Warnung: So tricksen Betrüger PayPal-Nutzer aus

Die Verbraucherzentrale NRW warnt vor der sogenannten "Gastkonto-Masche", mit der Betrüger über Paypal abkassieren. Kriminelle missbrauchen dabei PayPals Gastkonto-Funktion, um mit fremden Bankdaten einzukaufen.
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Neue Betrugswelle kursiert im Onlinehandel

Wie das Ganze funktioniert, erläutert jetzt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und warnt, dass man besonders aufmerksam sein muss. Das perfide dabei: Betroffene haben vorab kaum Schutzmöglichkeiten, können sich aber wehren.

Das Prinzip hinter dieser Betrugsmasche ist erschreckend einfach: Die Täter nutzen die von PayPal angebotene Gastkonto-Funktion, die es Kunden ermöglicht, auch ohne eigenes PayPal-Konto Zahlungen per Lastschrift durchzuführen. Dafür ist lediglich die Angabe einer IBAN erforderlich. Die Betrüger geben bei diesem Vorgang jedoch nicht ihre eigenen Bankdaten an, sondern die ihrer Opfer.


Handlungsmöglichkeiten für Betroffene

Die Verbraucherzentrale warnt nun eindringlich vor dieser neuen Form des Betrugs, denn PayPal bietet derzeit keine Option an, die eigene IBAN für Gastzahlungen zu sperren. Auch eine Identitätsprüfung, zum Beispiel mittels Testbuchung, wie sie bei anderen Zahlungsdiensten üblich ist, wird nicht durchgeführt.

Betroffene sollten bei unberechtigten Abbuchungen handeln. Besonders wichtig ist es, zeitnah tätig zu werden und nicht erst auf eingehende Forderungen zu warten. Eine schnelle Reaktion kann helfen, mögliche negative Folgen wie Einträge bei Auskunfteien zu vermeiden. Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgendes:

Schnell handeln bei Betrugsverdacht

  • Widerspruch gegen die Forderung des abbuchenden Händlers einlegen
  • Rückbuchung der Transaktion durch die eigene Bank veranlassen
  • Anzeige bei der Polizei erstatten

Wie es passieren kann, erklären die Verbraucherschützer anhand des Falls von Kristian W.: Der hatte vom Zahlungsdienstleister PayPal eine Forderung in Höhe von 56,75 Euro erhalten - für einen Einkauf, von dem er nichts wusste. Er fragte bei PayPal nach und erfuhr, dass das Geld von seinem Bankkonto nicht abgebucht werden konnte.

Das betreffende Konto existierte dabei seit 2018 gar nicht mehr. Er bezahlte die Forderung nicht, denn er hatte nichts bestellt. PayPals Reaktion: Ein Brief einer Inkasso-Kanzlei. Die fordert nun 88,25 Euro. Infografik Cybersicherheit: E-Mails bleiben größtes SicherheitsrisikoCybersicherheit: E-Mails bleiben größtes Sicherheitsrisiko

Betrüger organisieren sich die Daten

Vermutlich stammen die Kontodaten aus einem alten Datenleck und wurden jetzt von unbekannten Betrügern für die Gastkonto-Masche genutzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Zahlungsdienste mit solchen Problemen konfrontiert werden. Vor einigen Jahren gab es ähnliche Vorfälle bei der Bezahl-App eines großen Discounters. Auch beim Erwerb von Deutschlandtickets wurde das Lastschriftverfahren wiederholt von Betrügern missbraucht.

Wie unser Leser Contor herausfand, sind IBANs, die mit dem eigenen PayPal-Konto verknüpft sind, derzeit wohl geschützt. Wir danken für diesen Hinweis!
Zum vollen Kommentar von Contor.

Was tun bei betrügerischen Abbuchungen?
Bei unberechtigten Abbuchungen sollten Sie umgehend handeln. Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und lassen Sie die Lastschrift zurückbuchen. Dies ist innerhalb von acht Wochen nach der Abbuchung möglich.

Informieren Sie zusätzlich PayPal über den Betrugsfall und dokumentieren Sie alle Vorgänge schriftlich. Bei Erhalt von Mahnungen oder Inkasso-Schreiben sollten Sie schriftlich widersprechen und auf den Betrugsfall hinweisen.
Wie funktioniert der Betrug?
Die Betrüger nutzen PayPals Gastkonto-Funktion und geben dabei fremde Bankdaten (IBAN) ein. Da keine Identitätsprüfung erfolgt, können sie so Zahlungen zulasten fremder Konten auslösen.

Die Täter verwenden häufig Bankdaten aus alten Datenlecks. Besonders perfide: PayPal bietet derzeit keine Möglichkeit, die eigene IBAN für Gastzahlungen zu sperren.
Wie schütze ich mich?
Eine vollständige Vorbeugung ist derzeit leider schwierig, da PayPal keine Sperrfunktion für IBANs bei Gastzahlungen anbietet. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge auf verdächtige Abbuchungen.

Verwenden Sie nach Möglichkeit alternative Zahlungsmethoden und prüfen Sie bei Paypal-Zahlungen genau die Absender und Beträge. Aktivieren Sie Benachrichtigungen Ihrer Bank für alle Kontobewegungen.
Wie erkennt man den Gastkonto-Betrug?
Verdächtig sind Abbuchungen von PayPal, denen keine eigene Bestellung zugrunde liegt. Besonders auffällig sind Abbuchungsversuche von alten oder nicht mehr existierenden Konten.

Achten Sie auch auf ungewöhnliche Beträge oder Händlernamen. Die Betrüger verwenden oft unterschiedliche Shops für ihre illegalen Einkäufe.
Soll ich Anzeige erstatten?
Eine Anzeige bei der Polizei ist auf jeden Fall ratsam. Sie dokumentiert den Betrugsfall offiziell und kann bei der Aufklärung weiterer Fälle helfen.

Bringen Sie alle verfügbaren Unterlagen mit: Kontoauszüge, Korrespondenz mit PayPal und eventuelle Mahnschreiben. Die Polizei kann auch weitere Ermittlungen einleiten.
Ist mein PayPal-Konto gefährdet?
Ihr reguläres PayPal-Konto ist durch diese spezielle Betrugsmasche nicht direkt betroffen. Die Betrüger nutzen ausschließlich die Gastkonto-Funktion mit gestohlenen Bankdaten.

Dennoch ist es ratsam, Ihr PayPal-Konto mit starken Sicherheitseinstellungen zu schützen und regelmäßig die Aktivitäten zu überprüfen.
Was haltet ihr von dieser neuen Betrugsmasche? Habt ihr selbst schon Erfahrungen mit ähnlichen Vorfällen gemacht? Teilt eure Gedanken und Erlebnisse in den Kommentaren - eure Einblicke sind für die Community sehr wertvoll!

Zusammenfassung
  • Neue Betrugsmasche 'Gastkonto-Masche' bei PayPal sorgt für Unruhe
  • Kriminelle nutzen PayPals Gastkonto-Funktion mit fremden Bankdaten
  • Betroffene haben kaum präventive Schutzmöglichkeiten gegen Missbrauch
  • Verbraucherzentrale empfiehlt mehrstufiges Vorgehen bei Betrug
  • Experten raten zur Vorsicht bei der Preisgabe persönlicher Bankdaten
  • Ähnliche Probleme gab es bereits bei anderen Zahlungsdiensten
  • Kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen ist notwendig

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