Das Arschkriechen geht weiter:
Jeff Bezos "optimistisch" zu Trump

Jeff Bezos zeigt sich überraschend optimistisch gegenüber einer zweiten Trump-Amtszeit. Der Amazon-Gründer lobt Trumps Deregulierungspläne und will ihn dabei unterstützen. Gleichzeitig verteidigt Bezos die Ent­schei­dung der Washington Post, keine Wahlempfehlung abzugeben.
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Unerwartete Annäherung im Silicon Valley

Jeff Bezos, Gründer von Amazon und Eigentümer der Washington Post, hat sich überraschend positiv über die bevorstehende zweite Amtszeit von Donald Trump geäußert. Auf dem DealBook Summit der New York Times zeigte sich der Tech-Milliardär "sehr optimistisch" und lobte insbesondere Trumps Pläne zum Bürokratieabbau.

Er scheint viel Energie für die Reduzierung von Regulierungen zu haben
Jeff Bezos über Donald Trump
"Wenn ich ihm dabei helfen kann, werde ich das tun." Diese Aussage überrascht doch, da das Verhältnis zwischen Bezos und Trump während dessen erster Amtszeit oft mehr als angespannt war. Trump hatte Bezos und seine Unternehmen wiederholt öffentlich kritisiert.

Wie die New York Times berichtet, sieht Bezos bei Trump eine positive Entwicklung: "Was ich bisher gesehen habe, ist, dass er ruhiger ist als beim ersten Mal - selbstbewusster, gefestigter, mehr etabliert."

Bezos vertrat auf dem Summit eine eher zentristische politische Haltung. Er betonte, dass er selten zynisch sei und nur selten ausgenutzt wurde. Diese optimistische Einstellung zeigt sich auch in seiner Haltung gegenüber Elon Musk, der eine wichtige Rolle in einer möglichen Trump-Regierung spielen könnte. Trotz früherer Konflikte begrüßt Bezos Musks potenzielle Beteiligung und nimmt dessen Zusicherungen "für bare Münze".

Umstrittene Entscheidung der Washington Post

Bezos verteidigte auch seine Entscheidung, die jahrzehntelange Tradition der Präsidentschafts-Endorsements bei der Washington Post zu beenden. "Ich bin stolz auf die Entscheidung, die wir getroffen haben, und sie war alles andere als feige", sagte er. Die Entscheidung, kurz vor der Wahl kein Kandidaten-Endorsement zu veröffentlichen, hatte für heftige Kritik gesorgt und zu zahlreichen Kündigungen von Abonnements geführt.

Der Amazon-Gründer betonte, dass die Washington Post weiterhin alle Präsidenten "sehr aggressiv" beobachten werde. Auf die Frage, wie er mit einem Präsidenten umgehen wolle, der die Medien als Feind bezeichnet, antwortete Bezos: "Ich werde versuchen, ihm diese Idee auszureden. Ich glaube nicht, dass die Presse der Feind ist."

Freilich ist die versöhnliche und wohl auch anbiedernde Haltung von Bezos gegenüber Trump sowie Musk kein Zufall und von Eigeninteresse getrieben: Denn der Amazon-Gründer will - wie vor ein paar Tagen Mark Zuckerberg - sicherlich seine eigenen Geschäfte, darunter des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, nicht gefährden und möchte sich deshalb mit dem nächsten Präsidenten gut stellen.

Zusammenfassung
  • Jeff Bezos äußert sich überraschend positiv zu Trumps zweiter Amtszeit
  • Amazon-Gründer lobt Trumps Pläne zum Bürokratieabbau und bietet Hilfe an
  • Bezos sieht Trump als ruhiger, selbstbewusster und etablierter als zuvor
  • Verteidigung der Entscheidung, kein Präsidentschafts-Endorsement abzugeben
  • Bezos beabsichtigt Trump die Idee auszureden, dass die Presse der Feind sei
  • Versöhnliche Haltung könnte von Eigeninteresse für Bezos Geschäfte getrieben sein

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