"Diese Leute sind Idioten":
James Bond-Erbin schießt gegen Amazon
Die Zukunft der Kultfilme um den britischen Geheimagenten James Bond steht auf der Kippe. Fast drei Jahre nach Amazons Übernahme der MGM-Studios für 6,5 Milliarden Dollar stockt die Zusammenarbeit mit der Familie Broccoli, die die Rechte am Bond-Franchise hält.
Der Konflikt hat zur Folge, dass es derzeit weder ein Drehbuch noch einen neuen Bond-Darsteller gibt. Die Verzögerung ist ein Rückschlag für Amazon, welche sich von der Übernahme von MGM große Fortschritte im Streaming- und Filmgeschäft erhofft hatten.
Der Streit spiegelt einen grundlegenden Konflikt wider: Broccoli und ihr Stiefbruder Michael Wilson verkörpern das alte Hollywood, das auf große Leinwände und kreative Instinkte setzt. Amazon hingegen repräsentiert die moderne, algorithmusgesteuerte Unterhaltungsindustrie, die auf Datenanalysen und Streaming-Abonnements basiert. Broccoli habe Amazon bereits bei frühen Gesprächen klargemacht, dass Bond keine "Content"-Marke sei, sondern eine prestigeträchtige Filmreihe, die mit Respekt behandelt werden müsse.
Die Broccoli-Familie behält die volle kreative Kontrolle über die Bond-Reihe, einschließlich Drehbuch, Casting und der Entscheidung, wer die Rolle des Geheimagenten übernimmt. Amazon hat bisher nur ein Bond-Projekt realisiert: die Reality-Show "007: Road to a Million". Doch Broccoli ist skeptisch, ob das Streaming-Gigantengeschäft mit dem Bond-Erbe vereinbar ist.
Seit dem letzten Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" im Jahr 2021 gibt es keine Fortschritte in der Planung eines neuen Teils. Branchenexperten warnen, dass die lange Pause ein Risiko darstellt, insbesondere in einer zunehmend umkämpften Unterhaltungslandschaft. Die Pattsituation zeigt, wie schwierig es ist, klassische Film-Franchises in die Streaming-Ära zu überführen, ohne deren ursprünglichen Charme zu verlieren. Ob und wann James Bond auf die Leinwand zurückkehrt, bleibt ungewiss. Doch eines steht fest: Die Entscheidung liegt allein bei Barbara Broccoli.
Siehe auch:
Hollywood vs. Streaming
Barbara Broccoli, die seit Jahrzehnten die Geschicke des Franchise lenkt, hat sich Berichten zufolge gegen eine engere Zusammenarbeit mit Amazon ausgesprochen - und das mit drastischen Worten. Broccoli, die die Rechte an Bond von ihrem Vater Albert "Cubby" Broccoli übernahm, zeigt wenig Vertrauen in den datengetriebenen Ansatz von Amazon. "Diese Leute sind Idioten", soll sie laut Insiderberichten gesagt haben, berichtet das Wall Street Journal.Der Konflikt hat zur Folge, dass es derzeit weder ein Drehbuch noch einen neuen Bond-Darsteller gibt. Die Verzögerung ist ein Rückschlag für Amazon, welche sich von der Übernahme von MGM große Fortschritte im Streaming- und Filmgeschäft erhofft hatten.
Der Streit spiegelt einen grundlegenden Konflikt wider: Broccoli und ihr Stiefbruder Michael Wilson verkörpern das alte Hollywood, das auf große Leinwände und kreative Instinkte setzt. Amazon hingegen repräsentiert die moderne, algorithmusgesteuerte Unterhaltungsindustrie, die auf Datenanalysen und Streaming-Abonnements basiert. Broccoli habe Amazon bereits bei frühen Gesprächen klargemacht, dass Bond keine "Content"-Marke sei, sondern eine prestigeträchtige Filmreihe, die mit Respekt behandelt werden müsse.
Die Broccoli-Familie behält die volle kreative Kontrolle über die Bond-Reihe, einschließlich Drehbuch, Casting und der Entscheidung, wer die Rolle des Geheimagenten übernimmt. Amazon hat bisher nur ein Bond-Projekt realisiert: die Reality-Show "007: Road to a Million". Doch Broccoli ist skeptisch, ob das Streaming-Gigantengeschäft mit dem Bond-Erbe vereinbar ist.
Vorerst Stillstand
Während Amazon Ideen wie TV-Spin-offs und eine weibliche 007 diskutierte, bleibt Broccoli hart. Sie betont, dass Bond immer ein britischer Mann bleiben sollte. Kreative Vorschläge, wie ein Bond-Bösewicht à la Elon Musk, wurden von ihr humorvoll zurückgewiesen: "Das haben wir 1997 schon gemacht."Seit dem letzten Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" im Jahr 2021 gibt es keine Fortschritte in der Planung eines neuen Teils. Branchenexperten warnen, dass die lange Pause ein Risiko darstellt, insbesondere in einer zunehmend umkämpften Unterhaltungslandschaft. Die Pattsituation zeigt, wie schwierig es ist, klassische Film-Franchises in die Streaming-Ära zu überführen, ohne deren ursprünglichen Charme zu verlieren. Ob und wann James Bond auf die Leinwand zurückkehrt, bleibt ungewiss. Doch eines steht fest: Die Entscheidung liegt allein bei Barbara Broccoli.
Zusammenfassung
- Konflikt zwischen Bond-Erbin Broccoli und Amazon verzögert neue Filme
- Broccoli lehnt datengetriebenen Ansatz von Amazon vehement ab
- Kreative Kontrolle über Bond-Reihe bleibt vollständig bei Broccoli
- Unterschiedliche Visionen: Kino-Prestige vs. Streaming-Expansion
- Broccoli besteht auf Bond als britischem Mann, lehnt TV-Spin-offs ab
- Seit 'Keine Zeit zu sterben' 2021 keine Fortschritte bei neuem Bond
- Lange Pause könnte Risiko für Franchise in umkämpftem Markt darstellen
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Amazons Aktienkurs in Euro
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Christian Kahle
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