Microsoft: Hohe Kosten bei OpenAI vermiesen dem Konzern die Zahlen

Microsofts Milliardeninvestitionen in das KI-Startup OpenAI wirken sich offenbar negativ auf die Geschäftszahlen des Softwaregiganten aus. Wie die Finanzchefin von Microsoft verlauten ließ, erwartet man weniger Einnahmen, weil der ChatGPT-Entwickler Geld verbrennt.
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OpenAI zieht Microsoft runter

Laut einem Bericht des US-Wirtschaftssenders CNBC wird Microsoft nach Einschätzung von Finanzchefin Amy Hood wohl im aktuell laufenden Quartal rund 1,5 Milliarden Dollar an Einkommen einbüßen, weil OpenAI Verluste macht. Microsoft ist laut seines jüngsten Geschäftsberichts mit knapp 14 Milliarden Dollar an OpenAI beteiligt.

Zwar erwirtschaftet Microsoft mit seinen in den letzten Monaten eingeführten KI-Diensten immer mehr Geld, doch verliert OpenAI selbst konstant haufenweise Geld. Allein für das Jahr 2024 rechnet OpenAI intern mit Verlusten in Höhe von fünf Milliarden Dollar, während man einen Umsatz von nur rund vier Milliarden Dollar erwirtschaften will, hieß es erst kürzlich in entsprechenden Berichten unter Berufung auf Dokumente der Firma.

Kooperation mit OpenAI soll nicht reduziert werden

Hood zufolge wird der Verlust bei Microsoft nach der Equity-Methode verbucht, die sich auf den Anteil eines Unternehmens am Gewinn oder Verlust des jeweiligen Investitionsobjekts in einem bestimmten Zeitraum bezieht. Dass Microsoft nun wegen seiner Beteiligung an OpenAI auch von dessen Verlusten betroffen ist, soll sich an der Partnerschaft der beiden Firmen aber nichts ändern.


Die Kooperation mit OpenAI liefere weitere hervorragende Resultate, auch weil Microsoft damit neue Technologien mit Alleinstellungsmerkmalen entwickeln und die "Umsatzdynamik" im Ganzen vorantreiben könne. Gemeint ist damit wohl, dass Microsoft allgemein betrachtet so stark von der Zusammenarbeit mit OpenAI profitiert, dass man bereit ist, die Verluste des Partners in Kauf zu nehmen.

OpenAI steckt bekanntermaßen hinter dem KI-basierten Chatbot ChatGPT, der auch die Grundlagen für Microsofts Copilot bietet und in diversen Produkten anderer Unternehmen verwendet wird. Erst kürzlich hatte Microsoft weitere 750 Millionen Dollar in OpenAI gesteckt, nachdem man zuvor bereits 13 Milliarden Dollar investiert hatte. Allerdings entfällt ein Großteil dieser Summe auf Cloud-Dienstleistungen, schließlich nutzt OpenAI die Microsoft Azure-Rechenzentren, um seine Services anzubieten.

Anzumerken ist übrigens, dass Microsoft-Finanzchefin Hood auch ein verlangsamtes Wachstum der Geschäftszahlen ihres Unternehmens in den kommenden Monaten in Aussicht stellte. Zwar hatte der Redmonder Riese die Erwartungen der Analysten zuletzt bezüglich Gewinn und Umsatz übertroffen, doch die Nachricht von einem weniger starken Wachstum ließ den Aktienkurs des Konzerns heute sinken.

Zusammenfassung
  • Microsoft erwartet 1,5 Milliarden Dollar Einkommenseinbußen durch OpenAI
  • OpenAI rechnet für 2024 mit 5 Milliarden Dollar Verlust bei 4 Mrd. Umsatz
  • Microsofts KI-Dienste erwirtschaften mehr Geld trotz OpenAIs Verlusten
  • Partnerschaft mit OpenAI bleibt trotz finanzieller Auswirkungen bestehen
  • Microsoft profitiert insgesamt stark von der Zusammenarbeit mit OpenAI
  • Verlangsamtes Wachstum der Microsoft-Geschäftszahlen in Aussicht gestellt
  • Aktienkurs von Microsoft sinkt aufgrund der Wachstumsprognose

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