BVG & O2 melden Voll-Zug:
U-Bahn in Berlin jetzt überall mit 4G/LTE
Fünf Jahre hat es gedauert, doch jetzt ist es so weit. Alle Strecken der Berliner U-Bahn sind auf gesamter Länge jetzt auch in den Tunneln mit schnellem Internet versorgt. Die BVG und ihr "Projektführer" O2 Telefónica haben heute Vollzug gemeldet. 5G lässt aber auf sich warten.
Man sei stolz darauf, das landesweit größte "Indoor-Mobilfunkprojekt" geschaffen zu haben, hieß es von den Partnern in einer Presseaussendung. Das Mobilfunknetz in der U-Bahn ist dabei nicht nur Kunden von O2 vorbehalten, sondern wird auch von der Deutschen Telekom und Vodafone genutzt, um deren Kunden unter Tage eine mobile Internetverbindung zu bieten.
Zumindest am zentralen Alexanderplatz will man den dortigen U-Bahnhof bald auch mit 5G-Mobilfunk ausrüsten, wobei dort auf eine Versorgung im 3,6-Gigahertz-Band gesetzt wird. Alle anderen Strecken werden zunächst "nur" per 4G bedient, die jetzt installierte Technik soll aber bereits die Grundlagen für einen geplanten 5G-Ausbau legen.
Insgesamt hat O2 nach eigenen Angaben über 1000 Kilometer an Glasfaserkabeln in den Tunneln der Berliner U-Bahn verlegt. Dazu kommen weitere gut 1000 Kilometer an Strom- und Hochfrequenz-Kabeln, 360 Tunnel-Antennen, 350 Repeater sowie 30 Basisstationen. Die U-Bahn Berlin besteht aus neun Linien mit 175 Bahnhöfen und einer gesamten Streckenlänge von über 155 Kilometern.
Dass man seit 2019 an dem Projekt arbeitete, hat mehrere Gründe. So konnte der Großteil der Arbeiten nur in den nächtlichen Betriebspausen der U-Bahn durchgeführt werden. Diese finden nur an Wochentagen statt und sind dann auf die Zeit zwischen ein und vier Uhr nachts beschränkt. Weiters verweisen BVG und Telefónica auf das Alter, die unterschiedlichen Bauformen, Tunnellängen, Profile sowie den Denkmalschutz, zahlreiche langwierige Genehmigungsverfahren und die Coronapandemie als Gründe für die lange Projektdauer.
Siehe auch:
Netzaufbau erfolgte seit 2019
Manche Dinge brauchen ihre Zeit, so auch der Ausbau des Mobilfunknetzes in den U-Bahnen der deutschen Hauptstadt. Ab sofort gilt das Projekt als abgeschlossen, denn wie die Berliner Verkehrsbetriebe BVG als Betreiber der U-Bahn und O2 heute mitteilten, ist das gesamte Netz jetzt durchgängig mit 4G-/LTE-Basisstationen versorgt.Man sei stolz darauf, das landesweit größte "Indoor-Mobilfunkprojekt" geschaffen zu haben, hieß es von den Partnern in einer Presseaussendung. Das Mobilfunknetz in der U-Bahn ist dabei nicht nur Kunden von O2 vorbehalten, sondern wird auch von der Deutschen Telekom und Vodafone genutzt, um deren Kunden unter Tage eine mobile Internetverbindung zu bieten.
Betriebsrechenzentren jetzt oberirdisch
Für einen hoffentlich reibungslosen Betrieb sorgen vier sogenannte BTS Hotels, bei denen es sich um oberirdisch betriebene Rechenzentren handelt, die für die Steuerung und den Betrieb der in den Tunneln verbauten Mobilfunk-Basisstationen verwendet werden. Damit lässt sich der Kern des Mobilfunknetzes der U-Bahn jetzt leicht oberirdisch warten, während die Basisstationen unter der Erde weniger häufig aufgesucht werden müssen. Zuvor befand sich auch die Betriebstechnik unterirdisch entlang der Strecke.Zumindest am zentralen Alexanderplatz will man den dortigen U-Bahnhof bald auch mit 5G-Mobilfunk ausrüsten, wobei dort auf eine Versorgung im 3,6-Gigahertz-Band gesetzt wird. Alle anderen Strecken werden zunächst "nur" per 4G bedient, die jetzt installierte Technik soll aber bereits die Grundlagen für einen geplanten 5G-Ausbau legen.
Insgesamt hat O2 nach eigenen Angaben über 1000 Kilometer an Glasfaserkabeln in den Tunneln der Berliner U-Bahn verlegt. Dazu kommen weitere gut 1000 Kilometer an Strom- und Hochfrequenz-Kabeln, 360 Tunnel-Antennen, 350 Repeater sowie 30 Basisstationen. Die U-Bahn Berlin besteht aus neun Linien mit 175 Bahnhöfen und einer gesamten Streckenlänge von über 155 Kilometern.
Dass man seit 2019 an dem Projekt arbeitete, hat mehrere Gründe. So konnte der Großteil der Arbeiten nur in den nächtlichen Betriebspausen der U-Bahn durchgeführt werden. Diese finden nur an Wochentagen statt und sind dann auf die Zeit zwischen ein und vier Uhr nachts beschränkt. Weiters verweisen BVG und Telefónica auf das Alter, die unterschiedlichen Bauformen, Tunnellängen, Profile sowie den Denkmalschutz, zahlreiche langwierige Genehmigungsverfahren und die Coronapandemie als Gründe für die lange Projektdauer.
Zusammenfassung
- Alle Berliner U-Bahn-Strecken sind nun mit 4G/LTE ausgestattet
- BVG und O2 Telefónica haben das Mobilfunkprojekt abgeschlossen
- Mobilfunknetz steht auch Kunden von Telekom und Vodafone zur Verfügung
- 5G-Technologie ist am Alexanderplatz geplant, sonst vorerst 4G
- Über 1000 km Glasfaserkabel wurden in den U-Bahn-Tunneln verlegt
- Projektverzögerungen durch nächtliche Arbeit und diverse Herausforderungen
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