Solar Orbiter liefert die bisher detailliertesten Bilder unserer Sonne
Die europäisch-amerikanische Raumfahrtmission Solar Orbiter hat die bislang detailreichsten Aufnahmen der sichtbaren Sonnenoberfläche veröffentlicht. Die Bilder zeigen faszinierende Details, darunter Sonnenflecken und dynamisch bewegte Plasma-Ströme.
Die Forscher erhoffen sich von diesen Daten neue Erkenntnisse über die komplexen Prozesse unseres Heimatsterns. Solar Orbiter liefert immerhin detaillierte Einblicke in die Bewegungen des Magnetfelds der Sonne und die Korona, die äußere Atmosphäre, die Temperaturen von bis zu einer Million Grad Celsius erreicht.
Sichtbares Licht
Karte der Magnetfelder
Die 2020 gestartete Solar Orbiter-Mission, eine Kooperation der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der US-Raumfahrtbehörde NASA, untersucht aus einer Umlaufbahn von durchschnittlich 42 Millionen Kilometern Entfernung die Sonne. Zusammen mit der Parker Solar Probe der NASA soll sie offene Fragen klären, etwa warum die weiter außen liegende Korona heißer ist als die Sonnenoberfläche und was den Sonnenwind antreibt.
Bewegungskarte
Ultraviolettes Licht
Ein besonderer Fokus liegt auf der sichtbaren Oberfläche der Sonne, der sogenannten Photosphäre, deren Temperaturen zwischen 4500 und 6000 Grad Celsius liegen. Das PHI-Instrument erstellte bisher unerreichte hochauflösende Bilder dieser Schicht. Es kartierte dabei sowohl die Helligkeit der Photosphäre als auch die Geschwindigkeit und Richtung der Magnetfeldbewegungen. Die Aufnahmen zeigen Sonnenflecken, dunkle Regionen, die durch starke Magnetfelder entstehen und kühler sind als ihre Umgebung.
Die hochauflösenden Aufnahmen liefern Wissenschaftlern wichtige Informationen über das Zusammenspiel von groß- und kleinskaligen Prozessen, die das Verhalten der Sonne bestimmen. Mark Miesch, Wissenschaftler am Space Weather Prediction Center, beschreibt die Bilder als "Schlüssel zur Entschlüsselung der faszinierenden Dynamik zwischen verworrenen Magnetfeldern und turbulenten Strömungen".
Siehe auch:
Dicht dran
Die Aufnahmen wurden bereits am 22. März 2023 aus einer Entfernung von 74 Millionen Kilometern aufgenommen - das ist näher an der Sonne als der Planet Merkur - und nutzen zwei der sechs Bildgebungsinstrumente an Bord der Raumsonde: den Extreme Ultraviolet Imager (EUI) und den Polarimetric and Helioseismic Imager (PHI). Die Daten wurden vor der Veröffentlichung allerdings erst einmal von den Wissenschaftlern der beteiligten Organisationen ausgewertet.Die Forscher erhoffen sich von diesen Daten neue Erkenntnisse über die komplexen Prozesse unseres Heimatsterns. Solar Orbiter liefert immerhin detaillierte Einblicke in die Bewegungen des Magnetfelds der Sonne und die Korona, die äußere Atmosphäre, die Temperaturen von bis zu einer Million Grad Celsius erreicht.
Sichtbares Licht
Karte der Magnetfelder
Die 2020 gestartete Solar Orbiter-Mission, eine Kooperation der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der US-Raumfahrtbehörde NASA, untersucht aus einer Umlaufbahn von durchschnittlich 42 Millionen Kilometern Entfernung die Sonne. Zusammen mit der Parker Solar Probe der NASA soll sie offene Fragen klären, etwa warum die weiter außen liegende Korona heißer ist als die Sonnenoberfläche und was den Sonnenwind antreibt.
Bewegungskarte
Ultraviolettes Licht
Ein besonderer Fokus liegt auf der sichtbaren Oberfläche der Sonne, der sogenannten Photosphäre, deren Temperaturen zwischen 4500 und 6000 Grad Celsius liegen. Das PHI-Instrument erstellte bisher unerreichte hochauflösende Bilder dieser Schicht. Es kartierte dabei sowohl die Helligkeit der Photosphäre als auch die Geschwindigkeit und Richtung der Magnetfeldbewegungen. Die Aufnahmen zeigen Sonnenflecken, dunkle Regionen, die durch starke Magnetfelder entstehen und kühler sind als ihre Umgebung.
Prozesse sichtbar machen
Zusätzlich erstellte das PHI ein Magnetogramm, das die Verteilung der Magnetfelder auf der Sonnenoberfläche sichtbar macht. Es zeigt, wie die Hitze- und Materialströme durch die magnetischen Linien um die Sonnenflecken beeinflusst werden. Ein weiteres Highlight ist das sogenannte Tachogramm, das die Bewegungsrichtung des Sonnenmaterials zeigt - blau markiert auf die Sonde zu, rot davon weg.Die hochauflösenden Aufnahmen liefern Wissenschaftlern wichtige Informationen über das Zusammenspiel von groß- und kleinskaligen Prozessen, die das Verhalten der Sonne bestimmen. Mark Miesch, Wissenschaftler am Space Weather Prediction Center, beschreibt die Bilder als "Schlüssel zur Entschlüsselung der faszinierenden Dynamik zwischen verworrenen Magnetfeldern und turbulenten Strömungen".
Zusammenfassung
- Solar Orbiter liefert bisher detailreichste Aufnahmen der Sonnenoberfläche
- Bilder zeigen Sonnenflecken und dynamisch bewegte Plasma-Ströme
- Aufnahmen am 22. März 2023 aus 74 Millionen Kilometern Entfernung gemacht
- Mission untersucht Sonne aus durchschnittlich 42 Millionen km Entfernung
- Fokus liegt auf der Photosphäre mit Temperaturen von 4500-6000 Grad Celsius
- PHI-Instrument erstellt hochauflösende Bilder und kartiert Magnetfelder
- Aufnahmen liefern wichtige Infos über Zusammenspiel von Sonnenprozessen
Siehe auch:
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