RedNote will "TikTok-Flüchtlinge" von chinesischen Nutzern abschotten
Die chinesische Social-Media-App RedNote verzeichnet aufgrund des drohenden TikTok-Verbots in den USA einen rasanten Zustrom von Nutzern. Die Plattform steht nun vor der Herausforderung, das plötzliche Interesse zu bewältigen - und möchte die US-Nutzer "einzäunen".
RedNote, ursprünglich 2013 als Lifestyle-Guide und Empfehlungsplattform für Themen wie Beauty und Essen gestartet, hat sich dadurch plötzlich zu einem interkulturellen Austauschforum entwickelt. Amerikanische und chinesische Nutzer tauschen sich nun über Alltägliches wie Haustiere, Lieblingsgerichte und persönliche Erfahrungen aus.
Wie Ars Technica berichtet, scheint diese Entwicklung die Betreiber von RedNote relativ unvorbereitet getroffen zu haben. Das Unternehmen sucht indessen dringend nach englischsprachigen Content-Moderatoren und arbeitet an Übersetzungstools, um mit dem plötzlichen Interesse aus dem Ausland umgehen zu können. Gleichzeitig mehren sich Berichte, dass RedNote plant, ausländische Nutzer bald auf separate Server auszulagern, um den Einfluss auf chinesische Nutzer zu begrenzen.
Für RedNote stellt der Zustrom an ausländischen Nutzern eine Gratwanderung dar. Einerseits bietet er Chancen für Wachstum und globale Expansion. Andererseits könnte zu viel ausländischer Einfluss die Aufmerksamkeit der chinesischen Behörden auf sich ziehen. Die App galt bisher als relativ unpolitisch und konnte so einer stärkeren Kontrolle durch die Regierung entgehen.
Der chinesische Name "Xiaohongshu" bedeutet wörtlich übersetzt "Kleines rotes Buch". Entgegen Vermutungen ist dies aber keine Anspielung auf das berühmte Buch mit Zitaten von Mao Zedong alias "Mao-Bibel". Wie der Mitbegründer Mao Wenchao erklärt, bezieht sich der Name stattdessen auf die Farben seiner Alma Mater, der Stanford Business School.
Ob sich RedNote als dauerhafte Alternative zu TikTok in den USA etablieren kann, bleibt abzuwarten. Experten gehen davon aus, dass das Interesse der amerikanischen Nutzer eher kurzlebig sein dürfte. Zudem könnte eine mögliche Trennung von chinesischen und ausländischen Nutzern die Attraktivität der Plattform schmälern.
Siehe auch:
Unerwarteter Ansturm auf chinesische App
Die chinesische Social-Media-Plattform RedNote erlebt derzeit einen Boom an neuen Nutzern aus den USA. Auslöser für diesen unerwarteten Ansturm ist das drohende TikTok-Verbot in den Vereinigten Staaten. Innerhalb weniger Tage haben sich über 700.000 neue Nutzer bei der App angemeldet, die in China unter dem Namen Xiaohongshu bekannt ist.RedNote, ursprünglich 2013 als Lifestyle-Guide und Empfehlungsplattform für Themen wie Beauty und Essen gestartet, hat sich dadurch plötzlich zu einem interkulturellen Austauschforum entwickelt. Amerikanische und chinesische Nutzer tauschen sich nun über Alltägliches wie Haustiere, Lieblingsgerichte und persönliche Erfahrungen aus.
Wie Ars Technica berichtet, scheint diese Entwicklung die Betreiber von RedNote relativ unvorbereitet getroffen zu haben. Das Unternehmen sucht indessen dringend nach englischsprachigen Content-Moderatoren und arbeitet an Übersetzungstools, um mit dem plötzlichen Interesse aus dem Ausland umgehen zu können. Gleichzeitig mehren sich Berichte, dass RedNote plant, ausländische Nutzer bald auf separate Server auszulagern, um den Einfluss auf chinesische Nutzer zu begrenzen.
Reaktionen der chinesischen Nutzer
Die chinesischen Nutzer von RedNote haben ihre neuen amerikanischen "TikTok-Flüchtlinge" größtenteils freundlich willkommen geheißen. Viele zeigen sich neugierig auf den direkten Austausch, warnen die Neuankömmlinge aber auch vor den strengeren Zensurregeln auf der Plattform. Themen wie Politik, Religion oder Drogen sollten demnach gemieden werden, um Accountsperrungen zu vermeiden.Für RedNote stellt der Zustrom an ausländischen Nutzern eine Gratwanderung dar. Einerseits bietet er Chancen für Wachstum und globale Expansion. Andererseits könnte zu viel ausländischer Einfluss die Aufmerksamkeit der chinesischen Behörden auf sich ziehen. Die App galt bisher als relativ unpolitisch und konnte so einer stärkeren Kontrolle durch die Regierung entgehen.
Der chinesische Name "Xiaohongshu" bedeutet wörtlich übersetzt "Kleines rotes Buch". Entgegen Vermutungen ist dies aber keine Anspielung auf das berühmte Buch mit Zitaten von Mao Zedong alias "Mao-Bibel". Wie der Mitbegründer Mao Wenchao erklärt, bezieht sich der Name stattdessen auf die Farben seiner Alma Mater, der Stanford Business School.
Ob sich RedNote als dauerhafte Alternative zu TikTok in den USA etablieren kann, bleibt abzuwarten. Experten gehen davon aus, dass das Interesse der amerikanischen Nutzer eher kurzlebig sein dürfte. Zudem könnte eine mögliche Trennung von chinesischen und ausländischen Nutzern die Attraktivität der Plattform schmälern.
Zusammenfassung
- RedNote erlebt Nutzerzuwachs durch drohendes TikTok-Verbot in den USA
- Über 700.000 neue US-Nutzer melden sich innerhalb weniger Tage an
- App entwickelt sich zu interkulturellem Austauschforum
- RedNote sucht englischsprachige Moderatoren und plant Übersetzungstools
- Chinesische Nutzer heißen 'TikTok-Flüchtlinge' willkommen
- Plattform plant, ausländische Nutzer auf separate Server auszulagern
- Zukunft als TikTok-Alternative in den USA bleibt ungewiss
Siehe auch:
- TikTok-Verbot: Nutzung von Mandarin-Kursen bei Duolingo explodiert
- Gegengewicht zu US-Milliardären: EU soll TikTok übernehmen
- TikTok dementiert, dass der Verkauf an Elon Musk "diskutiert" wird
- TikTok-Verbot: Donald Trump will App in letzter Sekunde retten
- Erstes europäisches Land erlässt komplettes TikTok-Verbot
Thema:
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