Taufe mit Gatorade: Kirchliche KI "Pfarrer Justin" gibt wirre Ratschläge
Eigentlich sollte der Chatbot Fragen seiner Nutzer nach dem katholischen Glauben beantworten. Doch dann lief das Projekt ein wenig aus dem Ruder. Pfarrer Justin nahm Menschen die Beichte ab und überraschte mit einer recht liberalen Auslegung mancher Sakramente.
Auch wenn die KI nicht als Ersatz für echte menschliche Interaktion mit einem Geistlichen oder spirituellen Berater gedacht ist, sei sie doch "ein wertvolles Instrument, das unseren Nutzern hilft, die Lehren des katholischen Glaubens besser zu verstehen und zu artikulieren", so Costello. Sie soll "fundierte Antworten auf Fragen zum katholischen Glauben geben".
Auch überschätzte die künstliche Intelligenz wohl ihren eigenen Kompetenzbereich. So nahm sie Nutzern laut The Pillar die Beichte ab und erteilte ihnen die Absolution.
Jetzt soll Pfarrer Justin erst einmal ein anderes, nicht geistliches Erscheinungsbild verpasst bekommen, bevor dann in den nächsten Wochen eine überarbeitete Version der Künstlichen Intelligenz veröffentlicht werden soll. Mal sehen, mit welchen Ratschlägen die neue Variante der Kirchen-KI dann aufwartet.
Siehe auch:
Kirchen-KI mit Schwächen
Künstliche Intelligenz ist mittlerweile überall. Sie entscheidet, wer mit Paintballs beschossen werden soll und sorgt für endlose Staus auf deutschen Straßen. Jetzt kam die amerikanische Organisation Catholic Answers auf die Idee, auch religiöse Fragen von einer KI beantworten zu lassen und entwickelte dazu "Pfarrer Justin". Mit bisher mäßigem Erfolg. Denn schon nach kurzer Zeit muss der digitale Geistliche komplett überarbeitet werden."Justin" soll Glaubensfragen beantworten
Eigentlich war Pfarrer Justin dazu gedacht, um "eine ansprechende und informative Erfahrung für diejenigen zu schaffen, die den katholischen Glauben erforschen", sagt Chris Costello, Leiter der IT-Abteilung von Catholic Answers.Auch wenn die KI nicht als Ersatz für echte menschliche Interaktion mit einem Geistlichen oder spirituellen Berater gedacht ist, sei sie doch "ein wertvolles Instrument, das unseren Nutzern hilft, die Lehren des katholischen Glaubens besser zu verstehen und zu artikulieren", so Costello. Sie soll "fundierte Antworten auf Fragen zum katholischen Glauben geben".
KI-Pfarrer mit Halluzinationen
Doch ob das tatsächlich der Fall ist, darf nach den jüngsten Antworten von Pfarrer Justin bezweifelt werden. Dabei machte die KI eigentlich nur das, was eine KI eben so macht: Sie greift auf das Material zu, mit dem sie trainiert wurde und halluziniert bisweilen auch etwas dazu. So sind laut des KI-Pfarrers etwa Taufen mit dem Erfrischungsgetränk Gatorade völlig in Ordnung.Auch überschätzte die künstliche Intelligenz wohl ihren eigenen Kompetenzbereich. So nahm sie Nutzern laut The Pillar die Beichte ab und erteilte ihnen die Absolution.
Neue Version in Arbeit
Dabei hatten die Verantwortlichen eigenen Aussagen zufolge Pfarrer Justin und die zugrundeliegende KI über ein halbes Jahr getestet. In einem Interview gab Chris Costello zu, dass die Anwender Fragen stellten, mit denen seine Organisation einfach nicht gerechnet habe. Laut der Webseite von Catholic Answers gäbe es aber "keine schlechten Dinge, nur schlechte Verwendungen von Dingen".Jetzt soll Pfarrer Justin erst einmal ein anderes, nicht geistliches Erscheinungsbild verpasst bekommen, bevor dann in den nächsten Wochen eine überarbeitete Version der Künstlichen Intelligenz veröffentlicht werden soll. Mal sehen, mit welchen Ratschlägen die neue Variante der Kirchen-KI dann aufwartet.
Zusammenfassung
- KI "Pfarrer Justin" soll religiöse Fragen beantworten
- Entwicklung durch Organisation Catholic Answers
- Bisher mäßiger Erfolg, Überarbeitung nötig
- KI sollte katholischen Glauben vermitteln
- Fehler wie Taufen mit Gatorade vorgeschlagen
- KI nahm Beichte ab und erteilte Absolution
- Neues Erscheinungsbild und Update geplant
Siehe auch:
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