Betrug und Geldwäsche: Peinliche 'Krypto-Rapperin' muss ins Gefängnis

Das selbst ernannte "Krokodil der Wall Street", Heather Morgan alias Razzlekhan, wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt. Die "Rapperin" und Unternehmerin half ihrem Mann beim Waschen gestohlener Bitcoins im Wert von elf Milliarden Dollar.
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Von schlechter Rapperin zur verurteilten Geldwäscherin

Heather Morgan, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Razzlekhan, muss für 18 Monate ins Gefängnis. Die Unternehmerin und Hobby-Rapperin wurde für ihre Beteiligung an einem der größten Krypto-Diebstähle der Geschichte verurteilt. Zusammen mit ihrem Ehemann Ilya "Dutch" Lichtenstein half sie beim Waschen von 120.000 gestohlenen Bitcoins - heute ein Vermögen von rund elf Milliarden Euro.

Der Fall erregt nicht nur wegen der enormen Summe für Aufsehen. Morgan fiel vor ihrer Verhaftung durch ihre schillernde Online-Präsenz auf. Als "Razzlekhan" veröffentlichte sie (extrem peinliche) Rap-Songs und Videos mit kryptobezogenen Texten und bezeichnete sich selbst als "Krokodil der Wall Street". Gleichzeitig betrieb sie ein vermeintlich seriöses E-Mail-Marketing-Unternehmen und schrieb Artikel für Medien wie Forbes.

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Wie die Washington Post berichtet, fiel das Urteil am gestrigen Montag vor einem Bundesgericht. Morgan hatte sich zuvor der Geldwäsche und der Verschwörung zum Betrug der Vereinigten Staaten schuldig bekannt. Ihr Mann war bereits vergangene Woche zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte zugegeben, 2016 für den Hack der Kryptobörse Bitfinex verantwortlich gewesen zu sein.

Komplexes Geldwäsche-System

Obwohl Lichtenstein allein für den Diebstahl verantwortlich war, spielte Morgan eine wichtige Rolle bei der Verschleierung der Gelder. Das Paar nutzte ausgeklügelte Methoden, um die Herkunft der Bitcoins zu verschleiern. Dazu gehörten das Vergraben von Goldmünzen, der Einsatz von Geldkurieren aus der Ukraine und Russland sowie Tausende kleiner Transaktionen mit gefälschten Konten.

Morgans Anwalt argumentierte, seine Mandantin habe erst nach der Tat von dem Diebstahl erfahren und sei nur zur Komplizin geworden, um ihren Mann zu schützen. Die Staatsanwaltschaft betonte jedoch Morgans aktive Beteiligung, einschließlich des persönlichen Vergrabens von Goldmünzen. Bei ihrer Verurteilung zeigte sich Morgan reumütig: "Der Schaden, den ich verursacht habe, wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen."

Trotz der Verurteilung scheint Morgan ihre Online-Persönlichkeit nicht völlig aufgeben zu wollen. Kurz nach dem Urteil postete sie ein Video auf X (ehemals Twitter), in dem sie ankündigte, bald mehr von ihrer Geschichte zu erzählen. Sie beendete das Video mit ihrem Markenzeichen "Razzle Dazzle!".

Zusammenfassung
  • 'Krypto-Rapperin' Heather Morgan zu 18 Monaten Haft verurteilt
  • Beteiligung an Geldwäsche von 120.000 gestohlenen Bitcoins
  • Morgan und Ehemann verschleierten Herkunft der Gelder mit Tricks
  • Schillernde Online-Präsenz als 'Razzlekhan' erregte Aufsehen
  • Ehemann für den Hack der Kryptobörse Bitfinex verantwortlich
  • Morgan zeigte sich reumütig, hält aber an Online-Persönlichkeit fest
  • Ankündigung, bald mehr von ihrer Geschichte zu erzählen

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