Proba-3: ESA wird bald künstliche Sonnenfinsternisse im All erschaffen
Die ESA plant eine bahnbrechende Mission: Zwei Satelliten sollen künstliche Sonnenfinsternisse im Weltall erzeugen. Ziel ist es, die äußere Sonnenatmosphäre zu erforschen und neue Erkenntnisse über Sonnenstürme zu gewinnen. Der Start ist für morgen geplant.
Die beiden Raumfahrzeuge, genannt Occulter und Coronagraph, werden in einem Abstand von rund 150 Metern zueinander die Erde umkreisen. Dabei müssen sie ihre Position mit millimetergenauer Präzision halten. Der Occulter-Satellit trägt eine 140 Zentimeter große Scheibe, die das Sonnenlicht blockiert. Der Coronagraph-Satellit ist mit optischen Instrumenten ausgestattet, um die Sonnenkorona zu beobachten.
Wie die ESA mitteilt, zielt die Mission darauf ab, die äußerste Atmosphärenschicht der Sonne zu untersuchen. Diese Korona ist normalerweise durch die Helligkeit der Sonne verborgen. Durch die künstlichen Finsternisse erhoffen sich Wissenschaftler einzigartige Einblicke in diesen Bereich. Pro Jahr sollen bis zu 50 solcher künstlichen Finsternisse erzeugt werden, die jeweils sechs Stunden während des 19 Stunden und 36 Minuten dauernden Orbits anhalten.
Der Orbit von Proba-3
Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, Vorhersagen von Sonnenstürmen und deren Auswirkungen auf Satelliten und andere weltraumbasierte Infrastruktur zu verbessern. Zudem könnten die Beobachtungen von Solarwindmustern und der Energieabgabe der Sonne wertvolle Einblicke für Klimastudien liefern.
Neben den Sonnenbeobachtungen wird Proba-3 auch Formationsflug-Experimente durchführen. Dazu gehören Rendezvous-Manöver und gemeinsame Neuausrichtungen. Diese Tests sollen zeigen, dass der Betrieb mehrerer Plattformen als ein einziges virtuelles Raumfahrzeug möglich ist - eine Technik, die zukünftige Weltraummissionen beeinflussen könnte.
Siehe auch:
Komplexes Manöver im All
Die Europäische Weltraumorganisation ESA bereitet einen wissenschaftlichen Durchbruch bei der Sonnenbeobachtung vor. Am 4. Dezember 2024 soll vom indischen Raumfahrtzentrum Satish Dhawan die Mission Proba-3 starten. Das Besondere: Zwei Satelliten werden in einer präzisen Formation fliegen, um künstliche Sonnenfinsternisse zu erzeugen.Die beiden Raumfahrzeuge, genannt Occulter und Coronagraph, werden in einem Abstand von rund 150 Metern zueinander die Erde umkreisen. Dabei müssen sie ihre Position mit millimetergenauer Präzision halten. Der Occulter-Satellit trägt eine 140 Zentimeter große Scheibe, die das Sonnenlicht blockiert. Der Coronagraph-Satellit ist mit optischen Instrumenten ausgestattet, um die Sonnenkorona zu beobachten.
Wie die ESA mitteilt, zielt die Mission darauf ab, die äußerste Atmosphärenschicht der Sonne zu untersuchen. Diese Korona ist normalerweise durch die Helligkeit der Sonne verborgen. Durch die künstlichen Finsternisse erhoffen sich Wissenschaftler einzigartige Einblicke in diesen Bereich. Pro Jahr sollen bis zu 50 solcher künstlichen Finsternisse erzeugt werden, die jeweils sechs Stunden während des 19 Stunden und 36 Minuten dauernden Orbits anhalten.
Der Orbit von Proba-3
Neue Erkenntnisse über Sonnenstürme
Ein Hauptziel der Mission ist es, koronale Massenauswürfe (CMEs) besser zu verstehen. Diese gewaltigen Eruptionen von Plasma und Magnetfeldern aus der äußeren Sonnenatmosphäre können erhebliche Auswirkungen auf die Erde haben. Proba-3 wird näher am Sonnenrand beobachten als jedes bisherige erd- oder weltraumgestützte Instrument - bis zu 1,1 Sonnenradien. Diese Nähe könnte zu neuen Erkenntnissen über das Verhalten der Sonne und deren Einfluss auf Erdklima und Technologie führen.ESA stellt die Proba-3-Mission in einem Video näher vor
Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, Vorhersagen von Sonnenstürmen und deren Auswirkungen auf Satelliten und andere weltraumbasierte Infrastruktur zu verbessern. Zudem könnten die Beobachtungen von Solarwindmustern und der Energieabgabe der Sonne wertvolle Einblicke für Klimastudien liefern.
Technologische Herausforderungen
Die technologischen Anforderungen an die Mission sind enorm. Ein Satellit wird Kaltgastriebwerke für die präzise Ausrichtung nutzen. Die Steuerung erfolgt durch das ESA-Flugkontrollteam in Redu, Belgien. Etwa 15 Minuten nach der Trennung der Satelliten, die circa 18 Minuten nach dem Start erfolgen soll, wird das erste Signal erwartet.Neben den Sonnenbeobachtungen wird Proba-3 auch Formationsflug-Experimente durchführen. Dazu gehören Rendezvous-Manöver und gemeinsame Neuausrichtungen. Diese Tests sollen zeigen, dass der Betrieb mehrerer Plattformen als ein einziges virtuelles Raumfahrzeug möglich ist - eine Technik, die zukünftige Weltraummissionen beeinflussen könnte.
Zusammenfassung
- ESA startet am 4. Dezember 2024 die Mission Proba-3 zur Sonnenforschung
- Zwei Satelliten erzeugen künstliche Sonnenfinsternisse im Weltraum
- Ziel ist die Untersuchung der äußersten Atmosphärenschicht der Sonne
- Jährlich sollen bis zu 50 künstliche Finsternisse von je 6 Stunden erzeugt werden
- Die Mission soll neue Erkenntnisse über koronale Massenauswürfe liefern
- Daten sollen Vorhersagen von Sonnenstürmen und deren Auswirkungen verbessern
- Technologische Herausforderung: Satelliten müssen millimetergenau positioniert sein
Siehe auch:
- Countdown für Starship: SpaceX wagt die nächste Weltraum-Premiere
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- Aetherflux: Starlink-Ansatz für Solarenergie aus dem Weltraum
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Thema:
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