JavaScript: Oracle sollen die Markenrechte endlich aberkannt werden
Dem Software-Konzern Oracle soll jetzt endlich das Markenrecht an "JavaScript" verlieren. Ein entsprechender Antrag wurde gegenüber dem US-Patent- und Markenamt (USPTO) damit begründet, dass das Unternehmen die Marke faktisch aufgegeben habe.
Oracle erwarb die Markenrechte an JavaScript im Jahr 2009 durch die Übernahme von Sun Microsystems. Seitdem, so heißt es in der Petition, habe der Konzern jedoch weder Produkte unter dem Namen JavaScript verkauft, noch Dienstleistungen damit angeboten. Dies deute auf eine Markenaufgabe hin, wie Deno-Mitgründer Ryan Dahl in einem Blogbeitrag erklärte. Der Antrag auf Aberkennung wurde daraufhin nun am 22. November eingereicht.
Bereits im September hatten Dahl, der Entwickler von Node.js und Deno, sowie der JavaScript-Erfinder Brendan Eich und weitere prominente Vertreter der JavaScript-Community, Oracle in einem offenen Brief aufgefordert, die Rechte an der Marke freizugeben. Über 14.000 Personen haben diesen Brief bislang unterzeichnet.
Die Petition geht über die Frage der Markenaufgabe hinaus und wirft Oracle auch Betrug vor. So habe das Unternehmen 2019 bei der Erneuerung der Markenrechte Bildschirmaufnahmen der Node.js-Website vorgelegt, um die angebliche Nutzung der Marke zu belegen. "Node.js steht in keinerlei Verbindung zu Oracle", heißt es in der Petition. Der Einsatz dieser Nachweise sei irreführend gewesen.
Sollte Oracle die Markenrechte verlieren, könnte JavaScript frei verwendet werden, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Konferenzen und Publikationen könnten den Namen dann ohne Angst vor Abmahnungen nutzen. Auch die bislang offiziell genutzte Spezifikationsbezeichnung ECMAScript könnte durch den bekannteren Namen JavaScript ersetzt werden.
Siehe auch:
Faktische Markenaufgabe
Oracle soll sich in der Vergangenheit betrügerischer Praktiken bedient haben, um die Kontrolle zu behalten, so der Vorwurf der Firma Deno Land, bekannt für seine JavaScript-Laufzeitumgebung Deno.Oracle erwarb die Markenrechte an JavaScript im Jahr 2009 durch die Übernahme von Sun Microsystems. Seitdem, so heißt es in der Petition, habe der Konzern jedoch weder Produkte unter dem Namen JavaScript verkauft, noch Dienstleistungen damit angeboten. Dies deute auf eine Markenaufgabe hin, wie Deno-Mitgründer Ryan Dahl in einem Blogbeitrag erklärte. Der Antrag auf Aberkennung wurde daraufhin nun am 22. November eingereicht.
Bereits im September hatten Dahl, der Entwickler von Node.js und Deno, sowie der JavaScript-Erfinder Brendan Eich und weitere prominente Vertreter der JavaScript-Community, Oracle in einem offenen Brief aufgefordert, die Rechte an der Marke freizugeben. Über 14.000 Personen haben diesen Brief bislang unterzeichnet.
Die Petition geht über die Frage der Markenaufgabe hinaus und wirft Oracle auch Betrug vor. So habe das Unternehmen 2019 bei der Erneuerung der Markenrechte Bildschirmaufnahmen der Node.js-Website vorgelegt, um die angebliche Nutzung der Marke zu belegen. "Node.js steht in keinerlei Verbindung zu Oracle", heißt es in der Petition. Der Einsatz dieser Nachweise sei irreführend gewesen.
Nutzbarkeit ohne Angst
Weiterhin betont die Petition, dass "JavaScript" ein generischer Begriff sei, der von Millionen Entwicklern, Unternehmen und Bildungseinrichtungen weltweit verwendet werde - ohne Bezug zu Oracle. Die Marke behindert die Zusammenarbeit und schafft Verwirrung auf dem Markt, indem sie fälschlicherweise den Eindruck erweckt, Oracle kontrolliere JavaScript.Sollte Oracle die Markenrechte verlieren, könnte JavaScript frei verwendet werden, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Konferenzen und Publikationen könnten den Namen dann ohne Angst vor Abmahnungen nutzen. Auch die bislang offiziell genutzte Spezifikationsbezeichnung ECMAScript könnte durch den bekannteren Namen JavaScript ersetzt werden.
Zusammenfassung
- Oracle soll Markenrechte an 'JavaScript' verlieren, Antrag beim USPTO
- Vorwurf: Oracle hat die Marke faktisch aufgegeben und betrügerisch gehandelt
- Deno Land reichte Petition ein, unterstützt von JS-Community-Vertretern
- Offener Brief fordert Freigabe der Rechte, über 14.000 Unterzeichner
- Petition: 'JavaScript' sei generischer Begriff ohne Bezug zu Oracle
- Bei Erfolg: Freie Nutzung von 'JavaScript' ohne rechtliche Risiken
- Mögliche Ersetzung von 'ECMAScript' durch 'JavaScript' in Spezifikation
Siehe auch:
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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