Deutsche Bahn ärgert sich über Starlink:
Angebot "nicht marktreif"

Die Deutsche Bahn hat die Starlink-Technologie für die Internet­ver­sorgung in ihren Zügen getestet, ist aber bislang nicht überzeugt. Trotz viel­ver­sprechender An­kün­di­gun­gen des Hotspot-Herstellers Icomera sieht die Bahn weiteren Entwicklungs­bedarf bei der Satellitenanbindung.
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Unerwartete Wendung bei Bahn-Internetzugang?

Die Ankündigung, die nun ein paar Tage alt ist, klang vielversprechend: Der schwedische Hersteller Icomera, Lieferant der WLAN-Hotspots in ICE-Zügen, hat erklärt, eine Kooperation mit Starlink einzugehen. Ziel dabei ist es, die Internetversorgung in Zügen durch Satellitenanbindung zu verbessern, insbesondere in Gebieten mit schwachem Mobilfunknetz.

So weit, so gut - doch jetzt zeichnet sich bereits ab, dass die Umsetzung dieser Technologie in deutschen Hochgeschwindigkeitszügen möglicherweise länger auf sich warten lassen wird, als zunächst gedacht.


Die Deutsche Bahn, auch bekannt für ihr großmütiges Versprechen, Reisenden ein "rollendes Büro" zu bieten, hat die Starlink-Technologie bereits in Zusammenarbeit mit Icomera getestet. Das Ergebnis dieser Erprobung fällt jedoch überraschend kritisch aus. Entgegen der optimistischen Darstellung Icomeras, die von "beeindruckenden Ergebnissen" mit Durchsatzraten von 200 bis 400 MBit/s pro Starlink-Terminal spricht, sieht die Bahn noch erheblichen Entwicklungsbedarf.

Wie teltarif.de berichtet, äußerte sich ein Bahnsprecher extrem zurückhaltend zur Marktreife der Technologie.

Die Technologie muss aus unserer Sicht allerdings noch weiter entwickelt werden, damit sie in unseren Zügen zum Einsatz kommen kann.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn gegenüber teltarif.de
Diese Einschätzung steht im Kontrast zu Icomeras Ankündigung, bereits im ersten Quartal 2025 erste Installationen vornehmen zu wollen.

Lückenloses Internet im Zug

Die Herausforderungen bei der Bereitstellung einer unterbrechungsfreien Internetverbindung in Zügen sind vielfältig. Trotz des Ausbaus von 4G- und 5G-Netzen bleiben Funklöcher entlang der Bahnstrecken ein Ärgernis für Reisende. Die aktuellen ICE-Hotspots greifen zwar auf die drei großen Mobilfunknetze zu, stoßen aber in unterversorgten Gebieten an ihre Grenzen.

Icomera sieht daher in der Kombination von Starlink-Satelliten mit seiner eigenen SureWAN-Linkaggregationstechnologie eine vielversprechende Lösung, um nicht auf den Ausbau durch die klassischen Mobilfunkbetreiber warten zu müssen. Diese soll verschiedene Verbindungsarten wie Satellit, Mobilfunk und gleisseitige Netzwerke bündeln.

Zukunft ungewiss

Die Deutsche Bahn bleibt trotz ihrer Skepsis offen für zukünftige Entwicklungen. "Mit wachsender Marktreife der Technologie werden wir zu gegebener Zeit über weitere Schritte entscheiden", so der Bahnsprecher. Unklar bleibt, ob die aktuell in ICEs verbauten Icomera-Hotspots bereits für Starlink vorbereitet sind oder ob umfangreiche Umrüstungen nötig wären.

Wie seht ihr die Idee, im Zug auf die Satelliten zu setzen? Glaubt ihr, dass Starlink die Lösung ist, oder setzt ihr eher auf den Ausbau des terrestrischen Mobilfunknetzes? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Bahn testet Starlink für Zug-Internet, sieht Entwicklungsbedarf
  • Icomera kündigt Kooperation mit Starlink für besseres Internet an
  • Bahn kritisch zur Marktreife der Starlink-Technologie in Zügen
  • Herausforderungen bei Internetverbindung in Zügen bleiben
  • Icomera plant Kombination von Starlink mit eigener Technologie
  • Bahn offen für zukünftige Entwicklungen der Satellitentechnik

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