Krypto-Pfarrer scheffelt Millionen:
Gemeinde um 6 Mio. Dollar erleichtert
Mit Kryptowährungen wird viel Schindluder getrieben. Regelmäßig kommt es zu Betrugsfällen, bei denen Investoren um ihr Geld gebracht werden. Im Fall eines kriminellen Pfarrers passierte das jetzt sozusagen im Auftrag Gottes.
Aus Fleisch und Blut ist hingegen Pfarrer Francier Obando Pinillo. Berührungsängste mit modernen Technologien bestanden bei dem 51-Jährigen allerdings auch nicht. Denn wie das US-Justizministerium jetzt mitteilte, war der Geistliche der Strippenzieher eines riesigen Kryptobetrugs.
Um mehr potenzielle Investoren zu erreichen, rührte der Pfarrer auch über Facebook die Werbetrommel für Solano Fi. Mithilfe einer Web-App, die gefälschte Kontostände anzeigte, wiegte er die Investoren zudem in Sicherheit. Versuche, Geld über die App abzuheben, schlugen jedoch jedes Mal fehl. Auf Nachfrage behauptete der Geistliche dann, es gäbe technische Schwierigkeiten und er bräuchte weiteres Geld, um das Problem zu beheben.
Insgesamt sammelte Pinillo mit dieser Masche im Zeitraum von ungefähr zwei Jahren knapp sechs Millionen US-Dollar von etwa 1.500 fremden Personen und Mitgliedern seiner Gemeinde. Nach seiner Überführung droht ihm jetzt eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
Siehe auch:
Kirchenvertreter macht in Kryptowährung
Die Kirche gibt sich gerne modern, um in Zeiten von Elektroautos und TikTok nicht den Anschluss zu verlieren. Sogar mit einem KI-Pfarrer namens "Justin" wollte man punkten. Der litt jedoch an Halluzinationen und empfahl unter anderem, Taufen mit Gatorade durchzuführen.Aus Fleisch und Blut ist hingegen Pfarrer Francier Obando Pinillo. Berührungsängste mit modernen Technologien bestanden bei dem 51-Jährigen allerdings auch nicht. Denn wie das US-Justizministerium jetzt mitteilte, war der Geistliche der Strippenzieher eines riesigen Kryptobetrugs.
Groß angelegter Betrug
Als Oberhaupt einer spanisch-sprechenden Gemeinde in Pasco, Washington, nutzte er seine Stellung als Vertrauensperson aus und überredete viele seiner Schäfchen dazu, in sein Kryptogeschäft namens 'Solano Fi' zu investieren. Laut Aussagen von Pinillo selbst sei die Idee zu dem Projekt "im Traum zu ihm gekommen". Seinen Opfern erzählte er, es handele es sich um eine absolut sichere Investition. Außerdem garantierte er Renditen von knapp 35 Prozent ohne Risiko.Um mehr potenzielle Investoren zu erreichen, rührte der Pfarrer auch über Facebook die Werbetrommel für Solano Fi. Mithilfe einer Web-App, die gefälschte Kontostände anzeigte, wiegte er die Investoren zudem in Sicherheit. Versuche, Geld über die App abzuheben, schlugen jedoch jedes Mal fehl. Auf Nachfrage behauptete der Geistliche dann, es gäbe technische Schwierigkeiten und er bräuchte weiteres Geld, um das Problem zu beheben.
Insgesamt sammelte Pinillo mit dieser Masche im Zeitraum von ungefähr zwei Jahren knapp sechs Millionen US-Dollar von etwa 1.500 fremden Personen und Mitgliedern seiner Gemeinde. Nach seiner Überführung droht ihm jetzt eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren.
Kein Einzelfall
Der Pfarrer aus Washington ist allerdings nicht der erste Geistliche, der seine Schäfchen um ihr Erspartes brachte. In einem ähnlichen Fall vor etwa einem Jahr hatte ein Pfarrer in Colorado mit einem ähnlichen Krypto-Scam über 3,2 Millionen Dollar 'verdient'. Auch er musste sich jedoch letztlich vor Gericht für den Betrug verantworten, der ihm seinen Aussagen zufolge "von unserem Herrn aufgetragen" wurde.
Zusammenfassung
- Pfarrer Francier Obando Pinillo betrog Gemeindemitglieder mit Kryptowährung
- Er versprach risikolose 35-prozentige Renditen für 'Solano Fi'-Investitionen
- Über Facebook und eine Web-App mit gefälschten Kontoständen lockte er Opfer
- In zwei Jahren sammelte er sechs Millionen Dollar von 1.500 Personen ein
- Dem 51-jährigen Geistlichen drohen nun bis zu 20 Jahre Haft
- Ein ähnlicher Fall ereignete sich vor einem Jahr in Colorado
Siehe auch:
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