Echtzeit-Zahlungen: Paypal-Konkurrent Wero startet mit eigener App
Der europäische Bezahldienst Wero will PayPal in Deutschland Konkurrenz machen. Ab sofort können Postbank-Kunden die neue App nutzen, weitere Banken sollen folgen. Mit Echtzeitzahlungen und europäischem Datenschutz hofft Wero, Marktanteile zu gewinnen.
Gut zu wissen: Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von 16 europäischen Finanzdienstleistern, darunter Deutsche Bank, DZ Bank und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
Wero setzt auf Echtzeitzahlungen, bei denen der Betrag innerhalb von zehn Sekunden beim Empfänger gutgeschrieben wird. Die Nutzung ist für Kunden kostenlos, sofern ihr Kontomodell gebührenfreie Überweisungen vorsieht. Bislang beschränkt sich Wero auf Zahlungen zwischen Privatpersonen, doch die Ambitionen reichen weiter.
Die Einführung von Wero markiert einen wichtigen Schritt in der europäischen Finanzlandschaft. Es ist der erste ernsthafte Versuch, eine Bezahllösung zu etablieren, die mit den großen US-Anbietern konkurrieren kann. Dieser Schritt folgt auf jahrelange Diskussionen über die digitale Souveränität Europas im Finanzsektor.
Was meint ihr zu Wero? Könnte die App eine echte Alternative zu PayPal werden oder seht ihr Hürden für den Erfolg? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
Europäische Alternative zu PayPal
Bereits im Sommer mit rudimentären Funktionen gestartet, tritt Wero jetzt mit einer eigenständigen App an, um dem US-Unternehmen PayPal in Europa Konkurrenz zu machen. Zunächst dürfen Postbank-Kunden die Wero-App nutzen, um Geld per Handynummer oder E-Mail-Adresse zu senden und zu empfangen.Gut zu wissen: Hinter Wero steht die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss von 16 europäischen Finanzdienstleistern, darunter Deutsche Bank, DZ Bank und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.
Wero setzt auf Echtzeitzahlungen, bei denen der Betrag innerhalb von zehn Sekunden beim Empfänger gutgeschrieben wird. Die Nutzung ist für Kunden kostenlos, sofern ihr Kontomodell gebührenfreie Überweisungen vorsieht. Bislang beschränkt sich Wero auf Zahlungen zwischen Privatpersonen, doch die Ambitionen reichen weiter.
Große Pläne für die Zukunft
Die EPI plant, Wero schrittweise auszubauen. Ab Mitte 2025 soll das System im Online-Handel einsetzbar sein, ein Jahr später auch an physischen Verkaufsstellen. Zusätzliche Funktionen wie Ratenzahlungen und die Integration von Treueprogrammen sind ebenfalls vorgesehen.Wir wollen Händlern ein nicht nur länderübergreifendes, sondern auch günstigeres Bezahlverfahren bereitstellen.Derzeit ist Wero in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar. Die Niederlande und Luxemburg sollen 2026 folgen. Insgesamt verzeichnet der Paypal-Konkurrent bislang 14 Millionen registrierte Nutzer, wobei der Großteil aus Frankreich stammt. In Deutschland sind es bisher rund 600.000 Anmeldungen.
Herausforderungen und Konkurrenz
Trotz der ambitionierten Pläne steht Wero vor erheblichen Herausforderungen:- Etablierte Konkurrenz: PayPal ist in Deutschland mit 35 Millionen aktiven Kundenkonten fest etabliert und die beliebteste Bezahlmethode beim Online-Shopping.
- Neue Wettbewerber: Große Kreditkartenfirmen planen mit "Click to Pay" die Einführung eigener Wallet-Lösungen.
- Begrenzte Verfügbarkeit: Wichtige Akteure wie die Commerzbank und Neo-Banken wie N26 sind nicht an Wero beteiligt.
- Fehlende Länder: Banken aus Italien, Spanien und Portugal fehlen bisher.
- Verzögerter Einstieg: Die ING Deutschland plant einen Einstieg erst für 2025, die Deutsche Bank will Mitte 2025 folgen.
Datenschutz und Sicherheit im Fokus
Bei Sicherheit und Datenschutz orientiert sich Wero an den Standards für Banküberweisungen. Die Transaktionen werden ausschließlich auf europäischen Servern verarbeitet. In der App können Nutzer ihren Namen bei Zahlungen teilweise anonymisieren, was beispielsweise auf Flohmärkten praktisch sein kann.Die Einführung von Wero markiert einen wichtigen Schritt in der europäischen Finanzlandschaft. Es ist der erste ernsthafte Versuch, eine Bezahllösung zu etablieren, die mit den großen US-Anbietern konkurrieren kann. Dieser Schritt folgt auf jahrelange Diskussionen über die digitale Souveränität Europas im Finanzsektor.
Was meint ihr zu Wero? Könnte die App eine echte Alternative zu PayPal werden oder seht ihr Hürden für den Erfolg? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Wero App: Europäischer Bezahldienst will PayPal Konkurrenz machen
- Postbank-Kunden können App ab sofort nutzen, weitere Banken folgen
- Echtzeitzahlungen und europäischer Datenschutz als Wettbewerbsvorteil
- Wero von EPI entwickelt, Zusammenschluss von 16 Finanzdienstleistern
- Ausbau für Online-Handel ab Mitte 2025, physische Verkaufsstellen 2026
- Bisher 14 Millionen Nutzer, davon 600.000 in Deutschland registriert
- Herausforderungen: etablierte Konkurrenz und begrenzte Verfügbarkeit
Siehe auch:
- PayPal hat ein neues Logo und es könnte unaufregender nicht sein
- Mit PayPal alle Pakete verfolgen: Neue Funktion startet in Deutschland
- Trade Republic Visa: Kein Cashback mehr bei PayPal-Zahlungen
- Deutscher Paypal-Konkurrent ist nach fast zehn Jahren völlig am Ende
- PayPal-Alternative: Kunden können mit Payback jetzt auch online zahlen
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