OpenAI löscht unabsichtlich Beweise im Copyright-Streit mit Zeitungen

OpenAI gerät in rechtliche Turbulenzen: Bei einem Urheberrechtsstreit mit der New York Times und Daily News wurden versehentlich wichtige Daten gelöscht. Das ist eine fragwürdige Handhabung von Beweis­material oder zumindest eine peinliche Panne.
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Datendebakel im KI-Rechtsstreit

Im Rechtsstreit zwischen OpenAI und Zeitungen wie der New York Times und Daily News hat sich ein folgenschwerer Zwischenfall ereignet. Laut Angaben der Anwälte der Zeitungen haben Techniker von OpenAI versehentlich wichtige Daten gelöscht, die als Beweismaterial in einem laufenden Urheberrechtsverfahren hätten dienen können.

Der Kern des Rechtsstreits dreht sich um den Vorwurf, dass OpenAI für das Training seiner KI-Modelle ohne Erlaubnis Artikel der Kläger verwendet hat. Um diesen Vorwürfen nachzugehen, hatte OpenAI zwei virtuelle Maschinen zur Verfügung gestellt, auf denen die Anwälte der Verlage nach ihren urheberrechtlich geschützten Inhalten in den Trainingsdaten suchen konnten. Seit dem 1. November 2024 haben die juristischen Teams mehr als 150 Stunden in diese Suche investiert.


Unbeabsichtigte Löschung von Beweismaterial

Wie TechCrunch berichtet, löschten die OpenAI-Techniker am 14. November alle Suchdaten der Verlage, die auf einer der virtuellen Maschinen gespeichert waren. Obwohl OpenAI versuchte, die Daten wiederherzustellen, ging die Ordnerstruktur und die Dateinamen unwiederbringlich verloren. Dies macht es nun unmöglich, nachzuvollziehen, wo genau die Artikel der Kläger im Training der KI-Modelle verwendet wurden. Die Anwälte der Zeitungen betone allerdings, dass sie keinen Grund zur Annahme haben, dass die Löschung absichtlich erfolgte.

OpenAI verteidigt seine Position mit dem Argument des "Fair Use". Das Unternehmen behauptet, dass die Verwendung öffentlich zugänglicher Daten für das Training seiner Modelle unter diese Doktrin fällt und daher keine Lizenzierung oder Vergütung erforderlich sei. Diese Haltung steht im Widerspruch zu den Vorwürfen der Kläger und bildet den Kern der rechtlichen Auseinandersetzung.

Trotz dieser Position hat OpenAI bereits Lizenzvereinbarungen mit mehreren Verlagen geschlossen, darunter die Associated Press und die Financial Times. Die genauen Bedingungen dieser Deals bleiben unter Verschluss, aber Berichten zufolge erhält ein Partner, Dotdash, jährlich mindestens 16 Millionen Dollar.

Zusammenfassung
  • OpenAI löscht versehentlich wichtige Daten im Urheberrechtsstreit
  • Zeitungen klagen wegen unerlaubter Nutzung ihrer Artikel für KI-Training
  • Anwälte suchten über 150 Stunden nach Beweisen auf virtuellen Maschinen
  • Löschung macht Nachvollziehbarkeit der Artikelverwendung unmöglich
  • OpenAI beruft sich auf 'Fair Use' für die Nutzung öffentlicher Daten
  • Unternehmen hat bereits Lizenzverträge mit einigen Verlagen geschlossen
  • Partner Dotdash erhält angeblich jährlich mindestens 16 Millionen Dollar

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