Gigantische Kräfte: SpinLaunch testet Satellit in Zentrifuge mit 10.000g
Das kalifornische Startup SpinLaunch hat mit einem bahnbrechenden Test bewiesen, dass Satelliten widerstandsfähiger sind, als man vermuten würde. Im Rahmen eines Experiments beschleunigte man einen handelsüblichen Kleinsatelliten mit 10.000 g.
In einem Test wurde nun ein sogenannter CubeSat, ein Kleinsatellit im 1U-Format, verwendet. In Zusammenarbeit mit der offenen CubeSat-Initiative der Portland State University, OreSat, nahm SpinLaunch gezielte Modifikationen am Design vor. Dazu gehörten die Neuanordnung der Batteriezellen, die jetzt entlang ihrer Längsachse belastbar sind, der Einsatz von Aluminium 7075 anstelle von Aluminium 6061 für mehr Stabilität sowie die Verstärkung sensibler Komponenten wie Leiterplatten.
"Obwohl die Anpassungen minimal waren, haben sie die strukturelle Kompatibilität des Satelliten für unser System sichergestellt", sagte Sev Sandomirsky, Direktor für Satellitenprogramme bei SpinLaunch. Erstaunlicherweise benötigte der Satellit nur wenige Änderungen, um den enormen Kräften standzuhalten. "Unsere Tests zeigen, dass viele moderne Satellitenkomponenten bereits für Umgebungen mit hohen g-Kräften geeignet sind", erklärte Sandomirsky. Dies ebnet den Weg für neue Möglichkeiten in der Satellitenentwicklung, speziell für SpinLaunch.
Das Unternehmen hat bereits Erfolge mit seinem suborbitalen Beschleuniger A-33 erzielt. 2021 schleuderte das System bei einem ersten Test ein Projektil auf mehrere Kilometer Höhe. Es bedarf aber größerer Kräfte, um einen kleinen Satelliten wirklich in den Orbit zu befördern - und hier muss gewährleistet sein, dass dem alle Komponenten standhalten.
Siehe auch:
Test mit CubeSats
SpinLaunch hat es sich zum Ziel gesetzt, Satelliten ohne Raketen ins All zu befördern. Stattdessen setzt man auf eine große Zentrifuge, aus der heraus die Nutzlasten bis in einen Erdorbit geschleudert werden. Die Hardware der Satelliten ist dabei allerdings so hohen Beschleunigungskräften ausgesetzt, dass Zweifel aufkamen, ob empfindliche Komponenten wie Chips oder auch Akkus dem überhaupt standhalten können.In einem Test wurde nun ein sogenannter CubeSat, ein Kleinsatellit im 1U-Format, verwendet. In Zusammenarbeit mit der offenen CubeSat-Initiative der Portland State University, OreSat, nahm SpinLaunch gezielte Modifikationen am Design vor. Dazu gehörten die Neuanordnung der Batteriezellen, die jetzt entlang ihrer Längsachse belastbar sind, der Einsatz von Aluminium 7075 anstelle von Aluminium 6061 für mehr Stabilität sowie die Verstärkung sensibler Komponenten wie Leiterplatten.
SpinLaunch zeigt Optimierung an Kleinsatelliten für 10.000g-Kräfte
"Obwohl die Anpassungen minimal waren, haben sie die strukturelle Kompatibilität des Satelliten für unser System sichergestellt", sagte Sev Sandomirsky, Direktor für Satellitenprogramme bei SpinLaunch. Erstaunlicherweise benötigte der Satellit nur wenige Änderungen, um den enormen Kräften standzuhalten. "Unsere Tests zeigen, dass viele moderne Satellitenkomponenten bereits für Umgebungen mit hohen g-Kräften geeignet sind", erklärte Sandomirsky. Dies ebnet den Weg für neue Möglichkeiten in der Satellitenentwicklung, speziell für SpinLaunch.
Billigere Starts
SpinLaunch arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 2014 an einem kinetischen Startsystem, das Objekte mit einer riesigen Zentrifuge in große Höhen schleudert. In der Stratosphäre übernimmt eine kleine Antriebseinheit, um die Nutzlast in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Dieses Konzept verspricht eine zehnfache Kostensenkung und eine 70-prozentige Reduktion des Treibstoffverbrauchs im Vergleich zu chemischen Raketen.Das Unternehmen hat bereits Erfolge mit seinem suborbitalen Beschleuniger A-33 erzielt. 2021 schleuderte das System bei einem ersten Test ein Projektil auf mehrere Kilometer Höhe. Es bedarf aber größerer Kräfte, um einen kleinen Satelliten wirklich in den Orbit zu befördern - und hier muss gewährleistet sein, dass dem alle Komponenten standhalten.
Zusammenfassung
- SpinLaunch testet Beschleunigung eines Kleinsatelliten mit 10.000 g
- Ziel: Satelliten ohne Raketen durch Zentrifuge in den Erdorbit schleudern
- CubeSat wurde für Test mit minimalen Anpassungen modifiziert
- Viele moderne Satellitenkomponenten halten hohen g-Kräften stand
- Kinetisches Startsystem verspricht Kostensenkung und Treibstoffreduktion
- Suborbitaler Beschleuniger A-33 bereits erfolgreich getestet
- Größere Kräfte nötig, um Satelliten in den Orbit zu befördern
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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