Parker Solar Probe lebt: Sonde übersteht Rekordannäherung an Sonne
Die NASA-Sonde Parker Solar Probe hat ihre gefährliche Mission erfolgreich abgeschlossen: Sie flog näher an die Sonne, als je ein Raumschiff zuvor. Mittlerweile ist auch klar: Trotz extremer Bedingungen überstand sie den Vorbeiflug unbeschadet und wird bald wertvolle Daten liefern.
Trotz dieser extremen Bedingungen sendete die Sonde am 26. Dezember ein Tonsignal zur Erde, das ihre einwandfreie Funktion bestätigte. Das Missionsteam am Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Maryland empfing das Signal kurz vor Mitternacht Ortszeit. Detaillierte Telemetriedaten zur genauen Statusbestimmung werden dann als extraterrestrischer Neujahrsgruß am 1. Januar 2025 erwartet. Das gab die NASA per Blogbeitrag bekannt.
Eugene Parker konnte den Start 'seiner' Sonde noch miterleben, nicht aber deren jüngsten Erfolg
Die Sonde flog während ihrer Annäherung durch die äußere Atmosphäre der Sonne, also die sogenannte Korona. Laut der US-Raumfahrtbehörde ermöglicht diese Nahaufnahme der Sonne "Parker Solar Probe, Messungen vorzunehmen, die Wissenschaftlern helfen, besser zu verstehen, wie Material in dieser Region auf Millionen von Grad erhitzt wird, den Ursprung des Sonnenwinds (eines kontinuierlichen Stroms von Material, das der Sonne entweicht) zu verfolgen und zu entdecken, wie energiereiche Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden."
Die Parker Solar Probe wurde 2018 gestartet und umkreist seitdem die Sonne in immer engeren Bahnen. Sie nutzt dabei Vorbeiflüge an der Venus, um sich durch deren Schwerkraft in eine noch engere Umlaufbahn um die Sonne zu bringen. Die Mission war schon vor dem jüngsten Meilenstein ein Erfolg: Bisherige Vorbeiflüge haben den Wissenschaftlern bereits geholfen, den Ursprung von Strukturen im Sonnenwind zu bestimmen und die äußere Grenze der Sonnenatmosphäre zu kartieren.
Die Parker Solar Probe ist übrigens das erste NASA-Raumschiff, das nach einer damals noch lebenden Person benannt wurde - dem 2022 verstorbenen Physiker Eugene Newman Parker. Parker sagte 1958 wichtige Aspekte der Sonnenphysik voraus, die nun durch die nach ihm benannte Sonde erforscht werden.
Siehe auch:
Rekordverdächtiger Vorbeiflug an der Sonne
Die Parker Solar Probe der NASA hat einen historischen Meilenstein erreicht. Am 24. Dezember 2024 näherte sich die Raumsonde der Sonnenoberfläche bis auf 6,1 Millionen Kilometer - so nah wie kein menschengemachtes Objekt je zuvor. Dabei erreichte sie Geschwindigkeiten von bis zu 692.000 km/h und war extremen Temperaturen von über 980 Grad Celsius ausgesetzt.Trotz dieser extremen Bedingungen sendete die Sonde am 26. Dezember ein Tonsignal zur Erde, das ihre einwandfreie Funktion bestätigte. Das Missionsteam am Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Maryland empfing das Signal kurz vor Mitternacht Ortszeit. Detaillierte Telemetriedaten zur genauen Statusbestimmung werden dann als extraterrestrischer Neujahrsgruß am 1. Januar 2025 erwartet. Das gab die NASA per Blogbeitrag bekannt.
Eugene Parker konnte den Start 'seiner' Sonde noch miterleben, nicht aber deren jüngsten Erfolg
Die Sonde flog während ihrer Annäherung durch die äußere Atmosphäre der Sonne, also die sogenannte Korona. Laut der US-Raumfahrtbehörde ermöglicht diese Nahaufnahme der Sonne "Parker Solar Probe, Messungen vorzunehmen, die Wissenschaftlern helfen, besser zu verstehen, wie Material in dieser Region auf Millionen von Grad erhitzt wird, den Ursprung des Sonnenwinds (eines kontinuierlichen Stroms von Material, das der Sonne entweicht) zu verfolgen und zu entdecken, wie energiereiche Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden."
Die Parker Solar Probe wurde 2018 gestartet und umkreist seitdem die Sonne in immer engeren Bahnen. Sie nutzt dabei Vorbeiflüge an der Venus, um sich durch deren Schwerkraft in eine noch engere Umlaufbahn um die Sonne zu bringen. Die Mission war schon vor dem jüngsten Meilenstein ein Erfolg: Bisherige Vorbeiflüge haben den Wissenschaftlern bereits geholfen, den Ursprung von Strukturen im Sonnenwind zu bestimmen und die äußere Grenze der Sonnenatmosphäre zu kartieren.
Die Parker Solar Probe ist übrigens das erste NASA-Raumschiff, das nach einer damals noch lebenden Person benannt wurde - dem 2022 verstorbenen Physiker Eugene Newman Parker. Parker sagte 1958 wichtige Aspekte der Sonnenphysik voraus, die nun durch die nach ihm benannte Sonde erforscht werden.
Zusammenfassung
- NASA-Sonde Parker Solar Probe näherte sich der Sonne auf 6,1 Mio. km
- Sonde erreichte Geschwindigkeiten von 692.000 km/h bei 980 Grad Celsius
- Tonsignal am 26. Dezember bestätigte einwandfreie Funktion der Sonde
- Detaillierte Telemetriedaten werden am 1. Januar 2025 erwartet
- Die Mission liefert wichtige Daten zur Sonnenphysik und zum Sonnenwind
- Sonde nutzt Venus-Vorbeiflüge für engere Umlaufbahn um die Sonne
- Benannt nach Eugene Newman Parker, Vordenker der Sonnenphysik
Siehe auch:
- Parker Solar Probe fliegt zu Weihnachten quasi direkt in die Sonne
- Extreme Sonnenstürme: Erhöhtes Risiko für solare Superflares entdeckt
- Proba-3: ESA wird bald künstliche Sonnenfinsternisse im All erschaffen
- Solar Orbiter liefert die bisher detailliertesten Bilder unserer Sonne
- Parker-Sonnensonde überlebt Flug durch einen Massenauswurf
Thema:
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