neue Modell Polestar 7, ein Premium-Kompakt-SUV, in Europa zu produzieren. Diese Entscheidung markiert einen Strategiewechsel für das Unternehmen, das bisher hauptsächlich in Asien und den USA gefertigt hat.

"Die Kosten sind deutlich geringer, als Autos um die Welt zu schiffen", sagt Michael Lohscheller, CEO von Polestar, der Deutsche Presse-Agentur (dpa). Zudem bietet die europäische Produktion Schutz vor möglichen Einfuhrzöllen, die die EU auf Elektrofahrzeuge aus China erhoben hat. PolestarDie E-Auto-Flotte 2025: Polestar 2, Polestar 3 und Polestar 4

Wachstumsziele und finanzielle Ambitionen

Polestar hat sich für die Jahre 2025 bis 2027 ehrgeizige Ziele gesetzt. Etwa ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Einzelhandelsvolumens zwischen 30 und 35 Prozent und das Erreichen eines positiven bereinigten EBITDA bereits 2025. Durch die Produktionsverlagerung, Einzelhandelsexpansion und Portfolioerweiterung sollen diese Ziele erreichbar sein.

Der Polestar 7 spielt in diesen Plänen eine Schlüsselrolle. Das Fahrzeug soll das "am schnellsten wachsende und profitabelste Premium-Segment der Welt" bedienen, wie das Unternehmen mitteilt. Details zum genauen Produktionsstandort und -zeitpunkt sind allerdings bisher nicht bekannt.


Vertriebsexpansion und Modellvielfalt

Neben der Produktionsverlagerung plant Polestar eine massive Ausweitung seiner Einzelhandelspräsenz. In Europa sollen die Verkaufsflächen bis Ende 2026 von 70 auf 130 erhöht werden, in Nordamerika immerhin auf 57 Standorte. Ziel ist es, mehr Offline-Käufer zusätzlich zum bestehenden Online-Vertrieb anzusprechen.

Polestar setzt zudem auf eine erweiterte Modellpalette:

  • Polestar 2 (etabliert)
  • Polestar 3 (großes E-SUV)
  • Polestar 4 (Mittelklasse-Crossover)
  • Polestar 5 (viersitziger Grand Tourer, in Entwicklung)
  • Polestar 6 (Elektro-Roadster, in Entwicklung)
  • Polestar 7 (geplantes Premium-Kompakt-SUV)

Herausforderungen und Ausblick

Trotz der ambitionierten Zukunftspläne steht Polestar vor einigen Herausforderungen. Bisher stehen Gesamtverluste von 585,6 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2024 unterm Strich. Außerdem ein Umsatzrückgang von 10 Prozent im dritten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahr und ein Absatzrückgang von 8 Prozent im gleichen Zeitraum.

In den USA warten zudem mögliche Probleme durch neue Regelungen für vernetzte Autos von Herstellern unter chinesischer Kontrolle ab Modelljahr 2027. Zu den US-Herausforderungen äußerte sich Lohscheller allerdings bereits zuversichtlich: "Da werden wir Lösungen finden."

Was denkt ihr über Polestars Strategie, in Europa zu produzieren? Könnte dies dem Unternehmen helfen, seine Ziele zu erreichen? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Polestar plant Produktion des neuen Modells Polestar 7 in Europa
  • Ziele: Kostensenkung, Zollvermeidung und Gewinnzone bis 2025
  • Geplantes Wachstum von 30-35% und positives EBITDA für 2025-2027
  • Ausbau des Vertriebsnetzes in Europa und Nordamerika bis 2026
  • Erweiterung der Modellpalette von Polestar 2 bis Polestar 7
  • Herausforderungen: Umsatz- und Absatzrückgang, Verluste im Jahr 2024
  • Mögliche Probleme in USA durch neue Regelungen für vernetzte Autos

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