PayPal-Skandal weitet sich aus:
Die dunkle Seite der Rabatt-App Honey
Die beliebte Browser-Erweiterung Honey steht in der Kritik: Statt Nutzern zu helfen, soll sie heimlich Affiliate-Cookies setzen und Influencer um Einnahmen bringen. Ein YouTuber deckt fragwürdige Praktiken der PayPal-Tochter auf und löst eine Debatte aus.
Hauptvorwurf: Honey setzt bei fast jeder Interaktion mit der Erweiterung heimlich Affiliate-Cookies. Dies geschieht laut MegaLag in drei Szenarien: Beim Aktivieren von Coupons, bei der Nutzung des Cashback-Programms Honey Gold und selbst dann, wenn keine Rabatte gefunden wurden und der Nutzer dies bestätigt.
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Besonders problematisch: Die Cookies überschreiben offenbar bestehende Affiliate-Links anderer Creator oder Websites. Dadurch verlieren diese ihre Provision - die stattdessen an Honey fließt.
Auch von Nutzern gemeldete Codes landen nicht zwangsläufig in der Datenbank. Der Verdacht: Honey möchte die Kontrolle über die angebotenen Rabatte behalten, um Partnershops nicht zu verärgern.
Ironischerweise sind es nun gerade diese Influencer, die durch Honeys Praktiken Einnahmen verlieren. Der Tech-Kanal Linus Tech Tips beendete bereits 2022 die Zusammenarbeit, nachdem Honey sich geweigert hatte, die kritisierten Methoden zu ändern.
Zudem könnte das heimliche Setzen von Cookies ohne explizite Zustimmung der Nutzer gegen Datenschutzgesetze wie die DSGVO verstoßen. Experten sehen hier möglichen Handlungsbedarf für Aufsichtsbehörden. Zudem sollten Nutzer immer berücksichtigen: "Wenn ein Produkt nichts kostet, dann bist du das Produkt."
Gleichzeitig zeigt der Fall, wie komplex und undurchsichtig die Welt der Online-Rabatte geworden ist. Verbraucher stehen vor der Herausforderung, zwischen echten Schnäppchen und möglicherweise irreführenden Angeboten zu unterscheiden.
Was denkt ihr über die Vorwürfe gegen Honey? Habt ihr selbst Erfahrungen mit der Erweiterung gemacht? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse in den Kommentaren.
Siehe auch:
Honey: Rabattjäger oder Datenkrake?
Die Browser-Erweiterung Honey, die Millionen Nutzer beim Online-Shopping mit Rabattcodes unterstützen soll, steht im Zentrum einer Kontroverse. Der YouTuber MegaLag hat in einem ausführlichen Video schwere Vorwürfe gegen das zu PayPal gehörende Unternehmen erhoben. Demnach soll Honey nicht nur Kunden, sondern auch Influencer und Partnershops systematisch ausnutzen.Hauptvorwurf: Honey setzt bei fast jeder Interaktion mit der Erweiterung heimlich Affiliate-Cookies. Dies geschieht laut MegaLag in drei Szenarien: Beim Aktivieren von Coupons, bei der Nutzung des Cashback-Programms Honey Gold und selbst dann, wenn keine Rabatte gefunden wurden und der Nutzer dies bestätigt.
Auf YouTube ansehenBesonders problematisch: Die Cookies überschreiben offenbar bestehende Affiliate-Links anderer Creator oder Websites. Dadurch verlieren diese ihre Provision - die stattdessen an Honey fließt.
Fragwürdige Rabatt-Praktiken
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Auswahl der angezeigten Rabattcodes. Honey bewirbt sich damit, "jeden funktionierenden Promo-Code im Internet zu finden". MegaLag zufolge werden jedoch nicht immer die besten Angebote angezeigt. Stattdessen priorisiere Honey Codes von Partnerseiten - selbst wenn anderswo höhere Rabatte verfügbar wären.Auch von Nutzern gemeldete Codes landen nicht zwangsläufig in der Datenbank. Der Verdacht: Honey möchte die Kontrolle über die angebotenen Rabatte behalten, um Partnershops nicht zu verärgern.
Prominente Unterstützer distanzieren sich
Honey wurde durch umfangreiche Marketingkampagnen mit bekannten YouTubern wie MrBeast oder MKBHD populär. Laut MegaLag sponserte Honey rund 5.000 Videos auf etwa 1.000 Kanälen mit insgesamt 7,8 Milliarden Aufrufen.Ironischerweise sind es nun gerade diese Influencer, die durch Honeys Praktiken Einnahmen verlieren. Der Tech-Kanal Linus Tech Tips beendete bereits 2022 die Zusammenarbeit, nachdem Honey sich geweigert hatte, die kritisierten Methoden zu ändern.
PayPal verteidigt Vorgehen
PayPal, welches Honey 2020 für rund 4 Milliarden Dollar (etwa 3,8 Milliarden Euro) übernahm, verteidigt das Vorgehen. In einer Stellungnahme (via The Verge) heißt es:Honey ist kostenlos und bietet Millionen Käufern zusätzliche Ersparnisse bei ihren Einkäufen. Honey hilft Händlern, Warenkorbabbrüche zu reduzieren und den Verkauf zu steigern. Honey folgt den Regeln und Praktiken der Branche, einschließlich der Last-Click-Attribution.Ob diese Erklärung ausreicht, um das Vertrauen der Nutzer wiederherzustellen, bleibt abzuwarten. Für viele dürfte der vermeintliche Helfer beim Online-Shopping inzwischen in einem anderen Licht erscheinen. Auch wenn diese finanziell keinen direkten Schaden davontragen.
Datenschutzbedenken und rechtliche Fragen
Die Kontroverse wirft auch Fragen zum Datenschutz auf. Honey sammelt umfangreiche Informationen über das Kaufverhalten seiner Nutzer. Kritiker argumentieren, dass diese Daten wertvoller sein könnten als die tatsächlichen Einsparungen durch Rabattcodes.Zudem könnte das heimliche Setzen von Cookies ohne explizite Zustimmung der Nutzer gegen Datenschutzgesetze wie die DSGVO verstoßen. Experten sehen hier möglichen Handlungsbedarf für Aufsichtsbehörden. Zudem sollten Nutzer immer berücksichtigen: "Wenn ein Produkt nichts kostet, dann bist du das Produkt."
Auswirkungen auf die E-Commerce-Branche
Der Honey-Skandal könnte weitreichende Folgen für die gesamte E-Commerce-Branche haben. Affiliate-Marketing ist ein wichtiger Bestandteil vieler Online-Geschäftsmodelle. Wenn das Vertrauen in solche Programme schwindet, könnte dies zu Umsatzeinbußen bei Händlern und Influencern führen.Gleichzeitig zeigt der Fall, wie komplex und undurchsichtig die Welt der Online-Rabatte geworden ist. Verbraucher stehen vor der Herausforderung, zwischen echten Schnäppchen und möglicherweise irreführenden Angeboten zu unterscheiden.
Was denkt ihr über die Vorwürfe gegen Honey? Habt ihr selbst Erfahrungen mit der Erweiterung gemacht? Teilt eure Meinungen und Erlebnisse in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Browser-Erweiterung Honey steht wegen fragwürdiger Praktiken in Kritik
- Honey setzt heimlich Affiliate-Cookies und überschreibt bestehende Links
- Rabattcodes werden nicht immer nach bestem Angebot, sondern Partnern priorisiert
- PayPal verteidigt Vorgehen von Tochterunternehmen Honey als branchenüblich
- Kontroverse wirft Fragen zum Datenschutz und zur Transparenz im E-Commerce auf
- Vertrauensverlust könnte weitreichende Folgen für Affiliate-Marketing haben
- Fall zeigt Komplexität der Online-Rabattwelt für Verbraucher
Siehe auch:
- Warnung: So tricksen Betrüger PayPal-Nutzer aus
- Mit PayPal alle Pakete verfolgen: Neue Funktion startet in Deutschland
- Trade Republic Visa: Kein Cashback mehr bei PayPal-Zahlungen
- PayPal wertet Zahlungen der Nutzer nun für eigenes Werbenetzwerk aus
- PayPal hat ein neues Logo und es könnte unaufregender nicht sein
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