Washington Post: Amazon-Gründer Bezos vergrault 200.000 Abonnenten
Amazon-Gründer und Multimilliardär Jeff Bezos hat die renommierte Tageszeitung Washington Post in eine tiefe Krise gestürzt. Als aktueller Eigner setzte er durch, dass die Redaktion keine Wahlempfehlung ausspricht - es folgten 200.000 Abo-Kündigungen.
Verlagschef William Lewis begründete die Entscheidung gegen eine Unterstützung damit, dass die Zeitung damit zu ihren Wurzeln als unabhängige und neutrale Tageszeitung zurückkehre. Auch Bezos rechtfertigte sich damit, dass viele Menschen die unterschiedlichen Medien immer wieder für parteiisch hielten und Neutralität entsprechend eine hohe Bedeutung habe. Persönliche Interessen verfolge er nicht, so der Unternehmer.
In der Redaktion und unter vielen Lesern hält man dies für vorgeschoben. Man spricht offen davon, dass Bezos eher befürchtete, nach einem eventuellen Wahlsieg Trumps Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, wenn sich eine Zeitung in seinem Besitz für die Konkurrentin positionierte.
Vor diesem Hintergrund haben sich in den letzten Tagen nach Informationen des US-Sendernetzwerkes NPR bereits rund 200.000 Abo-Kunden der Washington Post für eine Kündigung entschieden. Die Zahlen steigen dabei weiter an und gehen auf die 10-Prozent-Marke aller Abonnenten zu. Das bringt auch massive Unsicherheit für die Redaktion mit sich, der so wichtige Einnahmen abhandenkommen - die Folge dürfte ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen sein.
Siehe auch:
Bezos stoppt Unterstützung
Die traditionsreiche Zeitung gab seit langer Zeit vor den jeweiligen Präsidentschaftswahlen eine Empfehlung für einen der Kandidaten ab - seit einiger Zeit stand die Redaktion jeweils auf der Seite der Demokraten. Auch in diesem Jahr war bereits alles vorbereitet, um die amtierende Vizepräsidentin Kamala Harris zu unterstützen - das aber wurde dann von Bezos gestoppt.Verlagschef William Lewis begründete die Entscheidung gegen eine Unterstützung damit, dass die Zeitung damit zu ihren Wurzeln als unabhängige und neutrale Tageszeitung zurückkehre. Auch Bezos rechtfertigte sich damit, dass viele Menschen die unterschiedlichen Medien immer wieder für parteiisch hielten und Neutralität entsprechend eine hohe Bedeutung habe. Persönliche Interessen verfolge er nicht, so der Unternehmer.
In der Redaktion und unter vielen Lesern hält man dies für vorgeschoben. Man spricht offen davon, dass Bezos eher befürchtete, nach einem eventuellen Wahlsieg Trumps Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, wenn sich eine Zeitung in seinem Besitz für die Konkurrentin positionierte.
Einfach "Feigheit"
Marty Baron, der ehemalige Chefredakteur, brachte dies als "Feigheit der Zeitung, der die Demokratie zum Opfer fällt" auf den Punkt. Immerhin kann man in diesem Jahr keineswegs von einer normalen Präsidentschaftswahl sprechen, bei der sich zwei Kandidaten aus unterschiedlichen Bereichen des demokratischen Spektrums gegenüberstehen. Denn Donald Trump tritt mit einem demokratiefeindlichen bis faschistischen Programm - Project 2025 - an und versucht Wähler damit zu motivieren, dass sie noch dieses eine Mal zur Wahl gehen sollen, damit sie es danach nie wieder müssen.Vor diesem Hintergrund haben sich in den letzten Tagen nach Informationen des US-Sendernetzwerkes NPR bereits rund 200.000 Abo-Kunden der Washington Post für eine Kündigung entschieden. Die Zahlen steigen dabei weiter an und gehen auf die 10-Prozent-Marke aller Abonnenten zu. Das bringt auch massive Unsicherheit für die Redaktion mit sich, der so wichtige Einnahmen abhandenkommen - die Folge dürfte ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen sein.
Zusammenfassung
- Jeff Bezos verursacht eine Krise bei der Washington Post als Eigentümer
- Die Redaktion darf keine Wahlempfehlung für die US-Präsidentschaftswahl geben
- Begründung: Rückkehr zu Unabhängigkeit und Neutralität der Zeitung
- Vermutung: Bezos' Angst vor Nachteilen bei möglichem Trump-Wahlsieg
- Kritik: Feigheit der Zeitung auf Kosten der Demokratie
- Folge: Rund 200.000 Abonnenten kündigen ihre Abos
- Einnahmeverluste könnten zu weiterem Stellenabbau in der Redaktion führen
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Magcubic HY300F: Ballförmiger Beamer ist für den WM-Spaß ungeeignet
- Wanbo Togo Pro: Gimbal-Beamer für Urlaub und Co. im Test
- Ctone Matrix Mini M2: Mini-PC mit viel Speicher fürs Geld im Test
- Forza Horizon 6: Fehlermeldung beim ersten Start - Was nun zu tun ist
- Klein, günstig aber mit Schwächen: Magcubic Mini-Beamer im Test
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Xbox-Exodus: Chef von Microsofts Spielestudios geht
- Galaxy A27: Samsung leakt sein neues Jedermann-Smartphone selbst
- Spiele als Dauerwerbesendung: EA plant Reklame 'direkt im Gameplay'
- Nutzen umstritten, UK bannt dennoch Social Media für Unter-16-Jährige
- Fox kauft Roku: Neuer Streaming-Gigant für 22 Milliarden Dollar
- Drohnen-Alternative: Schlangenroboter prüfen Hochspannungsleitungen
- 110 Billiarden Kilometer: Forscher arbeiten an Karte von Pilzgeflechten
Videos
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen