Warnungen in China: Amerikanische Chips sind "nicht mehr sicher"
Im Handelskrieg zwischen den USA und China geht es jüngst wieder kräftig zur Sache. Während die Amerikaner zuletzt weit über 100 weitere Unternehmen mit Embargos belegt haben, beschränkten die Chinesen als Reaktion die Ausfuhr von Seltenen Erden. Gleichzeitig warnt man vor US-Chips.
Die Warnung vor den Chips von amerikanischen Chips könnte vor allem Firmen wie Intel, AMD und Nvidia treffen. Diese sind nach wie vor in der Lage, ihre Produkte in großem Maßstab an chinesische Abnehmer zu verkaufen, schließlich werden sie zum Beispiel in vielen PCs und Servern verwendet.
Bereits vor einigen Monaten gab es von anderen chinesischen Branchenverbänden ähnliche Warnungen, weil die US-Chips angeblich die nationale Sicherheit Chinas beeinträchtigen könnten. Aktuell wiederholt sich das Spiel, denn der Verband der Online-Firmen erklärte, dass sich potenzielle Kunden vor dem Kauf von US-Chips gut überlegen sollten, ob dies für sie der beste Weg sei. Stattdessen riet man zu einer engeren Kooperation mit Herstellern, die außerhalb der USA beheimatet sind.
Chinesische Firmen sollten stattdessen lieber "proaktiv" zu Chips greifen, die von ausländischen Firmen in China oder direkt von chinesischen Herstellern im Inland gefertigt werden, hieß es weiter. Der Verband der chinesischen Kommunikationsunternehmen ließ verlauten, dass man US-Chips nicht mehr als "sicher und zuverlässig" einstufe und forderte eine Untersuchung der Regierung, die prüfen soll, ob die Lieferketten für kritische Infrastruktur als sicher eingestuft werden könnten.
Was zunächst wie leere Drohungen klingt, könnte für die großen Chiphersteller mit Sitz in den USA mittelfristig zu einem größeren Problem werden. So stehen die Branchenverbände allesamt der chinesischen Regierung nahe und gelten als eine Art Sprachrohr, wenn es darum geht, neue Sanktionen gegen ausländische Firmen vorzubereiten. Dies zeigte sich zuletzt unter anderem am Beispiel des US-Speicherherstellers Micron.
Siehe auch:
Gleich vier große Verbände warnen vor US-Chips
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben vier große Industrieverbände in China gestern vor der Verwendung amerikanischer Chips gewarnt. Diese seien "nicht länger sicher", hieß es. Chinesische Firmen sollten daher lieber Chips aus China einkaufen und verwenden. Die Äußerungen sind wohl ebenfalls auf die Exportbeschränkungen der USA zurückzuführen.Die Warnung vor den Chips von amerikanischen Chips könnte vor allem Firmen wie Intel, AMD und Nvidia treffen. Diese sind nach wie vor in der Lage, ihre Produkte in großem Maßstab an chinesische Abnehmer zu verkaufen, schließlich werden sie zum Beispiel in vielen PCs und Servern verwendet.
Warnungen als Vorbote von neuen Sanktionen?
Zu den vier chinesischen Industrieverbänden, die nun koordiniert vor US-Chips gewarnt haben, gehören mehr als 6400 Firmen, die in Bereichen wie der Digitalwirtschaft, dem Automobilsektor, der Telekommunikation und der Halbleiterbranche tätig sind. Konkrete Angaben darüber, warum die Firmen die US-Chips als "unsicher" einstufen, wurden natürlich nicht gemacht.Bereits vor einigen Monaten gab es von anderen chinesischen Branchenverbänden ähnliche Warnungen, weil die US-Chips angeblich die nationale Sicherheit Chinas beeinträchtigen könnten. Aktuell wiederholt sich das Spiel, denn der Verband der Online-Firmen erklärte, dass sich potenzielle Kunden vor dem Kauf von US-Chips gut überlegen sollten, ob dies für sie der beste Weg sei. Stattdessen riet man zu einer engeren Kooperation mit Herstellern, die außerhalb der USA beheimatet sind.
Chinesische Firmen sollten stattdessen lieber "proaktiv" zu Chips greifen, die von ausländischen Firmen in China oder direkt von chinesischen Herstellern im Inland gefertigt werden, hieß es weiter. Der Verband der chinesischen Kommunikationsunternehmen ließ verlauten, dass man US-Chips nicht mehr als "sicher und zuverlässig" einstufe und forderte eine Untersuchung der Regierung, die prüfen soll, ob die Lieferketten für kritische Infrastruktur als sicher eingestuft werden könnten.
Was zunächst wie leere Drohungen klingt, könnte für die großen Chiphersteller mit Sitz in den USA mittelfristig zu einem größeren Problem werden. So stehen die Branchenverbände allesamt der chinesischen Regierung nahe und gelten als eine Art Sprachrohr, wenn es darum geht, neue Sanktionen gegen ausländische Firmen vorzubereiten. Dies zeigte sich zuletzt unter anderem am Beispiel des US-Speicherherstellers Micron.
Zusammenfassung
- Chinesische Industrieverbände warnen vor der Verwendung von US-Chips
- Vier große Verbände bezeichnen amerikanische Chips als 'nicht sicher'
- Warnung könnte Intel, AMD und Nvidia besonders hart treffen
- Über 6400 Firmen aus verschiedenen Branchen sind in Verbänden vertreten
- Empfehlung zur Nutzung von Chips aus China oder nicht-US-Herstellern
- Verbände fordern Untersuchung der Sicherheit kritischer Infrastrukturen
- Warnungen könnten Vorboten für neue Sanktionen gegen US-Firmen sein
Siehe auch:
- Neue Chip-Sanktionen der USA: China droht mit Gegenmaßnahmen
- USA verschärfen Sanktionen gegen chinesische Chip-Industrie
- USA und China einigen sich: KIs sollen keine Atomwaffen kontrollieren
- E-Auto-Absatz legt stark zu - vor allem China boomt, USA schwächelt
- Die USA stehen vor dem Komplettverbot importierter Autos aus China
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